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Bietigheim-Bissingen, 21.09.2026 (PresseBox) – Private Haushalte in Deutschland bewegen so viel Datenverkehr wie nie, und die Datensicherung hält damit nicht Schritt. Der Digitalverband Bitkom hat am 11. Juni 2026 in Berlin eine Befragung dazu veröffentlicht. Laut dieser Erhebung legen 39 Prozent der Internetnutzenden häufig eine Sicherungskopie ihrer Daten an, 10 Prozent tun das nie. Wer diese Aufgabe an einen Netzwerkspeicher in der eigenen Wohnung übergeben möchte, findet dafür eine Anleitung zur direkten Verbindung von Speicher und Rechner.

Drei Werte trennen die regelmäßige Datensicherung von der gelegentlichen

Die Erhebung des Digitalverbands unterscheidet vier Häufigkeiten. Laut der am 11. Juni 2026 veröffentlichten Befragung sichern 39 Prozent der Internetnutzenden ihre Daten häufig, 26 Prozent gelegentlich und 20 Prozent selten. 10 Prozent legen nie eine Sicherungskopie an. Befragt wurden 1.005 Personen ab 16 Jahren in Deutschland, darunter 942 Internetnutzende, in den Kalenderwochen 15 bis 19 des Jahres 2026.

Andere Gewohnheiten im Umgang mit den eigenen Geräten fallen ähnlich aus. Nach Angaben des Digitalverbands installieren 43 Prozent angebotene Aktualisierungen häufig unmittelbar, 9 Prozent nie sofort. 34 Prozent sehen nie nach, welche Zugriffsrechte Anwendungen und Dienste auf ihre Daten haben.

Wie viel Datenverkehr durch einen durchschnittlichen Breitbandanschluss läuft

Das Festnetz trug 2025 den größten Teil der übertragenen Menge. Die Bundesnetzagentur hat ihren Jahresbericht Telekommunikation für 2025 am 5. Juni 2026 vorgelegt und darin folgende Größenordnungen ausgewiesen:

  • 175 Milliarden Gigabyte Datenvolumen wurden 2025 insgesamt in den deutschen Festnetzen übertragen.
  • Je Breitbandanschluss und Monat waren das im Jahresdurchschnitt 2025 rund 376 Gigabyte.
  • Im Mobilfunk kamen 10,9 Milliarden Gigabyte zusammen, umgerechnet 8,4 Gigabyte je aktivem Mobilfunkprofil und Monat.
  • Zum Jahresende 2025 waren 6,4 Millionen Glasfaseranschlüsse aktiv, ein Jahr zuvor 5,3 Millionen.
  • Anschlüsse mit mindestens 1.000 Megabit je Sekunde stiegen von 2,5 auf 3,0 Millionen.
  • Die Telekommunikationsunternehmen investierten 2025 rund 15,3 Milliarden Euro in Sachanlagen.

Eine Sicherungskopie muss diese Menge nicht abbilden. Sie muss aber die Dateien enthalten, die sich nicht neu beschaffen lassen, und genau diese wachsen mit der Kameraauflösung und der Zahl der Geräte im Haushalt schneller als der Anschluss.

Der Anschluss wird schneller, die Verkabelung in der Wohnung bleibt gleich

Die Verschiebung zu höheren Bandbreiten lässt sich in den Anschlusszahlen ablesen. Nach Angaben der Bundesnetzagentur ging die Zahl der Anschlüsse unter 100 Megabit je Sekunde von 17,1 auf 15,2 Millionen zurück, während die schnelleren von 21,5 auf 23,6 Millionen zulegten. Der Glasfaseranteil an allen aktiven Breitbandanschlüssen stieg binnen eines Jahres von 13,7 auf 16,5 Prozent.

Ein schneller Anschluss verkürzt die Sicherung allerdings nur, wenn Speicher und Verkabelung mithalten. Bei einem Netzwerkspeicher entscheidet zusätzlich das Dateisystem darüber, ob ein beschädigter Block auffällt, bevor die Kopie ihn übernimmt. Eine Gegenüberstellung zweier Dateisysteme für Netzwerkspeicher zeigt, worin sich die beiden verbreiteten Varianten unterscheiden.

Was Haushalte bis zur nächsten Erhebung einrichten können

Der Abstand zwischen erzeugter und gesicherter Datenmenge lässt sich mit wenigen Festlegungen verkleinern. Eine automatisch laufende Kopie im Heimnetz, eine zweite Kopie außerhalb der Wohnung und ein fester Termin für den Rückspielversuch decken die drei Fälle ab, an denen eine Sicherung im Alltag scheitert: vergessen, verloren, unbrauchbar.

„Zehn Prozent ohne jede Kopie sind kein Wissensproblem, sondern ein Routineproblem. Eine Sicherung, die jemand von Hand starten muss, findet im Alltag nicht statt“, sagt Alexander Weipprecht, Geschäftsführer der Provimedia GmbH.

Die nächsten Vergleichswerte kommen aus denselben beiden Häusern. Die Bundesnetzagentur legt ihren Jahresbericht Telekommunikation üblicherweise im Frühsommer vor, der Digitalverband wiederholt seine Befragung zum Umgang mit digitalen Daten jährlich. Bis dahin ist im September 2026 ein einzelner Rückspielversuch aussagekräftiger als jede weitere Statistik.