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Igelschutz im Oktober: Umweltausschuss empfiehlt, ein bundesweites Nachtfahrverbot für Mähroboter abzulehnen – Kommunen regeln es weiter selbst

Bietigheim-Bissingen, 09.10.2026 (PresseBox) – Im Oktober sind Igel nachts unterwegs, um sich Fettreserven für den Winterschlaf anzufressen. Genau dann laufen in vielen Gärten automatische Rasenmäher, deren Sensorik kleine Tiere oft nicht erkennt. Der Umweltausschuss des Deutschen Bundestages hat am 24. Juni 2026 empfohlen, einen Antrag abzulehnen, der den Betrieb solcher Geräte bundesweit auf die Tageshelligkeit beschränken sollte. Wie moderne Geräte navigieren und was ihre Hindernisserkennung leistet, beschreibt ein Beitrag über satellitengestützte Navigation bei automatischen Rasenmähern im Portal Roboter Ratgeber der Provimedia GmbH.

Womit die Geräte den Tieren gefährlich werden und warum Igel nicht ausweichen

Das Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung sammelt seit September 2022 gemeinsam mit Auffangstationen Funde von Igeln mit Schnittverletzungen durch elektrische Gartengeräte. Laut der Auswertung des Instituts vom 23. Januar 2024 wurden zwischen Juni 2022 und September 2023 insgesamt 370 Fälle aus Deutschland gemeldet. Knapp die Hälfte der gefundenen Tiere, 47 Prozent, überlebte die Verletzung nicht.

Die Verletzungen verteilen sich gleichmäßig über die Wochentage. Anne Berger vom Leibniz-Institut wertet das als Hinweis auf automatische Mäher: Diese Geräte seien nach ihren Angaben die einzigen, die legal auch sonntags benutzt werden dürften. Die Geräte- und Maschinenlärmschutzverordnung führt im Anhang unter Nummer 32 „Rasenmäher“ ohne Ausnahme für automatische Geräte; ob Mähroboter darunter fallen, ist nicht geklärt. Mindestens 60 Prozent der verletzten Tiere wurden nach Angaben des Instituts erst Tage, in einzelnen Fällen Wochen nach dem Unfall gefunden.

Igel fliehen bei Gefahr nicht, sondern rollen sich zusammen und warten ab. Versuchsreihen des Instituts mit 19 handelsüblichen Geräten und Igelkadavern zeigten, dass einige Modelle Tiere verletzen, andere nicht – und dass fast alle Geräte den Kadaver erst nach einer körperlichen Berührung bemerkten.

Warum der Bundestag ein bundesweites Nachtfahrverbot abgelehnt hat

Die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen hatte am 19. Mai 2026 beantragt, die Betriebszeiten automatischer Mäher gesetzlich auf die Tageshelligkeit zu begrenzen. Hersteller sollten nach dem Antrag ab 2027 bei Neugeräten den Betrieb von einer Stunde vor Sonnenuntergang bis eine Stunde nach Sonnenaufgang per Software und unabhängig von den Anwendereinstellungen ausschließen. Für bereits genutzte Geräte mit Helligkeitssensorik und Netzverbindung oder App-Steuerung war bis März 2027 ein kostenloses Update vorgesehen. Bis 2030 sollte eine Zertifizierung igelsicherer Geräte zur Voraussetzung für den Marktzugang werden; Ausnahmen waren für Vereinssportplätze geplant.

Der Umweltausschuss empfahl am 24. Juni 2026 die Ablehnung, mit den Stimmen der Fraktionen CDU/CSU und SPD gegen die Stimmen von AfD, Bündnis 90/Die Grünen und Die Linke. Die Unionsfraktion verwies laut dem Ausschussbericht auf naturnahe Gartengestaltung und den Bürokratieaufwand einer Kontrolle, die SPD-Fraktion auf die fehlende Bundeszuständigkeit.

„Der Streit dreht sich um eine Technik, die im Garten längst Alltag ist, und um eine Tierart, die niemand bewusst gefährdet. Diese Mischung macht das Thema unbequem, nicht klein“, sagt Alexander Weipprecht, Geschäftsführer der Provimedia GmbH.

Wie einzelne Kommunen den Nachtbetrieb schon heute begrenzen

Mehrere Städte haben eigene Regelungen erlassen. Der Antrag der Grünen nennt Köln, Leipzig, Mainz, Göttingen und München als Beispiele für Kommunen mit einer entsprechenden Verfügung. Die Umweltministerkonferenz der Länder hatte den Bund im November 2025 in Saarbrücken aufgefordert, den Schutz kleiner Wildtiere vor motorisierten Gartengeräten zu erhöhen; acht Bundesländer verlangten dabei ausdrücklich bundeseinheitliche Beschränkungen für den Dämmerungs- und Nachtbetrieb.

Eine Online-Petition für ein bundesweites Nachtfahrverbot hatten bis Februar 2026 über 160.000 Menschen unterzeichnet. Welche Sensortechnik in den Geräten steckt und wo ihre Grenzen liegen, ordnet eine Beiträge zu Sensorik und Steuerung von Robotern ein.

Was das Artenschutzrecht verbietet – und was daneben nur Empfehlung ist

Der Igel zählt zu den besonders geschützten Arten. Anlage 1 der Bundesartenschutzverordnung stellt unter „Mammalia spp.“ alle heimischen Säugetierarten unter besonderen Schutz, soweit sie dort nicht einzeln aufgeführt sind. Ausgenommen sind die namentlich genannten Arten wie Wanderratte oder Hausmaus, die dem Jagdrecht unterliegenden und die bereits unionsrechtlich geschützten. Besonders geschützt sind nach § 7 Absatz 2 Nummer 13 Buchstabe c des Bundesnaturschutzgesetzes die Arten, die eine Rechtsverordnung nach § 54 Absatz 1 aufführt. Nach § 44 Absatz 1 Nummer 1 des Bundesnaturschutzgesetzes ist es verboten, wild lebende Tiere der besonders geschützten Arten zu fangen, zu verletzen oder zu töten.

Konkrete Vorgaben für das Mähen im Hausgarten enthält das Gesetz nicht. Unabhängig davon mindern vier Vorkehrungen das Risiko:

  • den Mähbetrieb auf die Stunden bei Tageslicht legen, weil Igel dämmerungs- und nachtaktiv sind
  • die Fläche vor dem Start absuchen, besonders unter Hecken und an Reisighaufen
  • Laub- und Zweighaufen über den Herbst stehen lassen, sie dienen als Unterschlupf
  • verletzte Tiere möglichst einer Auffangstation übergeben; § 45 Absatz 5 des Bundesnaturschutzgesetzes erlaubt die Aufnahme zur Gesundpflege, verlangt aber die unverzügliche Freilassung, sobald sich das Tier selbständig erhalten kann

Wo die Auffangstationen an ihre Grenzen stoßen

Die ehrenamtlichen Stationen tragen die Folgen. Nach den Angaben im Antrag der Grünen mussten einzelne Einrichtungen wegen ausgeschöpfter Kapazitäten einen Aufnahmestopp verhängen; allein in Leipzig wurden 2024 rund 400 verletzte und bis zu 40 getötete Igel registriert. Die Zahl der Geräte wächst unterdessen weiter: Zwischen Januar und April 2025 wurden den im Antrag zitierten Marktzahlen zufolge 110.000 automatische Mäher verkauft, 45 Prozent mehr als in den gleichen Monaten des Vorjahres.

Der Braunbrustigel steht seit 2024 als potenziell gefährdet auf der Vorwarnliste der Roten Liste. Der Ausschuss hat dem Plenum die Ablehnung empfohlen; ob der Bundestag das Thema in dieser Wahlperiode erneut aufruft, ist offen. Die Angaben geben den Stand vom 15. September 2026 wieder; sie sind allgemeine Information und keine Rechtsberatung.

Datacolor erweitert seinen SpyderPro um den Modus Feinkalibrierung für höchste Farbpräzision

Marl, 09.10.2026 (PresseBox) – Datacolor investiert weiter in die kontinuierliche Pflege und Verbesserung seiner SpyderPro-Software. Nach dem umfangreichen Funktions-Upgrade im vergangenen Jahr erhält das Flaggschiff der Displaykalibrierung jetzt eine weitere bedeutende Erweiterung: den Modus Feinkalibrierung. Die neue Technologie ermöglicht eine nochmals deutlich höhere Farbgenauigkeit und hebt die Displaykalibrierung auf ein Niveau, das bislang vor allem professionellen Referenz- und Proofing-Lösungen vorbehalten war.

Bereits im November des letzten Jahres hatte Datacolor das bislang größte Software-Update für den SpyderPro vorgestellt. Zu den wichtigsten Neuerungen gehörten die Möglichkeit zum 3D-LUT-Export für die Kalibrierung externer Videomonitore, die Unterstützung moderner Displaytechnologien wie OLED, QD-OLED, Mini-LED und Apple XDR Displays, die Einführung von Device Preview Plus zur Simulation der Darstellung auf Smartphones, Tablets, Druckern und weiteren Ausgabegeräten sowie die Integration von Content Credentials für mehr Transparenz bei digitalen Inhalten.

Mit dem Modus Feinkalibrierung folgt nun der nächste wichtige Entwicklungsschritt.

Ein neuer Standard für Farbgenauigkeit

Die bisherige Standard-Kalibrierung des SpyderPro liefert bereits eine ausgezeichnete Farbgenauigkeit mit einem durchschnittlichen Delta E00 von 1,26. Ein Delta-E-Wert zwischen 1 und 2 gilt in der professionellen Bildbearbeitung, Fotografie und im Grafikdesign allgemein als anerkannter Qualitätsstandard für farbkritische Anwendungen.

Der neue Feinkalibrierungs-Modus verbessert diesen Wert auf durchschnittlich Delta E00 0,83. Damit unterschreitet SpyderPro die Schwelle von Delta E00 1,0, ab der Farbabweichungen für das menschliche Auge nicht mehr wahrnehmbar sind. Ein solches Niveau wird üblicherweise mit High-End-Referenzmonitoren und professionellen Proofing-Workflows in Verbindung gebracht.

Wie funktioniert die Feinkalibrierung (Deep Calibration)?

Der neue Kalibriermodus nutzt eine deutlich höhere Anzahl von Messpunkten über die gesamte Graustufenskala hinweg. Dadurch können Farbabweichungen wesentlich präziser erkannt und korrigiert werden.

Besonders profitieren Anwender von:

  • einer verbesserten Rot-Grün-Neutralität
  • einem reduzierten Blau-Gelb-Farbstich
  • einer höheren Weißpunktgenauigkeit
  • einer verbesserten Graustufenpräzision
  • saubereren Schattenbereichen
  • einem umfangreichen Kalibrierbericht

In umfangreichen Vergleichstests mit unterschiedlichsten Displays, darunter OLED-, Mini-LED-, XDR- und klassische LED-LCD-Monitore unter Windows und macOS, konnten im Feinkalibrierungs-Modus auf allen getesteten Displays Verbesserungen erzielt werden. Im Durchschnitt wurde die Graustufen-Genauigkeit um 30 % gesteigert. Einzelne Displays erreichten sogar Verbesserungen von mehr als 50 %.

Geschwindigkeit oder maximale Präzision? Die Wahl liegt beim Anwender.

Mit der Einführung des Feinkalibrierungs-Modus bietet der SpyderPro nun zwei Kalibrierungsmodi für unterschiedliche Anforderungen:

Standard Calibration

  • Professionelle Farbgenauigkeit
  • Durchschnittlich Delta E 1,26
  • Schnelle Kalibrierung

Deep Calibration

  • Erweiterte Messmethodik mit deutlich mehr Messpunkten
  • Durchschnittlich Delta E 0,83
  • Rund 30 % höhere Genauigkeit

Damit können Anwender flexibel entscheiden, ob sie besonders schnell zu einem bereits hervorragenden Ergebnis gelangen möchten oder die maximale Farbpräzision für anspruchsvollste Workflows benötigen.

Kostenloses Upgrade für bestehende SpyderPro-Kunden

Das Upgrade mit dem neuen Feinkalibrierungs-Modus steht bestehenden SpyderPro-Besitzern kostenlos zum Download zur Verfügung. Nutzer eines Spyder bzw. SpyderExpress können auf der Datacolor-Website auf SpyderPro upgraden und von den erweiterten Kalibrierungsmöglichkeiten profitieren.

Mit dem neuen Feinkalibrierungs-Modus unterstreicht Datacolor einmal mehr den Anspruch, bestehende Produkte kontinuierlich weiterzuentwickeln und Kunden auch nach dem Kauf durch leistungsfähige Software-Updates einen spürbaren Mehrwert zu bieten. Für Fotografen, Videografen, Content Creator, Designer und Druckvorstufenprofis eröffnet sich damit eine neue Stufe der Farbpräzision, die bislang nur mit deutlich kostspieligeren Referenzlösungen erreichbar war.

Haushaltsstrompreis fällt 2026 auf 37,0 Cent je Kilowattstunde: Was eine Stunde Bügeln im Herbst kostet und woran der Rückgang hängt

Bietigheim-Bissingen, 08.10.2026 (PresseBox) – Der Haushaltsstrompreis liegt im Jahr 2026 unter dem Wert des Vorjahres. Laut der Strompreisanalyse des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW), Datenstand August 2026, zahlt ein Haushalt mit 3.500 Kilowattstunden Jahresverbrauch in Neukundentarifen durchschnittlich 37,0 Cent je Kilowattstunde. Der Rückgang geht vor allem auf die Netzentgelte zurück, die um 1,7 Cent auf 9,2 Cent je Kilowattstunde gesunken sind. Für ein Bügeleisen mit der üblichen Leistung von 2.000 bis 2.500 Watt ergibt das im Oktober 2026 rund 74 bis 93 Cent je Stunde Dauerheizung. Welche Leistung ein Gerät tatsächlich braucht, erklärt ein Erläuterung der sinnvollen Wattzahl eines Bügeleisens im Fachportal der Provimedia GmbH.

Der BDEW-Durchschnitt bildet Tarife ab, die zum Berechnungszeitpunkt abschließbar waren, gewichtet nach der Vertragsstruktur der Bundesnetzagentur. Bestehende Verträge und Sondertarife wie Wärmepumpen- oder Heizstrom bleiben außen vor. Der Grundpreis ist anteilig enthalten.

Warum der Strompreis 2026 trotz gestiegener Großhandelspreise sinkt

Der Rückgang hat vor allem eine politische Ursache. Nach Angaben des BDEW macht sich in den Netzentgelten der Zuschuss des Bundes zu den Übertragungsnetzentgelten bemerkbar. Die Kosten für Beschaffung und Vertrieb liegen mit 15,2 Cent je Kilowattstunde etwas niedriger als im Vorjahr, Steuern, Abgaben und Umlagen bleiben mit 12,6 Cent unverändert. Der Anstieg der Großhandelspreise infolge des Iran-Kriegs spiegelt sich dem Verband zufolge bisher nicht nennenswert in den Neutarifpreisen wider.

Die Zusammensetzung zeigt, wie wenig der Verbraucher selbst beeinflusst. Beschaffung und Vertrieb machen 41,0 Prozent des Preises aus, Netzentgelte 25,0 Prozent und Steuern, Abgaben und Umlagen 34,0 Prozent. Allein die Mehrwertsteuer schlägt laut BDEW mit 5,91 Cent je Kilowattstunde zu Buche, die Stromsteuer mit 2,05 Cent.

Was das Statistische Bundesamt für den August 2026 misst

Die amtliche Preisstatistik bestätigt die Richtung. Laut der Pressemitteilung Nummer 320 des Statistischen Bundesamts vom 10. September 2026 kostete Strom im August 2026 um 5,5 Prozent weniger als im August 2025. Haushaltsenergie insgesamt verbilligte sich um 0,7 Prozent, weil auch Erdgas mit minus 2,9 Prozent und Fernwärme mit minus 1,0 Prozent günstiger wurden. Leichtes Heizöl verteuerte sich dagegen um 49,6 Prozent, fällt bei den Konsumausgaben aber kaum ins Gewicht.

Die Gesamtinflation lag laut derselben Mitteilung im August 2026 bei 2,9 Prozent. Strom gehört damit zu den wenigen Posten im Warenkorb, die gegen den Trend billiger geworden sind. Das Statistische Bundesamt führt die rückläufigen Preise bei Strom, Erdgas und Fernwärme teilweise auf die seit Jahresbeginn umgesetzten Maßnahmen der Bundesregierung zurück.

Wie viel eine Stunde Bügeln bei 37,0 Cent tatsächlich kostet

Die Leistungsaufnahme eines Bügeleisens steht auf dem Typenschild, die Kosten je Stunde ergeben sich aus Leistung mal Strompreis.

Drei Leistungsklassen zeigen die Spanne bei 37,0 Cent je Kilowattstunde:

  • Reisebügeleisen mit 1.000 Watt: 37 Cent je Stunde Dauerheizung
  • Dampfbügeleisen mit 2.400 Watt: rund 89 Cent je Stunde Dauerheizung
  • Dampfbügelstation mit 3.000 Watt: 1,11 Euro je Stunde Dauerheizung

Die Werte sind Obergrenzen. Das Thermostat schaltet die Heizung ab, sobald die Sohle ihre Solltemperatur erreicht hat; im Betrieb heizt ein Bügeleisen deshalb nur einen Teil der Zeit. Wer die Wäsche leicht feucht bügelt und nach Temperatur sortiert, verkürzt die Heizphasen weiter; wie das im Alltag gelingt, zeigt die Sammlung zu energiesparenden Bügelmethoden desselben Portals.

Wo Haushalte beim Tarif noch Spielraum haben

Der Preis hängt vom Vertrag ab, nicht nur vom Markt. Laut der Vertragsstruktur der Bundesnetzagentur, die der BDEW seiner Analyse zugrunde legt, liefen 2024 bundesweit 78 Prozent der Haushaltsverträge als Tarifprodukte und 22 Prozent in der Grundversorgung. Die Grundversorgung ist meist der teurere Tarif, und der Wechsel ist fast überall möglich. Nach Angaben der Bundesnetzagentur beliefern in 95 Prozent der Netzgebiete mehr als 20 verschiedene Lieferanten Stromkunden, in 91 Prozent sogar mehr als 50.

„Beim Bügeleisen entscheidet nicht die Wattzahl über die Stromrechnung, sondern der Tarif dahinter. Wer noch in der Grundversorgung steckt, zahlt für jede Stunde Bügeln mehr, als das Gerät je einsparen könnte“, sagt Alexander Weipprecht, Geschäftsführer der Provimedia GmbH.

Welche Preise im Herbst 2026 noch offen sind

Die BDEW-Zahl beschreibt den bisherigen Jahresverlauf, nicht das ganze Jahr. Ob der gestiegene Großhandelspreis im Winterhalbjahr in die Neukundentarife durchschlägt, zeigt erst die nächste Fortschreibung der Analyse. Die halbjährliche Auswertung des Statistischen Bundesamts für das erste Halbjahr 2026 erfasst anders als der BDEW auch bestehende Verträge und liefert damit die Gegenprobe zum Neukundenwert.

Für den Bügelalltag bleibt die Rechnung einfach: Bei 37,0 Cent je Kilowattstunde kostet eine Stunde mit einem 2.400-Watt-Gerät höchstens 89 Cent, in der Praxis deutlich weniger. Der größere Hebel liegt im Vertrag, nicht in der Steckdose.

Büromöbelindustrie verliert im ersten Halbjahr 2026 5,6 Prozent Umsatz: 718 Millionen Euro, Inland minus 8,5 Prozent, Ausland plus 5 Prozent

Bietigheim-Bissingen, 07.10.2026 (PresseBox) – Die Hersteller von Büro- und Objektmöbeln in Deutschland haben ein weiteres schwaches Halbjahr hinter sich. Laut dem Industrieverband Büro und Arbeitswelt (IBA) vom 25. August 2026 lag der Gesamtumsatz der Branche im ersten Halbjahr 2026 bei rund 718 Millionen Euro, 5,6 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Der Inlandsmarkt gab um 8,5 Prozent nach, das Auslandsgeschäft wuchs um 5,0 Prozent. Zum Ende des Berichtszeitraums drehte das Vorzeichen: Im Juni 2026 lag der Monatsumsatz 7,8 Prozent über dem Vorjahreswert. Für Unternehmen, die eine Neueinrichtung seit Jahren vor sich herschieben, wird die Planung damit wieder zum Thema; eine Anleitung zur Planung einer neuen Büroeinrichtung ordnet die Schritte von der Flächenanalyse bis zur Möbelauswahl.

Der Verband mit Sitz in Wiesbaden vertritt die Hersteller von Büro- und Objektmöbeln sowie von Akustik-, Licht- und weiteren Ausstattungslösungen. Seine Halbjahreszahlen beruhen nach eigenen Angaben auf aktuellen Erhebungen des Verbands und stehen im Kontext einer Gesamtwirtschaft, die von Strukturkrisen in zentralen Branchen und anhaltender Investitionszurückhaltung geprägt ist.

Wo die Büromöbelindustrie seit 2025 Umsatz verliert

Das Halbjahresminus setzt einen Rückgang fort, der schon das Vorjahr geprägt hat. Nach Angaben des IBA vom 19. Februar 2026 erzielte die Branche im Jahr 2025 einen Gesamtumsatz von rund 2,2 Milliarden Euro und lag damit 8,8 Prozent unter dem Vorjahr. Das Inlandsgeschäft ging 2025 um 10,3 Prozent zurück, der Auslandsumsatz um 2,8 Prozent. Die durchschnittliche Beschäftigtenzahl sank um 2,9 Prozent, die geleisteten Arbeitsstunden um 5,5 Prozent.

Die Verluste verteilen sich ungleich. Laut dem Verband erwiesen sich Hersteller als robuster, die neben klassischem Büromobiliar auch Einrichtungen für Bildung, Gesundheitswesen oder projektbezogene Objektmöblierung anbieten und in mehreren Märkten aktiv sind. Statt eines flächendeckenden Stellenabbaus setzten viele Unternehmen 2025 auf das Auslaufen befristeter Verträge, natürliche Fluktuation und Zurückhaltung bei Neueinstellungen.

Warum das Exportgeschäft die Halbjahresbilanz stützt

Der Auslandsumsatz ist im ersten Halbjahr 2026 der einzige wachsende Posten. Nach Angaben des IBA stieg die Exportquote der Büromöbelhersteller auf 23,9 Prozent; im Jahr 2025 hatte sie sich bereits von 20,5 auf 21,9 Prozent erhöht. Bei einem Inlandsminus von 8,5 Prozent und einem Auslandsplus von 5,0 Prozent verschiebt sich das Gewicht der Branche Schritt für Schritt in Richtung Export, ohne dass der Heimatmarkt seine Rolle als Hauptabsatzgebiet verliert.

Der Verband deutet die Juni-Zahlen vorsichtig. Neben dem Umsatzplus von 7,8 Prozent im Monatsvergleich zeigte sich laut IBA auch der Auftragseingang etwas stabiler. Zugleich stieg der ifo-Geschäftsklimaindex im Juli 2026 zum dritten Mal in Folge auf 86,6 Punkte, getragen von besseren Erwartungen, nicht von einer besseren Lageeinschätzung. Ob daraus ein nachhaltiger Trend wird, ließ der Verband ausdrücklich offen.

„Ein Juni mit acht Prozent Plus nach achtzehn Monaten Rückgang ist kein Aufschwung, sondern ein aufgestauter Bedarf, der sich einen Spalt öffnet. Wer jetzt Büroflächen neu plant, trifft auf Hersteller mit freien Kapazitäten und kurzen Lieferzeiten“, sagt Alexander Weipprecht, Geschäftsführer der Provimedia GmbH.

Welche Rolle die Weiternutzung gebrauchter Büromöbel bekommt

Die Branche investiert trotz der Lage in Kreislaufkonzepte. Nach Angaben des IBA steht mit der Plattform newen seit April 2026 erstmals eine digitale Infrastruktur bereit, über die Unternehmen bereits genutztes Inventar strukturiert zurückführen können. Ergänzend hat der Verband ein Nachhaltigkeitsstatement zur Kreislauffähigkeit und ein Statement zur Bilanzierung von Treibhausgasemissionen formuliert. Für die Planungs-, Vertriebs- und Serviceprozesse entwickelt er den OFML-Standard (Office Furniture Modeling Language) weiter, ein Datenformat für die Konfiguration von Büromöbeln.

Für Einkäufer verschiebt sich damit die Frage von der Anschaffung zur Bewertung. Wer neue Arbeitsplätze ausschreibt, verlangt zunehmend Nachweise zu Herkunft, Materialien und Rücknahme. Ein Leitfaden zu Nachhaltigkeitszertifikaten für Büromöbel in Ausschreibungen erklärt, welche Siegel es gibt, was sie prüfen und wie sich Kriterien für Lieferanten formulieren lassen.

Was die Orgatec Ende Oktober 2026 für die Branche bedeutet

Die Hersteller setzen auf die Leitmesse als Impuls. Die Orgatec, die internationale Messe für Arbeitswelten und Objekteinrichtung, findet laut IBA vom 27. bis 30. Oktober 2026 in Köln statt; der Verband richtet dort erneut das Wherever Whenever Work Culture Festival aus, das Architekten, Planer, Personalverantwortliche und Unternehmensvertreter zusammenbringt. Der IBA-Vorsitzende Helmut Link sieht nach Verbandsangaben einen erheblichen Nachholbedarf an modernen Büroumgebungen, weil viele Kunden die Neugestaltung ihrer Büros in den vergangenen Jahren aufgeschoben haben.

Die Halbjahresmeldung des Verbands lässt sich in sechs Werten zusammenfassen:

  • Gesamtumsatz Januar bis Juni 2026: rund 718 Millionen Euro, minus 5,6 Prozent
  • Inlandsumsatz: minus 8,5 Prozent
  • Auslandsumsatz: plus 5,0 Prozent
  • Exportquote: 23,9 Prozent nach 21,9 Prozent im Gesamtjahr 2025
  • Monatsumsatz Juni 2026: plus 7,8 Prozent zum Vorjahresmonat
  • Gesamtumsatz 2025: rund 2,2 Milliarden Euro, minus 8,8 Prozent

Für Unternehmen, die im Herbst 2026 über neue Flächen entscheiden, ergibt sich aus den Zahlen ein günstiger Zeitpunkt. Die Hersteller haben Kapazitäten frei, und die Messe zeigt Ende Oktober das Angebot gebündelt. Ob die Orgatec den erhofften Schub bringt, wird die Jahresbilanz des Verbands im Februar 2027 zeigen.

ICY BOX® fordert seine Nutzer im selbst programmierten, spannenden Halloween Text Adventure raus

Ahrensburg, 06.10.2026 (PresseBox) – Auf einen Blick:

  • Interaktives Text Adventure rund um ICY BOX®, eingebettet in das Thema Halloween
  • Das Text Adventure behandelt alle 7 Produktkategorien von ICY BOX®: Speicher, Klonstationen, RAID-Systeme, DockingStations, Hubs, Workspace und Zubehör
  • Spieler müssen sich in die Produktwelt von ICY BOX® einlesen, um das Spiel erfolgreich zu beenden
  • 30+ Arbeitsstunden zur Ideenfindung, Copywriting, Recherche und Programmierung

Der Mehrwert für die Besucher

Zahllose Marken spulen ihr Programm zu Halloween ab: ein Online Banner, eine Landing Page, ein Social Media Post. ICY BOX® sagt sich dieses Jahr: da geht mehr. Und hat kurzerhand ein eigenes Text Adventure geschrieben und programmiert. Thematisch sowohl in die Branche PC-Hardware als auch in Halloween eingebetten: eine echte PC-Gruselgeschichte also.

Tiefes Produktverständnis oder sehr viel Glück erforderlich, um das Spiel zu meistern

Wer die Horrorstory erfolgreich beenden möchte, muss entweder tief in die ICY BOX® Produktwelt eintauchen – oder einfach sehr viel Glück haben. Das Spiel ist nach dem Multiple Choice Prinzip aufgebaut, wobei es immer mindestens zwei Auswahlmöglichkeiten gibt. Und immer mindestens eine Antwort richtig ist. Trifft der Spieler die falsche Entscheidung heißt es GAME OVER und er muss von vorne beginnen.

Zig Stunden Arbeit, bevor das Ergebnis spielbar ist

Nach einer Konzeptphase – in der auch eine Graphic Novel zur Debatte stand – fing die Marketingabteilung an, das Text Adventure zu schreiben. Klar war dabei: es muss mindestens 5 Fragen geben und jede Produktkategorie muss mindestens einmal behandelt werden. Insgesamt flossen weit mehr als 30 Arbeitsstunden in die Konzeptphase, der Freigabe, den Feinschliff und letztlich der Programmierung.

"Ich bin vom Gamification-Ansatz schon immer überzeugt gewesen", setzt Global Lead Marketing Tristan Grewe an und ergänzt: "Durch unser Halloween Text Adventure können unsere Nutzer neue Produkte entdecken. Und sich mit der Technik hinter den Produkten auseinandersetzen. So lernen sie spielerisch etwas neues hinzu."

Das Text Adventure ist ab sofort auf Deutsch und Englisch bis einschließlich zum 2. November 2026 auf der ICY BOX® Website aufrufbar.

Gewicht im Blick: Worauf Verbraucher beim Kauf einer Personenwaage achten sollten

München, 06.10.2026 (PresseBox) – Ob zur regelmäßigen Gewichtskontrolle, beim Abnehmen oder zur Unterstützung sportlicher Ziele: Personenwaagen gehören in vielen Haushalten zur Standardausstattung. Neben den klassischen digitalen Modellen gibt es inzwischen auch Körperanalysewaagen, die zusätzlich zum Gewicht Werte wie Körperfett, Muskelmasse oder Körperwasser anzeigen. Welche Kriterien bei der Auswahl wichtig sind, erklärt Alexander Mahrla, Produktexperte bei TÜV SÜD.

Die passende Waage auswählen

Vor dem Kauf sollte zunächst geklärt werden, welche Funktionen tatsächlich benötigt werden.

Wer lediglich sein Körpergewicht kontrollieren möchte, ist mit einer klassischen Personenwaage meist gut beraten. Digitale Modelle bieten in der Regel eine leicht ablesbare Anzeige und eine feinere Anzeige der Gewichtswerte, während mechanische Waagen ohne Stromversorgung auskommen. Bei digitalen Modellen erfolgt die Energieversorgung zudem meist über Batterien. Daneben gibt es Geräte mit wiederaufladbarem Akku oder Solarzellen.

Viele Personenwaagen haben eine Mindestlast von wenigen Kilogramm und sind für eine maximale Belastung von bis zu 180 Kilogramm ausgelegt. „Mindestgewicht und maximale Tragkraft sollten zu den vorgesehenen Personen passen“, empfiehlt Mahrla. Dies ist besonders relevant, wenn die Waage auch für kleine Kinder oder Haustiere verwendet werden soll. Dabei ist zu beachten, dass nicht jede Personenwaage für die zuverlässige Gewichtsmessung von Babys oder Tieren geeignet ist.

Je nach gewünschter Nutzung können weitere Funktionen sinnvoll sein. Dazu zählen eine automatische Ein- und Ausschaltung, Speicherplätze für mehrere Personen oder spezielle Funktionen zur Ermittlung des Gewichts von Babys oder Haustieren. Einige Waagen  ermöglichen zudem die Auswahl verschiedener Gewichtseinheiten wie Kilogramm, Pfund oder Stone.

Messgenauigkeit und richtiger Standort

Personenwaagen zeigen das Gewicht meist in Schritten von 100 Gramm an. Für vergleichbare Ergebnisse spielen Technik und Anwendung eine wichtige Rolle. Das Gerät sollte auf einem festen, ebenen Untergrund stehen. Weiche Böden wie Teppiche können das Messergebnis verfälschen. Für möglichst vergleichbare Messwerte empfiehlt es sich außerdem, die Waage stets am gleichen Standort und möglichst unter ähnlichen Bedingungen zu verwenden.

Analysewaagen richtig einordnen

Körperanalysewaagen ermitteln neben dem Gewicht auch den Körperfett-, Muskel- oder Wasseranteil. Dazu wird meist ein schwacher, nicht wahrnehmbarer Strom durch den Körper geleitet und auf Basis des gemessenen Widerstands ein Wert berechnet. „Solche Angaben können zur Orientierung und zur Beobachtung von Veränderungen dienen. Eine medizinische Messung ersetzen sie jedoch nicht“, erklärt der Produktexperte. Die Ergebnisse können je nach Gerät, Messzeitpunkt, Flüssigkeitshaushalt und weiteren Faktoren variieren. Die angezeigten Werte sind Schätzungen und eignen sich vor allem dazu, Entwicklungen bei gleichbleibenden Messbedingungen zu beobachten.

Personen mit Herzschrittmachern oder anderen implantierten medizinischen Geräten sollten die Hinweise des Herstellers beachten, da die Körperanalysefunktion nicht für alle Nutzergruppen geeignet ist.

Smarte Funktionen: sinnvoll oder verzichtbar?

Viele moderne Waagen lassen sich per Bluetooth oder WLAN mit einer App verbinden. Dort können die Messwerte gespeichert und über einen längeren Zeitraum dargestellt werden. Das kann praktisch sein, wenn verschiedene Messgrößen oder Entwicklungen dokumentiert werden sollen.

Wenn die Waage von mehreren Personen verwendet wird, sollte geprüft werden, ob sich verschiedene Profile anlegen lassen und ob das Gerät diese automatisch erkennt. Vor dem Kauf lohnt es sich, einen Blick darauf zu werfen, welche Daten die App erfasst, wo diese gespeichert werden und welche Berechtigungen erforderlich sind. Ebenso relevant ist, ob die Waage auch ohne App funktioniert. Bei der Nutzung von Cloud-Diensten ist zudem interessant, ob sich gespeicherte Daten bei Bedarf löschen lassen. 

Auf sicheren Stand achten

Eine ausreichend große, rutschhemmende Trittfläche trägt dazu bei, dass die Waage sicher genutzt werden kann. Besonders im Badezimmer ist es wichtig, dass sie auf einem trockenen, festen und ebenen Untergrund steht. Die Waage sollte mit trockenen Füßen betreten und entsprechend den Herstellerangaben verwendet werden. Bei Modellen mit Glasoberfläche sollte auf eine robuste Ausführung geachtet werden. Idealerweise ist auch die Angabe zum verwendeten Sicherheitsglas vorhanden.

Orientierung bieten anerkannte Prüfzeichen wie das GS-Zeichen für Geprüfte Sicherheit oder das blaue TÜV SÜD-Oktagon. Das GS-Zeichen steht für die geprüfte Sicherheit eines Produkts und wird von unabhängigen, dafür zugelassenen Prüfstellen wie TÜV SÜD vergeben. Auch das Oktagon gibt Verbrauchern einen Hinweis auf die Prüfung eines Produkts durch TÜV SÜD.

Weitere Informationen gibt es HIER.