Seite wählen

Reparaturbonus für Wäschetrockner: Sachsen erstattet bis zu 200 Euro je Reparatur, Thüringen hat sein Programm beendet, der Bund prüft noch

Bietigheim-Bissingen, 31.10.2026 (PresseBox) – Wer im Herbst 2026 einen defekten Wäschetrockner reparieren lässt, findet einen staatlichen Zuschuss nur in einzelnen Ländern wie Sachsen. Sachsen erstattet nach seiner seit Februar 2026 geltenden Förderrichtlinie die Hälfte der Rechnung, höchstens 200 Euro je Reparatur. Thüringen hat seinen Zuschuss zum Jahresende 2025 auslaufen lassen, in Berlin sind die Mittel aufgebraucht. Ob sich ein Defekt überhaupt beheben lässt, grenzt der Leitfaden zur Fehlersuche am Wäschetrockner des Fachportals der Provimedia GmbH aus Bietigheim-Bissingen ein.

Einen bundesweiten Zuschuss für Reparaturen gibt es bisher nicht. Der Bundesrat hat im Mai 2026 gebeten, im weiteren Gesetzgebungsverfahren finanzielle Anreize für Verbraucherinnen und Verbraucher zu prüfen, etwa einen nationalen Reparaturbonus und steuerliche Vergünstigungen für Reparaturdienstleistungen. Der Bundestag hat am 25. Juni 2026 einen ähnlichen Prüfauftrag beschlossen.

Womit Sachsen die Reparatur eines Wäschetrockners bezuschusst

Der Wäschetrockner steht auf der Liste der förderfähigen Geräte, die die Sächsische Aufbaubank (SAB) als Bewilligungsstelle veröffentlicht, getrennt vom kombinierten Waschtrockner. Antragsberechtigt sind Erwachsene mit Hauptwohnsitz in Sachsen.

Die Förderrichtlinie des sächsischen Wirtschaftsministeriums gilt seit dem 13. Februar 2026. Gefördert werden nach Richtlinie und Aufbaubank nur erfolgreiche Reparaturen mit nachgewiesener Bezahlung; andere Fördermittel für dieselbe Maßnahme schließt die Richtlinie aus. Unter anderem regelt sie folgende Punkte:

  • die Hälfte der Reparaturrechnung, höchstens 200 Euro je Reparatur
  • ein Rechnungsbetrag von mindestens 115 Euro einschließlich Umsatzsteuer
  • bis zu zwei geförderte Reparaturen je Person und Jahr
  • eine Reparatur durch einen gelisteten Betrieb, durchgeführt seit dem 2. Oktober 2025
  • ein Antrag nach Abschluss der Reparatur, eingereicht bis zum 1. Dezember des jeweiligen Jahres

Den Mindestbetrag hat das Ministerium beim Neustart im November 2025 von 75 auf 115 Euro angehoben. Als Budget nannte das Ministerium rund vier Millionen Euro aus dem Klimafonds Sachsen. Ob eine Trocknerreparatur oberhalb dieser Schwelle wirtschaftlich ist, ordnet die Abwägung von Reparaturkosten und Nutzwert beim Trockner ein.

Einen Rechtsanspruch auf den Zuschuss gibt es in Sachsen nicht. Liegen mehr Anträge vor, als bewilligt werden können, entscheidet laut Richtlinie die Reihenfolge, in der die vollständigen Anträge mit Unterlagen eingehen.

Wie viel eine geförderte Reparatur in Thüringen im Durchschnitt kostete

Wie stark ein solcher Zuschuss nachgefragt wird, zeigt der Sachbericht der Verbraucherzentrale Thüringen zum letzten Programmjahr. Laut dem im Februar 2026 vorgelegten Bericht gingen zwischen dem 16. Juni und dem 31. Dezember 2025 insgesamt 11.570 Anträge ein. Bewilligt wurden 10.383 Anträge mit zusammen fast 784.000 Euro.

Eine Reparatur kostete in Thüringen im Durchschnitt 183 Euro, gezählt wurden dabei nur Rechnungen ab 50 Euro. Ausgezahlt wurden im Mittel 76 Euro je bewilligtem Antrag, die Obergrenze lag bei 100 Euro je Person und Jahr.

Im Sachbericht für das Programmjahr 2024 hat die Verbraucherzentrale Wäschetrockner als eigene Gerätegruppe ausgewiesen. Damals wurden 173 von 190 Anträgen für Trocknerreparaturen bewilligt, eine solche Reparatur kostete im Durchschnitt 205 Euro und damit mehr als der Durchschnitt aller Geräte von 182 Euro. Nach Angaben der Verbraucherzentrale wurden in fünf Programmjahren rund 50.000 Anträge bewilligt.

Warum ein bundesweiter Reparaturbonus vorerst ein Prüfauftrag bleibt

Der Bundesrat hat sich in seiner 1065. Sitzung mit dem Gesetzentwurf der Bundesregierung zur Reparatur von Waren befasst. In seiner Stellungnahme bittet er, finanzielle Anreize für Verbraucherinnen und Verbraucher zu prüfen, etwa Zuschüsse in Form eines nationalen Reparaturbonus. Begründet wird das damit, dass die hohen Kosten einer Reparatur im Vergleich zur Neuanschaffung überwiegen.

Der Bundestag hat den Gesetzentwurf zur Förderung der Reparatur von Waren am 25. Juni 2026 angenommen und zugleich eine Entschließung verabschiedet. Gemäß dieser Entschließung soll die Bundesregierung nationale Fördermaßnahmen prüfen, ausdrücklich auch eine Senkung der Mehrwertsteuer auf Reparaturdienstleistungen und einen unternehmensfinanzierten Reparaturbonus nach dem Vorbild Frankreichs. Am Ergebnis der Prüfung soll sie den Bundestag teilhaben lassen.

Welche Stellen bis zum Jahresende 2026 über den Zuschuss entscheiden

In Berlin sind die Mittel des im September 2024 gestarteten Programms nach Angaben der Senatsverwaltung aufgebraucht; gefördert wurden dort über 14.000 Reparaturen. Die Investitionsbank Berlin will auf ihrer Programmseite informieren, wenn das Programm 2026 fortgesetzt werden soll; am 15. Oktober 2026 stand dort keine solche Ankündigung. In Sachsen gilt die Förderrichtlinie bis zum 30. September 2030, bewilligt wird jeweils im Rahmen der verfügbaren Haushaltsmittel.

„Bei einem defekten Wäschetrockner entscheidet selten der Schaden über das Ende des Geräts, sondern der Kostenvoranschlag. Ein Zuschuss, der an der Landesgrenze endet, macht diese Rechnung zu einer Frage des Wohnorts“, sagt Alexander Weipprecht, Geschäftsführer der Provimedia GmbH.

In Sachsen endet die Frist für Anträge des laufenden Jahres nach der Richtlinie am 1. Dezember 2026. Wer einen Trockner reparieren lassen will, prüft vor dem Auftrag, ob der Betrieb auf der Liste der teilnehmenden Reparaturunternehmen der Aufbaubank steht. Auf Bundesebene hängt der nächste Schritt davon ab, welches Prüfergebnis die Bundesregierung dem Bundestag vorlegt.

Die Angaben geben den am 15. Oktober 2026 abgerufenen Stand der Förderrichtlinie Reparaturbonus/2025, der SAB-Programmseite und Geräteliste, der Drucksachen Bundesrat 182/26 (B) und Bundestag 21/6693 samt Plenarbeschluss wieder und sind keine Rechtsberatung. Ob eine einzelne Trocknerreparatur förderfähig ist, entscheidet im Einzelfall die Bewilligungsstelle.

Renaud und Gautier Capuçon mit Brahms’ Doppelkonzert in der Philharmonie Essen

Renaud und Gautier Capuçon mit Brahms’ Doppelkonzert in der Philharmonie Essen

Essen, 30.10.2026 (lifePR) – Musikalisch sind sie Frankreichs bekanntestes Geschwisterpaar: Am Sonntag, 08. November 2026, um 17:00 Uhr sind Renaud und Gautier Capuçon mit dem Orchestre Philharmonique de Radio France unter der Leitung ihres Chefdirigenten Jaap van Zweden in der Philharmonie Essen zu Gast. Die Capuçon-Brüder sind ein bisschen wie Popstars der Klassik. Und auch künstlerisch passt zwischen Renaud, den Geiger, und Gautier, den Cellisten, kein Blatt. Das führt zu außergewöhnlichen Konzerterlebnissen. Beide betrachten die Romantik als ihre musikalische Heimat. Und so wird es ein Glücksfall, wenn die zwei Brüder in Essen das Doppelkonzert von Johannes Brahms aufführen. Französisch auch das Orchester: Das Orchestre Philharmonique de Radio France ist die Nummer eins unter den Rundfunkorchestern im Nachbarland. Um den Frankreich-Schwerpunkt zu komplettieren, erklingt im zweiten Teil des Konzerts die „Symphonie fantastique“ von Hector Berlioz.

Johannes Brahms’ Doppelkonzert diente unter anderem der künstlerischen Versöhnung zwischen Brahms und dem Geiger Joseph Joachim, mit dem er jahrelang zerstritten war. Clara Schumann nannte es deshalb ein „Versöhnungswerk“. Das Werk besticht durch klassische Klarheit, lyrische Melodien und feine Dialoge zwischen Violine und Violoncello. Die „Symphonie fantastique“ gilt als ein Meisterwerk der Romantik. Der knapp 27-jährige Komponist begründete damit eine neue Art von Programmmusik. Das weltbekannte Stück schildert in fünf Sätzen die Liebe und den Liebeskummer eines jungen Künstlers, die ihn bis in düstere Visionen führen.

Karten (€ 25,00-85,00 Euro) sind erhältlich im TicketCenter der TUP, II. Hagen 2 (Mo 10:00-16:00 Uhr; Di-Fr 10:00-17:00 Uhr; Sa 10:00-14:00 Uhr), an der Kasse des Aalto-Theaters, Opernplatz 10 (Di-Sa 13:00-18:00 Uhr), telefonisch unter 0201 81 22-200 sowie online unter www.theater-essen.de.

Flohmittel für Hunde und Katzen als wahrscheinlichste Quelle: Fipronil überschreitet in Schweizer Fließgewässern das Qualitätskriterium

Bietigheim-Bissingen, 30.10.2026 (PresseBox) – Unter den Pestiziden verursachte Fipronil im Messjahr 2022 in Schweizer Bächen die meisten Überschreitungen des Qualitätskriteriums. Als wahrscheinlichste Quelle gelten Flohmittel für Hunde und Katzen. Das Wasserforschungsinstitut Eawag berichtete am 15. Januar 2026 über eine gemeinsame Auswertung mit der Plattform Wasserqualität des Verbands Schweizer Abwasser- und Gewässerschutzfachleute. Grundlage sind das nationale Fließgewässermonitoring und eine eigene Messkampagne; die Fachveröffentlichung dazu erschien 2025 in der Zeitschrift Aqua & Gas. Wo Wirkstoffe aus einem Halsband im Alltag überhaupt hingelangen, ordnet das Fachportal der Provimedia GmbH aus Bietigheim-Bissingen in seiner Einordnung zum Wirkstoffkontakt bei Mensch und Tier ein.

Fipronil gehört zur Gruppe der Phenylpyrazole und wirkt gegen Flöhe und Zecken. Nach Angaben der Eawag ist Fipronil in der Schweiz seit 2014 nicht mehr als Pflanzenschutzmittel zugelassen; die Zulassung von Biozidprodukten wurde 2023 zurückgezogen, die Abverkaufsfrist lief bis längstens Januar 2026. Als Tierarzneimittel für Heimtiere war der Wirkstoff im Januar 2026 weiterhin zugelassen.

Sechs Messwerte zeigen, wie stark Fipronil die Bäche belastet

Die Auswertung stützt sich auf Messungen, die den Stoff erstmals in der Größenordnung der ökotoxikologisch bedeutsamen Konzentrationen erfassen. Sechs Kennwerte trägt die Veröffentlichung in Aqua & Gas zusammen. Das chronische ökotoxikologische Qualitätskriterium für Fipronil liegt bei 0,77 Nanogramm je Liter. Herangezogen wurden 23 Messstellen des nationalen Monitorings, die von 2021 bis 2023 eine Bestimmungsgrenze von 0,5 Nanogramm je Liter oder besser erreichten. In zehn Gewässern wurden 2022 zwischen März und Oktober 100 Überschreitungen des Kriteriums gezählt, 2023 waren es 74 in ebenfalls zehn Gewässern.

Als Tierarzneimittel für Heimtiere kamen 2022 und 2023 jährlich 16 bis 17 Kilogramm Fipronil in Verkehr, nach Angaben des Schweizerischen Heilmittelinstituts Swissmedic. Als Biozid gegen Ameisen und Schaben wurden für 2024 nur ein bis zehn Gramm gemeldet, ausgewertet durch das Bundesamt für Umwelt. Unterhalb einer Kläranlage lag die kumulative Fracht je Gewässer über die Messperiode bei fünf bis 20 Gramm; hochgerechnet gelangen so rund zehn Kilogramm im Jahr in die Gewässer der gesamten Schweiz.

Im Messjahr 2022 führte laut der Auswertung kein anderer Wirkstoff, der als Biozid, Tierarzneimittel oder Pflanzenschutzmittel zugelassen war, zu so vielen Überschreitungen wie Fipronil. In einzelnen Gewässern lag die Konzentration während der gesamten Messperiode ununterbrochen über dem Kriterium.

Der Weg in den Bach führt überwiegend durch die Kläranlage

Die Forschenden verglichen Gewässer mit und ohne gereinigtes Abwasser aus einer Kläranlage. Von den 23 beprobten Fließgewässern führen acht gereinigtes Abwasser, 15 nicht. Nach Angaben der Eawag gelangt Fipronil fortlaufend mit dem häuslichen Abwasser über Kläranlagen in die Gewässer; in kleinen Bächen ohne Kläranlage traten ökotoxikologisch relevante Konzentrationen nur in Einzelfällen auf.

Für den Alltag von Tierhaltern heißt das, dass der Eintrag nicht am Tier selbst endet.

Vom Tier bis in den Abfluss beschreibt die Auswertung vier Wege, auf denen der Wirkstoff das Haus verlässt:

  • Händewaschen nach dem Auftragen einer Spot-on-Lösung
  • Waschen oder Baden des behandelten Tieres
  • Reinigung von Textilien mit Wirkstoffresten, etwa Decken und Körbchen
  • direkter Eintrag, wenn ein behandeltes Tier in einem Gewässer badet

Welche Halsbänder ohne solche synthetischen Wirkstoffe auskommen, beschreibt das Fachportal in seiner Halsbändern mit pflanzlichen Wirkstoffen für Hunde und Katzen.

Für Tierarzneimittel legt die EU-Verordnung die Umweltprüfung in zwei Phasen an

Wer seit dem 28. Januar 2022 die Zulassung eines Tierarzneimittels beantragt, muss nach Artikel 8 Absatz 1 Buchstabe b der Verordnung (EU) 2019/6 technische Unterlagen nach Anhang II vorlegen. Anhang II Nummer II.3A6 verlangt eine Umweltverträglichkeitsprüfung, die potenziell schädliche Wirkungen beurteilt und nötige Vorsichtsmaßnahmen benennt. Für Generika nach Artikel 18 ist eine Umweltverträglichkeitsprüfung nur beizufügen, falls erforderlich. Die zuständige Behörde oder die Europäische Arzneimittel-Agentur kann Daten zu Umweltrisiken anfordern, wenn das Referenztierarzneimittel vor dem 1. Oktober 2005 zugelassen wurde.

Wo eine Umweltverträglichkeitsprüfung verlangt ist, besteht sie aus zwei Phasen. Die erste Phase ist dann in jedem Fall durchzuführen; sie behandelt unter anderem die Verabreichungsart, das wahrscheinliche Ausmaß eines direkten Eintritts in Umweltsysteme und die Beseitigung ungenutzter Tierarzneimittel. In der zweiten Phase sind nach den Leitlinien der Agentur weitere Untersuchungen zu Verhalten und Wirkungen auf besondere Ökosysteme erforderlich. Mittel für Hunde und Katzen erreichen diese zweite Phase nach einem Reflexionspapier der Agentur vom November 2023 bislang in der Regel nicht; das beruht auf Leitlinien, nicht auf dem Wortlaut der Verordnung. Im Juni 2025 hat der Tierarzneimittelausschuss der Agentur ein Konzeptpapier zur Konsultation gestellt, nach dem dieser Ansatz für bestimmte Mittel gegen Außenparasiten überprüft werden soll. Eine Leitlinie für eine darauf zugeschnittene zweite Phase soll nach dem dortigen Zeitplan Ende 2028 oder Anfang 2029 angenommen werden.

Die Autorinnen und Autoren der Auswertung halten fest, dass Daten zu Umweltkonzentrationen und Umweltverhalten von Tierarzneimitteln für Heimtiere weitgehend fehlen. Artikel 156 der Verordnung (EU) 2019/6 verpflichtete die Europäische Kommission, bis zum 28. Januar 2022 über eine Studie zu einem wirkstoffbasierten Prüfungssystem („Monographie“) und anderen Alternativen zur Umweltverträglichkeitsprüfung zu berichten. Den Bericht legte sie am 13. Januar 2023 vor; ein Monographiesystem oder eine der beiden darin vorgeschlagenen Alternativen einzuführen, hielt sie zum damaligen Zeitpunkt für verfrüht.

Weitere Wirkstoffe stehen für kommende Messkampagnen auf der Liste

Ob auch andere Wirkstoffe aus Antiparasitika für Heimtiere die Gewässer belasten, ist nach Angaben der Eawag Gegenstand künftiger Forschung. Genannt werden Pyrethroide wie Deltamethrin und Permethrin sowie Isoxazoline und Imidacloprid. Für einige dieser Stoffe fehlen Messdaten, weil die Analytik aufwendig ist. Bei anderen bleibt die Herkunft unklar, weil sie auch als Biozid oder Pflanzenschutzmittel eingesetzt werden. Die nächsten Auswertungen des nationalen Monitorings sind die Stelle, an der sich das zeigen wird.

„Die Zahlen sind kein Argument gegen Parasitenschutz, sondern eines für saubere Anwendung. Wer die Packungsbeilage liest und das behandelte Tier einige Tage nicht baden lässt, kann vermeidbaren Eintrag verringern. Das kostet nichts und schwächt den Schutz des Tieres nicht“, sagt Alexander Weipprecht, Geschäftsführer der Provimedia GmbH.

Für Hundehalter beginnt im Herbst 2026 die Zeit, in der Flöhe in beheizten Wohnungen aktiv bleiben, während die Zeckensaison ausklingt. Wer jetzt ein Präparat wählt, kann die Angaben zur Anwendung und zur Entsorgung im Beipackzettel gezielt vergleichen. Die Angaben zum EU-Recht geben eine allgemeine Information nach dem am 23. September 2026 abgerufenen Normwortlaut wieder und sind keine Rechtsberatung. Grundlage sind die Artikel 8, 18 und 156 sowie Anhang II der Verordnung (EU) 2019/6 in der konsolidierten Fassung vom 28. Januar 2022. Welches Mittel für ein bestimmtes Tier geeignet ist, klärt man am besten mit der Tierarztpraxis.

Lärmbelästigung durch Straßenverkehr: 67 Prozent fühlen sich gestört, 6 Millionen Menschen an kartierten Straßen leben nachts mit Pegeln ab 55 Dezibel

Bietigheim-Bissingen, 29.10.2026 (PresseBox) – Straßenverkehr ist in Deutschland die Lärmquelle, die die meisten Menschen stört. Nach der Umfrage des Umweltbundesamtes (UBA) aus dem Jahr 2024 fühlen sich 67 Prozent der Befragten in ihrem Wohnumfeld durch Straßenverkehr gestört oder belästigt. Nachbarn nennen 58 Prozent, Flugverkehr 38 Prozent, Schienenverkehr 23 Prozent. Die Lärmkartierung 2022 nach § 47c des Bundes-Immissionsschutzgesetzes (BImSchG) beziffert laut UBA-Zusammenstellung vom 24. April 2025 die Zahl der Menschen, die an Hauptverkehrsstraßen und in Ballungsräumen nachts Pegeln ab 55 Dezibel ausgesetzt sind, auf 6.001.800. Wer an einer solchen Straße schläft, greift oft zu Geräten, die einzelne Störgeräusche mit einem gleichmäßigen Rauschen überdecken. Wie das funktioniert und wo die Grenzen liegen, erklärt das Fachportal der Provimedia GmbH aus Bietigheim-Bissingen in seinem Beitrag über Geräuschmaskierung als Ergänzung zum baulichen Lärmschutz.

Die Europäische Umweltagentur (EEA) beziffert die Folgen in ihrem am 24. Juni 2025 veröffentlichten und am 27. März 2026 korrigierten Bericht zum Umgebungslärm in Europa. Rund 92 Millionen Menschen sind demnach Straßenverkehrslärm über 55 Dezibel im Tag-Abend-Nacht-Index ausgesetzt; etwa 4,6 Millionen leiden unter schweren Schlafstörungen durch Verkehrslärm.

Nach der UBA-Umfrage 2024 stört der Straßenverkehr zwei Drittel der Bevölkerung

Die repräsentative Erhebung 2024 des Umweltbundesamtes zur Lärmbelästigung umfasste 2.552 Personen ab 18 Jahren und ist Teil der Studie zum Umweltbewusstsein in Deutschland 2024. Beim Straßenverkehr nannten sich laut UBA 7 Prozent äußerst, 11 Prozent stark, 18 Prozent mittelmäßig und 31 Prozent etwas gestört oder belästigt; 33 Prozent fühlten sich überhaupt nicht gestört. Beim Nachbarschaftslärm lagen die Anteile bei 5, 8, 15 und 30 Prozent, beim Fluglärm bei 3, 5, 9 und 21 Prozent. Rund 41 Prozent der Bevölkerung waren 2024 gleichzeitig von Straßen-, Schienen- oder Fluglärm betroffen.

Wie viele Menschen nachts ab 55 Dezibel an kartierten Straßen leben

Die Lärmkartierung 2022 nach § 47c BImSchG ergibt für Straßenverkehrslärm bundesweit drei Kennzahlen.

  • 17,28 Millionen Menschen sind im Tag-Abend-Nacht-Index Pegeln ab 55 Dezibel ausgesetzt, 5,10 Millionen ab 65 Dezibel und 1,62 Millionen ab 70 Dezibel.
  • Nachts liegen 11,80 Millionen Menschen ab 50 Dezibel, 6,00 Millionen ab 55 Dezibel und 2,08 Millionen ab 60 Dezibel.
  • Nordrhein-Westfalen zählt mit 1,95 Millionen Menschen ab 55 Dezibel nachts die meisten Betroffenen, vor Bayern mit 702.200, Berlin mit 591.300 und Baden-Württemberg mit 583.400.

Ein gleichmäßiges Rauschen verändert diese Pegel nicht, es verschiebt die Wahrnehmung: Einzelne Ereignisse wie ein vorbeifahrender Lastwagen heben sich weniger vom Grundpegel ab. Welche Klangfarbe dafür geeignet ist, hängt von der Störquelle ab; die Unterschiede ordnet das Fachportal in seinem Vergleich von weißem und braunem Rauschen für den Schlaf ein.

Was § 47d BImSchG für die Lärmaktionsplanung vorsieht

Nach § 47d Absatz 1 BImSchG stellen die zuständigen Behörden für Ballungsräume, Hauptverkehrsstraßen und Haupteisenbahnstrecken Pläne auf, mit denen Lärmprobleme und Lärmauswirkungen geregelt werden. Die Festlegung der Maßnahmen steht in ihrem Ermessen, sollte aber insbesondere auf Prioritäten eingehen, die sich gegebenenfalls aus der Überschreitung relevanter Grenzwerte oder aufgrund anderer Kriterien ergeben. Nach Absatz 5 werden die Pläne bei bedeutsamen Entwicklungen für die Lärmsituation, ansonsten alle fünf Jahre nach ihrer Aufstellung überprüft und erforderlichenfalls überarbeitet. Die 2023 fällige Überprüfung war bis zum 18. Juli 2024 abzuschließen; rechnerisch steht die nächste reguläre Überprüfung für die 2024 aufgestellten Pläne 2029 an. Die Öffentlichkeit wird nach Absatz 3 zu den Vorschlägen gehört. Nach § 47a BImSchG gelten diese Regeln nicht für Nachbarschaftslärm und Lärm aus Wohnungen.

„Sechs Millionen Menschen mit Nachtpegeln ab 55 Dezibel sind ein Befund, den ein Aktionsplan nur langsam ändert. Bis die Lärmschutzwand steht, bleibt dem Einzelnen das Schlafzimmer: Fenster, Vorhang, Bettposition, und für manche ein Gerät, das die Nacht gleichmäßiger klingen lässt“, sagt Alexander Weipprecht, Geschäftsführer der Provimedia GmbH.

Wo Schlafgeräusche gegen Verkehrslärm helfen können und wo nicht

Geräte für Schlafgeräusche erzeugen ein breitbandiges Rauschen oder Naturklänge, die plötzliche Pegelsprünge kaschieren sollen. Sie ersetzen weder Schallschutzfenster noch eine Lärmschutzwand, denn der Schalldruck von außen bleibt gleich. Für Nachbarschaftslärm gilt dasselbe: Das Rauschen überdeckt Schritte oder Stimmen, dämmt sie aber nicht. Wer an einer der kartierten Hauptverkehrsstraßen wohnt, kann in der interaktiven Lärmkarte des Umweltbundesamtes nachsehen, welchem Nachtpegel die eigene Adresse zugeordnet ist. Daraus lässt sich ableiten, ob bauliche Maßnahmen oder eine Beteiligung an der örtlichen Lärmaktionsplanung näher liegen als ein Gerät auf dem Nachttisch.

Bis wann die nächsten Lärmkarten und Überprüfungen der Aktionspläne anstehen

Die nächsten Lärmkarten sind nach § 47c Absatz 1 BImSchG bis zum 30. Juni 2027 auszuarbeiten; die nächste reguläre Überprüfung der Aktionspläne nach § 47d Absatz 5 ergibt sich rechnerisch für 2029. Die Reihe „Umweltbewusstsein in Deutschland“ des Umweltbundesamtes erschien bisher im Zweijahresrhythmus; die nächste Erhebung dürfte 2026 laufen und 2027 vorliegen. Bis neue Lärmkarten vorliegen, bleibt es bei den Zahlen der Kartierung 2022: 6,0 Millionen Menschen, für die eine ruhige Nacht an kartierten Straßen nicht der Normalfall ist.

Die vorstehenden Angaben zur Lärmkartierung und Lärmaktionsplanung geben eine allgemeine Information nach dem am 23. September 2026 abgerufenen Normwortlaut der §§ 47a, 47c, 47d und 47e BImSchG wieder. Die Angaben sind keine Rechtsberatung; welche Maßnahmen ein Lärmaktionsplan vor Ort vorsieht, klärt sich bei der Gemeinde oder der nach Landesrecht zuständigen Behörde.

Running-Smartwatch „Aro“ von Hama

Monheim, 29.10.2026 (PresseBox) – Hama erweitert sein Sortiment im Bereich Wearables um eine neue Running-Smartwatch. Sie richtet sich an Laufbegeisterte und aktive Sportlerinnen und Sportler, die ihre Trainingsdaten präzise erfassen und ihre Performance gezielt verbessern möchten. Im Fokus stehen eine exakte Navigation, umfangreiche Analysefunktionen und eine lange Akkulaufzeit.

Mit der Smartwatch „Aro“ greift Hama einen Trend auf, der auch die Connect-Story des Unternehmens prägt: Vernetzte Technik soll Orientierung geben und Menschen dabei unterstützen, ihren Alltag einfacher zu gestalten. Gerade beim Sport und unterwegs wächst das Bedürfnis nach zuverlässigen Informationen, die Sicherheit und Selbstständigkeit fördern. Dank präziser Navigation, intelligenter Analysefunktionen und langer Akkulaufzeit hilft die „Aro“ dabei, sich auf das Training und das Erlebnis zu konzentrieren – statt auf die Technik selbst. Besonders für Läuferinnen und Läufer bietet die Uhr zahlreiche Funktionen, die Training und Navigation miteinander verbinden.

Zu den wichtigsten Merkmalen gehören ein präzises Dual-Band-GPS für eine exakte Streckenaufzeichnung sowie ein barometrischer Höhenmesser zur zuverlässigen Erfassung von Höhenprofilen. Offline-Karten und eine integrierte Routenplanung erleichtern die Orientierung auch abseits bekannter Wege. Darüber hinaus analysiert die Smartwatch wichtige Laufparameter, bewertet den Laufstil und unterstützt mit Sport- und Gesundheitsfunktionen – etwa zur Schlafanalyse – bei der ganzheitlichen Trainingsplanung.

Abgerundet wird das Gesamtpaket durch ein schlankes, leichtes Design, eine lange Akkulaufzeit von bis zu zwölf Tagen sowie einen Wasserschutz bis 5 ATM, sodass die Smartwatch auch bei Regen oder intensiven Trainingseinheiten zuverlässig einsatzbereit bleibt. Der Nutzen liegt in einer Kombination aus präziser Navigation, detaillierter Trainingsanalyse und hohem Tragekomfort – für alle, die ihr Lauftraining effizient gestalten und ihre sportlichen Ziele erreichen möchten.

Art.-Nr. 178697 Hama Smartwatch "Aro", schwarz , UPE1: 149 EUR
Art.-Nr. 178699 Hama Smartwatch "Aro", orange , UPE1: 149 EUR
Art.-Nr. 178654 Hama Smartwatch "Aro" , gold, UPE1: 149 EUR
1 Unverbindliche Preisempfehlung des Herstellers

Auf einen Blick
Artikelnummer: 178654 / 178697 / 178699
Name: Hama Smartwatch "Aro"
Preis: 149 Euro
wichtigste Eigenschaften: 
Präzise Navigation, Umfassende Trainingsanalyse, Lange Akkulaufzeit
Link zum Produkt: https://www.hama.com/de/de/smartwatch-aro-gps-offline-karten-amoled-45mm-5atm-laufuhr-schwarz-00178697