Seite wählen

Bietigheim-Bissingen, 16.08.2026 (PresseBox) – Die Arbeit von zu Hause hat sich als Dauerzustand eingerichtet. Laut der Konjunkturumfrage des ifo Instituts arbeiteten im Februar 2026 genau 24,3 Prozent aller Beschäftigten in Deutschland zumindest teilweise von zu Hause. Veröffentlicht wurde der Wert am 2. März 2026.

Was sich seit Jahren kaum bewegt, verlangt eine andere Einrichtung als eine Übergangslösung. Wer täglich mehrere Stunden am selben Platz sitzt, merkt zuerst an Nacken und Augen, dass Bildschirmhöhe und Beleuchtung nicht stimmen — ein höhenverstellbarer Monitorständer aus Holz löst das erste dieser beiden Probleme.

Ein Arbeitsplatz im Betrieb wird für acht Stunden geplant, einer in der Wohnung entsteht dort, wo Platz war. Das erklärt, warum sich Beschwerden meist an zwei Stellen zeigen und nicht überall.

Das zweite entscheidet sich am Licht. Deckenbeleuchtung in Wohnräumen ist für Aufenthalt gebaut, nicht für Bildschirmarbeit.

Was die Konjunkturumfrage ausweist

Wie das ifo Institut berichtet, ergeben sich für Februar 2026 folgende Werte:

  • Im Februar 2026 arbeiteten 24,3 Prozent der Beschäftigten zumindest teilweise von zu Hause.
  • Der Höchstwert lag im März 2021 bei 32,3 Prozent.
  • Der niedrigste Wert wurde im August 2024 mit 23,4 Prozent gemessen.
  • Seit dem Jahr 2022 bewegt sich der Anteil um ein Viertel aller Beschäftigten.
  • Im Dienstleistungsbereich liegt er mit 34,9 Prozent am höchsten.
  • In IT-Dienstleistungen erreicht er 76,4 Prozent, in Unternehmensberatungen 67,6 Prozent.

Der Durchschnitt verdeckt die eigentliche Spreizung

Ein Viertel klingt nach Minderheit, beschreibt aber einen Mittelwert über alle Branchen — einschließlich Fertigung, Pflege, Handel und Gastgewerbe, wo Arbeit von zu Hause praktisch ausgeschlossen ist.

In den Bereichen, wo sie möglich ist, sieht es umgekehrt aus: 76,4 Prozent in IT-Dienstleistungen bedeuten, dass dort die Anwesenheit im Büro die Ausnahme geworden ist. Zwischen diesen beiden Welten liegen mehr als 50 Prozentpunkte.

„Ein Arbeitsplatz, der seit vier Jahren steht, ist kein Provisorium mehr. Trotzdem wird er meistens so ausgestattet, als würde er nächsten Monat wieder abgebaut“, sagt Alexander Weipprecht, Geschäftsführer der Provimedia GmbH.

Stabilität ist die eigentliche Nachricht

Zwischen dem Höchstwert von 32,3 Prozent im März 2021 und dem Tiefstwert von 23,4 Prozent im August 2024 liegen knapp neun Prozentpunkte. Seither bewegt sich der Wert kaum.

Eine jahrelang offene Frage ist damit entschieden: Es gibt keine Rückkehrwelle. Wer in den Bereichen arbeitet, in denen es geht, wird auch in den kommenden Jahren einen Teil der Woche zu Hause verbringen — und die Einrichtung entsprechend lange nutzen. Für die Beleuchtung gilt dasselbe: Eine dimmbare Schreibtischleuchte mit Leuchtdioden gleicht aus, was die Deckenlampe naturgemäß nicht leistet.

Was sich daraus für die Einrichtung ergibt

Das ifo Institut erhebt den Wert monatlich; die nächsten Zahlen erscheinen fortlaufend.

Praktisch folgt daraus eine schlichte Rechnung: Bei einem Arbeitsplatz, der über Jahre genutzt wird, verteilen sich die Kosten für Bildschirmhöhe und Beleuchtung auf tausende Arbeitsstunden. Beides sind kleine Beträge im Vergleich zu dem, was ein Bürostuhl kostet — und beides wirkt sofort, während sich eine falsche Sitzhaltung erst nach Monaten meldet.