von Pressebox | Okt. 18, 2026 | Consumer-Electronics
Bietigheim-Bissingen, 18.10.2026 (PresseBox) – Zwischen 51.000 und 53.000 Skifahrer mussten in der Saison 2024/25 nach einem Unfall ärztlich behandelt werden. Diese Hochrechnung stammt aus der Analyse „Unfälle und Verletzungen im alpinen Skisport“ der Auswertungsstelle für Skiunfälle (ASU) des Versicherers ARAG, herausgegeben von der Stiftung Sicherheit im Skisport im Dezember 2025. DSV aktiv, die Versicherungsgemeinschaft des Deutschen Skiverbands, hat die Kernzahlen am 8. Januar 2026 veröffentlicht. Im Oktober 2026 öffnen die ersten Gletscherskigebiete der Alpen, und viele Skifahrer montieren zum Saisonstart wieder eine Kamera am Helm. Wie eine Kopfhalterung für Aufnahmen aus der Ich-Perspektive sicher sitzt, erklärt das Fachportal der Provimedia GmbH.
Die ASU wertet seit über vier Jahrzehnten die Unfall- und Verletzungsdaten der bei DSV aktiv versicherten Skifahrer aus und rechnet sie auf alle deutschen Skifahrer hoch. Die Zahl der Verletzten liegt damit über der Vorsaison und setzt den seit 2019/20 beobachteten Anstieg fort. Gegenüber der Basis-Saison 1979/80 liegt die Zahl der Verletzten laut der ASU trotz des jüngsten Anstiegs noch um gut 48 Prozent niedriger.
Wofür die Auswertungsstelle das Kollisionsrisiko als Warnsignal wertet
Das Risiko, bei einem Zusammenstoß auf der Piste verletzt zu werden, lag laut der ASU-Analyse in der Saison 2024/25 bei 1,90 Kollisionsunfällen je 1.000 Skifahrer. Das ist der höchste Wert seit Beginn der Erhebung 1979/80, nach 1,73 in der Vorsaison. Der Anteil der Kollisionsverletzungen an allen Skiverletzungen betrug 20,84 Prozent und lag damit knapp unter den 21 Prozent des Vorjahres. Die Auswertungsstelle zählt dabei nicht nur eindeutige Zusammenstöße, sondern auch leichtere Kollisionen und Behinderungen, sofern die Verletzten sie als Mitursache angeben.
Für die Beteiligten beginnt nach einem Zusammenstoß häufig die Frage, wer von oben kam und wer die Fahrspur gewechselt hat. Eine Helmkamera, die mit Loop-Aufnahme fortlaufend die letzten Minuten überschreibt, hält den Hergang fest, ohne dass der Speicher am Ende des Skitages voll ist; das Fachportal beschreibt, wie sich die Aufnahmedauer einstellen lässt.
Warum mehr Verletzte im Krankenhaus bleiben
Das Risiko einer stationären Behandlung stieg laut der Analyse von 1,73 auf 2,03 je 1.000 Skifahrer; hochgerechnet entspricht das 8.400 bis 8.600 Krankenhausaufenthalten in der Saison 2024/25. Der Anteil der stationär versorgten Verletzten wuchs von 57 auf 62,4 Prozent, der Anteil der operierten von 48 auf 50,4 Prozent. Auch die Arbeitsunfähigkeit nahm zu: 63,1 Prozent der Verletzten fielen im Beruf aus, im Schnitt 39 Tage lang statt 30 Tage in der Vorsaison. In den 1980er-Jahren mussten nach Angaben der ASU zeitweise bis zu 3 von 1.000 Skifahrern stationär behandelt werden; das aktuelle Niveau bleibt darunter.
Welche Körperregionen 2024/25 das höchste Verletzungsrisiko trugen
Das Knie bleibt laut der Auswertungsstelle die am häufigsten verletzte Region: 27,1 Prozent aller Verletzungen entfielen darauf, bei Frauen 37,3 Prozent, bei Männern 20,7 Prozent. Umgerechnet auf 1.000 Skifahrer nennt die Analyse für die Saison 2024/25 sechs Risikowerte:
- Knie 3,32 Verletzungen je 1.000 Skifahrer, nach 3,01 in der Vorsaison und damit der höchste Wert seit zehn Jahren
- Schulter und Oberarm 2,65 nach 2,64, bei Männern die am häufigsten betroffene Region
- Rumpf, Hüfte und Oberschenkel 2,48 nach 1,78, der stärkste Anstieg aller Regionen
- Unterschenkel, Sprunggelenk und Fuß 1,46 nach 1,35
- Kopf und Hals 1,17 nach 1,25, der einzige rückläufige Wert
- Unterarm und Hand 1,14 nach 0,95
Der Anteil der Kopfverletzungen an allen Verletzungen stieg laut der Analyse trotz des gesunkenen Risikowerts von 6,6 auf 7,7 Prozent. Wer eine Kamera am Helm trägt, sollte deshalb auf eine Halterung achten, die sich bei einem Aufprall löst, statt den Kopf zu verdrehen.
Wie viele Gäste die deutschen Seilbahnen im Winter befördern
Wie groß die Gruppe ist, um die es geht, zeigen die Betreiber. Laut der Seite „Daten & Fakten“ des Verbands Deutscher Seilbahnen und Schlepplifte, abgerufen im September 2026, zählten die deutschen Seilbahnen in der Wintersaison 2024/25 sechs Millionen Ersteintritte und 152,7 Millionen Euro Nettoverkehrseinnahmen. Im Sommer 2025 kamen 6,09 Millionen Ersteintritte hinzu, 1,6 Prozent mehr als im Vorjahr, bei einem Umsatz von 118 Millionen Euro. Rund 25 Prozent der Wintergäste sind nach Verbandsangaben keine Skiläufer. Die Unfallzahlen der Saison 2025/26 wird die Auswertungsstelle nach dem Muster der Vorjahre voraussichtlich um den Jahreswechsel 2026/27 vorlegen.
„Die Kollisionszahl ist die eigentliche Nachricht dieser Analyse, weil sie nicht von der Schneelage abhängt, sondern vom Verhalten auf der Piste. Eine Helmkamera ersetzt keinen Abstand, aber sie beendet den Streit darüber, wer ihn nicht gehalten hat. Wer zum Saisonstart die Aufnahmeschleife einstellt, hat im Ernstfall die letzten Minuten“, sagt Alexander Weipprecht, Geschäftsführer der Provimedia GmbH.
von Pressebox | Okt. 17, 2026 | Consumer-Electronics
Bietigheim-Bissingen, 17.10.2026 (PresseBox) – Fünf Millionen Schusswaffen liegen in Deutschland in privater Hand, jede unterliegt Vorgaben zur Waffenaufbewahrung. Laut den Kennzahlen des Nationalen Waffenregisters zum Stichtag 30. Juni 2026 besaßen 928.519 Privatpersonen mit Anschrift im Bundesgebiet eine Waffe oder ein wesentliches Waffenteil. Registriert waren nach Angaben des Bundesverwaltungsamts 5.006.873 Waffen, die Geschosse verschießen können, und 543.396 unverbaute Waffenteile. Eine Kleine Anfrage im Sächsischen Landtag zeigte im Februar 2026, dass Behörden selten prüfen, aber auf sechs Kontrollen rund eine Beanstandung oder ein Verfahren kommt. Das Fachportal der Provimedia GmbH erklärt dazu die Anforderungen an einen Tresor für Jagd- und Sportwaffen.
Das Bundesverwaltungsamt führt das Register und veröffentlicht die Kennzahlen vierteljährlich.
Warum das Waffengesetz die Aufbewahrung zur Nachweispflicht macht
Die Pflicht trifft jeden Besitzer. Nach § 36 Abs. 1 WaffG hat, wer Waffen oder Munition besitzt, „die erforderlichen Vorkehrungen zu treffen, um zu verhindern, dass diese Gegenstände abhanden kommen oder Dritte sie unbefugt an sich nehmen“. Für erlaubnispflichtige Schusswaffen geht § 36 Abs. 3 WaffG weiter: Der Besitzer hat der zuständigen Behörde die getroffenen oder vorgesehenen Maßnahmen nachzuweisen, und zwar schon dann, wenn er die Erlaubnis erst beantragt hat. Zudem müssen Besitzer erlaubnispflichtiger Schusswaffen der Behörde zur Kontrolle der Aufbewahrung Zutritt zu den Räumen gestatten, in denen Waffen und Munition liegen. Wohnräume darf die Behörde gegen den Willen des Inhabers nur zur Verhütung dringender Gefahren für die öffentliche Sicherheit betreten.
Was als sicher gilt, überlässt § 36 Abs. 5 WaffG einer Rechtsverordnung des Bundesinnenministeriums; nach § 36 Abs. 6 WaffG hat die Behörde, wo der Einzelfall mehr verlangt, Ergänzungen mit Umsetzungsfrist anzuordnen.
Welchen Widerstandsgrad die Verordnung für wie viele Waffen verlangt
Nach § 13 Abs. 1 der Allgemeinen Waffengesetz-Verordnung (AWaffV) sind erlaubnispflichtige Schusswaffen ungeladen in einem Behältnis aufzubewahren, das mindestens DIN/EN 1143-1 entspricht und von einer akkreditierten Stelle zertifiziert ist; vergleichbar gesicherte Räume gelten als gleichwertig. Die Staffelung steht in § 13 Abs. 2 AWaffV. Ein Sicherheitsbehältnis des Widerstandsgrads 0 unter 200 Kilogramm nimmt beliebig viele Langwaffen, aber höchstens fünf Kurzwaffen auf; wiegt es mindestens 200 Kilogramm, sind es bis zu zehn Kurzwaffen. Der Widerstandsgrad I fasst nach derselben Vorschrift Lang- und Kurzwaffen samt Munition ohne Zahlgrenze. Was die Widerstandsgrade bedeuten und woran ein Käufer die Zertifizierung erkennt, zeigt ein Beitrag zur Einstufung von Tresoren nach EN 1143-1 des Fachportals.
Für erlaubnispflichtige Munition genügt nach § 13 Abs. 2 AWaffV ein Stahlblechbehältnis ohne Klassifizierung mit Schwenkriegelschloss. In einem nicht dauernd bewohnten Gebäude, etwa einer Jagdhütte, dürfen nach § 13 Abs. 4 AWaffV höchstens drei erlaubnispflichtige Langwaffen liegen, und nur im Widerstandsgrad I. Ein Behältnis, das bis zum 6. Juli 2017 nach den damaligen Vorgaben genutzt wurde, darf der bisherige Besitzer nach § 36 Abs. 4 WaffG weiternutzen. Wer ein Behältnis erst danach in Nutzung nahm, muss seit diesem Stichtag die Anforderungen der Verordnung erfüllen.
Wie oft die Behörden in Sachsen im Jahr 2025 kontrolliert haben
Nach Angaben des Sächsischen Staatsministeriums des Innern vom 2. Februar 2026 (Drucksache 8/5250) meldeten die 13 sächsischen Waffenbehörden für 2025, soweit Daten vorlagen, 1.180 Kontrollen der Aufbewahrung. 1.117 davon fanden ohne konkreten Anlass statt, 1.021 unangemeldet. Anlage 1 zählt 199 Beanstandungen, Auflagen, Strafanzeigen oder Ordnungswidrigkeitenverfahren, das sind 16,9 Prozent der Kontrollzahl. Der Landkreis Bautzen meldete 269 Kontrollen, der Landkreis Meißen keine.
Gemessen an den 32.797 privaten Waffenbesitzern, die das Register für Sachsen zum Dezember 2025 auswies, erreichten die Kontrollen laut diesen Zahlen rund 3,6 Prozent der Besitzer.
Was das Register über den Bestand seit Dezember 2025 sagt
Binnen eines halben Jahres haben sich die Bundeskennzahlen nur wenig bewegt. Fünf Werte nennt das Bundesverwaltungsamt für den 30. Juni 2026:
- 519 private Waffen- oder Waffenteilbesitzer, nach 930.741 im Dezember 2025
- 006.873 Waffen im Privatbesitz, nach 5.011.020
- 396 wesentliche, unverbaute Waffenteile, nach 526.387
- 525 Kleine Waffenscheine, nach 906.141
- 054.865 gültige waffenrechtliche Erlaubnisse, nach 3.036.301
Die mit einem Kleinen Waffenschein geführten Schreckschuss-, Reizstoff- und Signalwaffen erfasst das Register nicht, weil ihr Erwerb keiner Erlaubnis bedarf. Nach § 13 Abs. 2 AWaffV gehören sie dennoch mindestens in ein verschlossenes Behältnis.
Wann das Register die nächsten Zahlen liefert
„Die Zahlen aus Sachsen zeigen zwei Dinge auf einmal: Kontrollen sind selten, und wenn sie stattfinden, finden sie etwas. Wer einen Tresor kauft, sollte deshalb nicht die Wahrscheinlichkeit einer Kontrolle kalkulieren, sondern die Zertifizierung, die er im Fall der Kontrolle vorzeigen kann. Ein Behältnis ohne Zertifikat ist im Zweifel kein Nachweis“, sagt Alexander Weipprecht, Geschäftsführer der Provimedia GmbH.
Der jüngste Stichtag des Registers, der 30. September 2026, ist inzwischen verstrichen; die Kennzahlen dazu veröffentlicht das Bundesverwaltungsamt nach seinem Turnus im vierten Quartal 2026. Praktisch heißt das: Zertifikat griffbereit halten, die Zahl der Kurzwaffen gegen Widerstandsgrad und Gewicht prüfen, Munition im Stahlblechbehältnis lagern.
Die vorstehenden Angaben geben eine allgemeine Information nach dem am 21. September 2026 abgerufenen Wortlaut von § 36 WaffG und § 13 AWaffV wieder und sind keine Rechtsberatung. Welche Aufbewahrung im Einzelfall verlangt wird, klärt die zuständige Waffenbehörde oder eine rechtliche Beratung.
von Pressebox | Okt. 16, 2026 | Consumer-Electronics
Bietigheim-Bissingen, 16.10.2026 (PresseBox) – Der Licht-Sicht-Test 2026 hat im Oktober 2026 in den Kfz-Meisterbetrieben begonnen. Die Aktion, die es seit 1956 gibt, wird vom Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK), dem Bundesinnungsverband des Kraftfahrzeughandwerks und der Deutschen Verkehrswacht (DVW) getragen, wie die Veranstalter auf ihrer Aktionsseite mitteilen. Beim Durchgang im Oktober 2025 hatte laut der Bilanz von ZDK und DVW vom 3. Dezember 2025 mehr als jeder vierte Pkw Mängel an der Beleuchtung: 27,8 Prozent nach 25,3 Prozent im Jahr davor. Für Fahrer, die eine Kamera hinter der Windschutzscheibe nutzen, bedeutet ein falsch eingestellter Scheinwerfer zweierlei: schlechtere Sicht auf der Straße und ein überstrahltes Videobild. Das Fachportal der Provimedia GmbH erklärt, wie eine Dashcam mit Nachtsicht bei Dunkelheit arbeitet und wo ihre Grenzen liegen.
Beim Licht-Sicht-Test prüfen teilnehmende Werkstätten die Beleuchtungsanlage und beheben kleine Mängel in der Regel sofort und ohne Berechnung; nur Ersatzteile und aufwendige Einstellarbeiten kosten laut den Veranstaltern. Eine Plakette an der Windschutzscheibe dokumentiert die bestandene Prüfung. Im Oktober 2025 wurden nach Angaben von ZDK und DVW mehr als 2,5 Millionen dieser Prüfplaketten vergeben.
Welche Mängel die Werkstätten im Herbst 2025 am häufigsten fanden
Die Bilanz des Licht-Sicht-Tests 2025 nennt für Pkw eine Mängelquote von 19,7 Prozent bei den Hauptscheinwerfern, nach 16,8 Prozent im Jahr 2024. Bei 9,5 Prozent der geprüften Pkw waren die Scheinwerfer laut ZDK und DVW zu hoch eingestellt und blendeten den Gegenverkehr, im Vorjahr traf das auf 8,2 Prozent zu. Zu niedrig eingestellte Scheinwerfer mit zu kurzer Reichweite bemängelten die Betriebe bei 8,5 Prozent der Fahrzeuge, nach 7,4 Prozent im Jahr davor. Die rückwärtige Beleuchtung fiel bei 10,1 Prozent der Pkw mit Defekten auf; 2024 hatte dieser Wert bei 7,8 Prozent gelegen. Alle vier Kennzahlen sind damit binnen eines Jahres gestiegen.
Wie Nutzfahrzeuge im Vergleich zu Pkw abschneiden
Nutzfahrzeuge schnitten beim Durchgang 2025 laut der Bilanz von ZDK und DVW noch schlechter ab als Pkw, verbesserten sich aber gegenüber 2024. Die Veranstalter nennen für Transporter und Lkw vier Werte:
- 32,1 Prozent der geprüften Nutzfahrzeuge hatten Mängel an der Beleuchtung, nach 33,1 Prozent im Jahr 2024.
- Bei 23,1 Prozent waren die Hauptscheinwerfer nicht in Ordnung, ein Jahr zuvor bei 22,9 Prozent.
- Zu hoch eingestellte Scheinwerfer mit Blendwirkung fanden die Betriebe bei 12,7 Prozent, nach 14,9 Prozent im Vorjahr.
- Am Heck war bei 17,5 Prozent der Nutzfahrzeuge die Beleuchtung nicht vollständig funktionsfähig, 2024 waren es 19,5 Prozent.
Der Anteil zu niedrig eingestellter Scheinwerfer stieg bei Nutzfahrzeugen laut ZDK und DVW von 6,9 auf 8,8 Prozent. Gerade Lieferwagen sind in den Abendstunden im Herbst und Winter unterwegs, wenn die Zustellung in die Dunkelheit fällt.
Warum Blendung und Dunkelheit auch das Bild der Dashcam verändern
Der Bildsensor einer Autokamera muss bei Nacht die dunkle Fahrbahn und die hellen Scheinwerfer des Gegenverkehrs gleichzeitig abbilden. Ein zu hoch eingestellter Scheinwerfer erzeugt im Video einen überstrahlten Fleck, in dem Kennzeichen und Fahrzeugkonturen verschwinden. Ein zu niedrig eingestelltes eigenes Abblendlicht lässt die Fahrbahn vor dem Auto im Dunkeln, sodass die Kamera Hindernisse erst spät erfasst. Die Unfallstatistik unterstreicht, wie viel davon abhängt. Nach den am 7. Juli 2026 veröffentlichten endgültigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamts starben 2025 in Deutschland 2.832 Menschen bei Straßenverkehrsunfällen, 62 mehr als 2024, und rund 371.000 wurden verletzt. 56 Prozent der Getöteten kamen laut der Behörde auf Landstraßen ums Leben, wo Straßenbeleuchtung meist fehlt. Was eine Kamera bei Nachtfahrten festhalten kann und welche Einstellungen dabei helfen, beschreibt das Fachportal in seinen Hinweisen für brauchbare Dashcam-Aufnahmen bei Nachtfahrten.
Bei einem Unfall bei Dunkelheit entscheidet die Qualität der Aufnahme darüber, ob sie den Hergang zeigt. Ein überbelichtetes Bild vom Gegenverkehr hilft ebenso wenig wie eine schwarze Fahrbahn.
Wann und wo Autofahrer die Prüfung im Herbst 2026 machen können
Die Aktion läuft nach Angaben der Veranstalter wie jedes Jahr ab Oktober; teilnehmende Betriebe sind über die Werkstattsuche der Aktionsseite zu finden. Die Schirmherrschaft für 2026 hat laut der Aktionsseite Bundesverkehrsminister Steffen Bilger übernommen, der die funktionierende Beleuchtung als Voraussetzung für sicheres und vorausschauendes Fahren in der Dunkelheit bezeichnet. Neu seit 2025 ist der erweiterte Sicht-Test: Auf Wunsch prüfen die Betriebe zusätzlich Wischerblätter, Reifen und die Windschutzscheibe auf Steinschläge. Für Nutzer einer Autokamera ist der letzte Punkt wichtig, weil die Kamera durch genau diese Scheibe filmt.
Worauf Fahrer bis zur Bilanz im Dezember 2026 achten können
Die Ergebnisse des Licht-Sicht-Tests 2026 werden ZDK und DVW voraussichtlich Anfang Dezember 2026 vorlegen, wie im Vorjahr rund zwei Monate nach dem Aktionsmonat. Bis dahin lohnt für Kamerabesitzer ein eigener Abgleich: Wer nach der Werkstattprüfung eine Nachtfahrt aufzeichnet, sieht im Video, ob die eigene Scheinwerfereinstellung die Fahrbahn ausleuchtet und ob der Sensor mit dem Gegenverkehr zurechtkommt.
„Ein Scheinwerfer, der den Gegenverkehr blendet, blendet auch die eigene Kamera. Die Lichtprüfung in der Werkstatt ist deshalb zugleich eine Prüfung der Beweissicherung. Wer im Oktober das Licht einstellen lässt, bekommt im Winter brauchbarere Aufnahmen“, sagt Alexander Weipprecht, Geschäftsführer der Provimedia GmbH.
von Pressebox | Okt. 15, 2026 | Consumer-Electronics
München, 15.10.2026 (PresseBox) – Pommes und Gemüse rösten, Brötchen aufbacken oder kleinere Gerichte zubereiten: Airfryer haben sich für viele Anwendungen in der Küche etabliert. Das Angebot unterscheidet sich bei Bauform, Fassungsvermögen und Ausstattung deutlich. Wer eine – zu Deutsch – Heißluftfritteuse kaufen möchte, sollte sich deshalb zunächst überlegen, wie und wofür er das Gerät im Alltag nutzen möchte. Welche weiteren Kriterien bei der Auswahl eine Rolle spielen, erklärt Christian Kästl, Technical Manager bei TÜV SÜD.
Ein Korb, zwei Garzonen oder Backofen-Bauform?
Für kleinere Mengen und einzelne Speisen reicht häufig ein Airfryer mit einem Garkorb aus. Varianten mit zwei Garräumen bieten sich an, wenn unterschiedliche Lebensmittel parallel zubereitet werden sollen. Je nachdem lassen sich für beide Bereiche eigene Temperaturen und Garzeiten einstellen. Einige Modelle können zudem so gesteuert werden, dass beide Gerichte zur gleichen Zeit fertig sind. „Bei Doppelkammer-Geräten ist außerdem interessant, ob sich die Garzonen unabhängig voneinander betreiben lassen. Wer gelegentlich eine kleine Portion benötigt, kann dann gezielt nur einen Bereich nutzen“, erklärt Kästl. Daneben gibt es Airfryer mit Klapptür und mehreren Einschubebenen, die ähnlich wie kompakte Backöfen aufgebaut sind. Darin lassen sich Speisen sogar auf mehreren Ebenen gleichzeitig zubereiten.
Platzbedarf und Geräuschentwicklung berücksichtigen
Die Bauform wirkt sich auch auf den benötigten Stellplatz aus. Heißluftfritteusen mit Doppelkammer sind oft breiter und jene mit Klapptür benötigen ausreichend Platz zum Öffnen. Die Außenmaße sollten deshalb zur verfügbaren Fläche auf der Arbeitsplatte passen. Ebenso wichtig ist es, genügend Freiraum zu haben, um die Garkörbe vollständig herausziehen und die in der Bedienungsanleitung angegebenen Mindestabstände für die Belüftung einhalten zu können. Das Gerät sollte dabei möglichst auf einer stabilen, hitzebeständigen und ebenen Fläche stehen.
Da ein Ventilator die heiße Luft im Garraum bewegt, entsteht während des Betriebs ein hörbares Geräusch. Gerade bei regelmäßiger Nutzung oder in offenen Wohnküchen kann die Geräuschentwicklung daher ebenfalls ein relevantes Auswahlkriterium sein. Sofern Hersteller Angaben zur Lautstärke machen, können diese beim Vergleich helfen.
Fassungsvermögen richtig einschätzen
Das Fassungsvermögen wird von Herstellern meist in Litern angegeben. Wirklich aussagekräftig wird dieser Wert jedoch erst, wenn auch die Form und die nutzbare Fläche des Garraums einbezogen werden. Damit die heiße Luft die Lebensmittel möglichst gleichmäßig erreicht, muss genügend Raum für die Luftzirkulation bleiben. Als Anhaltspunkt können die vom Hersteller empfohlenen Höchstmengen dienen. Dabei sollten die Angaben zur maximalen Füllmenge beachtet werden, da ein zu voll beladener Korb die Luftzirkulation beeinträchtigen und zu einem weniger gleichmäßigen Garergebnis führen kann. Bei Doppelkammer-Varianten lohnt sich zusätzlich ein Blick auf die Größe der einzelnen Garzonen. Das angegebene Gesamtvolumen verteilt sich auf beide Kammern. Wer beispielsweise größere Lebensmittel am Stück garen möchte, braucht ausreichend Platz in einer einzelnen Garzone.
Flexible Einstellungen für unterschiedliche Gerichte mitbedenken
Viele aktuelle Airfryer bieten voreingestellte Programme für Pommes, Gemüse, Fleisch oder Backwaren. Sie geben automatisch Zeit und Temperatur vor und vereinfachen so die Auswahl der passenden Einstellungen. Für unterschiedliche Gerichte sind darüber hinaus manuelle Einstellmöglichkeiten von Zeit und Temperatur sinnvoll. Hinzu kommt der verfügbare Temperaturbereich. Je nach Modell reicht der Einsatzbereich dadurch vom Erwärmen und Aufbacken bis zum Garen und Rösten. „Ebenso praktisch ist es, wenn sich Garzeit und Temperatur während der Zubereitung noch anpassen lassen. So kann man bei Bedarf auf den Gar- oder Bräunungsgrad reagieren, ohne den Vorgang komplett neu einstellen zu müssen“, so Kästl.
Auf leichte Reinigung und Ersatzteile achten
Eine Antihaftbeschichtung sorgt dafür, dass Speisen weniger anhaften und sich der Airfryer leichter reinigen lässt. Wie aufwendig die Reinigung ist, hängt zudem von der Bauweise von Garkorb und Einsätzen ab. Kästl rät: „Je weniger schwer zugängliche Kanten, Zwischenräume und fest verbaute Einsätze vorhanden sind, desto einfacher lässt sich der Airfryer säubern.“ Die Bedienungsanleitung gibt Auskunft darüber, welche Teile spülmaschinengeeignet sind und wie das Hauptgerät gepflegt werden sollte. Für eine längere Lebensdauer des Geräts ist es außerdem von Vorteil, wenn sich stark beanspruchte Teile wie Garkorb oder Einsätze bei Bedarf nachkaufen lassen.
Was den Stromverbrauch beeinflusst
Für kleinere Mengen kann eine Heißluftfritteuse gegenüber einem Backofen energieeffizienter sein. Da ein kleinerer Garraum aufgeheizt werden muss, kann die gewünschte Gartemperatur schneller erreicht werden. Der Energieverbrauch kann sich zudem von Modell zu Modell unterscheiden. „Wie hoch er tatsächlich ausfällt, hängt von der Leistungsaufnahme, der Betriebsdauer, der Füllmenge und dem jeweiligen Zubereitungsprogramm ab“, betont Christian Kästl.
Sicherheit und geprüfte Qualität
Orientierung beim Kauf können unabhängige Prüfzeichen bieten. So prüft und zertifiziert TÜV SÜD beispielsweise auch elektrische Küchenkleingeräte wie Heißluftfritteusen. Das freiwillige GS-Zeichen für „Geprüfte Sicherheit“ bestätigt unter anderem, dass ein verwendungsfertiges Produkt die Anforderungen des deutschen Produktsicherheitsgesetzes erfüllt. Unabhängig vom Prüfzeichen gilt: Die Sicherheit hängt auch von der richtigen Nutzung ab. Die Bedienungsanleitung sollte deshalb vor der ersten Inbetriebnahme gelesen und die dort genannten Hinweise zu Aufstellung, Füllmenge, Reinigung und Betrieb beachtet werden.
Weitere Informationen gibt es HIER.
von Pressebox | Okt. 14, 2026 | Consumer-Electronics
Bietigheim-Bissingen, 14.10.2026 (PresseBox) – Im Jagdjahr 2024/25 wurden in Deutschland 200.970 Rehe als Fallwild registriert, die überwiegend im Straßenverkehr zu Tode kamen. Das geht aus der Wildunfall-Statistik hervor, die der Deutsche Jagdverband (DJV) im Februar 2026 mit seinem Handbuch 2026 veröffentlicht hat. Hinzu kommen laut DJV 13.210 Wildschweine, 5.480 Stück Damwild und 2.470 Stück Rotwild. Im Oktober 2026 häufen sich solche Unfälle, denn nach dem Ende der Sommerzeit am 25. Oktober 2026 fällt der abendliche Berufsverkehr in die Dämmerung, in der Rehe und Wildschweine ihre Einstände verlassen. Was nach einem Zusammenstoß mit einem verletzten, geflüchteten Tier zu tun ist, beschreibt das Fachportal der Provimedia GmbH in einem Beitrag zum Einsatz der Wärmebildkamera bei der Nachsuche.
Der DJV stützt seine Statistik auf die Fallwildzahlen der Bundesländer. Als Fallwild gelten Tiere, die durch nicht-jagdliche Einwirkung zu Tode kommen, überwiegend durch den Straßenverkehr; die Zahlen für Bayern, Brandenburg und Sachsen beruhen teilweise auf Hochrechnungen.
Was die Wildunfall-Statistik 2024/25 für die vier Schalenwildarten ausweist
Die Infografik des DJV nennt für das Jagdjahr vom 1. April 2024 bis 31. März 2025 vier bundesweite Werte:
- Rehwild: 200.970 Stück Fallwild, davon 52.820 in Bayern, 30.460 in Nordrhein-Westfalen und 24.010 in Baden-Württemberg
- Schwarzwild: 13.210 Stück, am meisten in Hessen mit 2.160 und Bayern mit 1.830
- Damwild: 5.480 Stück, davon 1.840 in Schleswig-Holstein und 1.130 in Niedersachsen
- Rotwild: 2.470 Stück, davon 660 in Bayern und 330 in Mecklenburg-Vorpommern
Rehe machen damit rund neun von zehn registrierten Wildunfällen mit Schalenwild aus. Die Zahl sagt nichts über Sachschäden oder verletzte Insassen, sondern zählt die Tiere, die nach einem Zusammenstoß tot aufgefunden oder von Jägern erlöst wurden.
Wo die meisten Zusammenstöße mit Rehen registriert werden
Die Verteilung folgt der Fläche und dem Straßennetz. Laut DJV entfielen im Jagdjahr 2024/25 auf Bayern 52.820 Rehe als Fallwild, auf Nordrhein-Westfalen 30.460, auf Baden-Württemberg 24.010 und auf Niedersachsen 23.000. Schleswig-Holstein kam auf 15.720, Hessen auf 15.220, Rheinland-Pfalz auf 11.070. In den Stadtstaaten blieben die Werte zweistellig bis dreistellig: Berlin 60, Bremen 240, Hamburg 470. Beim Schwarzwild lag Hessen mit 2.160 Stück Fallwild vor Bayern mit 1.830, Baden-Württemberg mit 1.770 und Brandenburg mit 1.590.
Für Autofahrer heißt das nach den Zahlen des Verbands: Das Risiko ist kein Phänomen einzelner Regionen, sondern verteilt sich über alle Flächenländer. Ein Zusammenstoß mit einem Reh kostet in der Regel das Tier das Leben, ein Zusammenstoß mit einem ausgewachsenen Wildschwein häufig auch das Fahrzeug.
Warum die Schwarzwildstrecke in Mecklenburg-Vorpommern um 37 Prozent stieg
Bundesweit erlegten Jäger laut DJV im Jagdjahr 2024/25 insgesamt 568.497 Wildschweine, nach 550.551 im Jahr davor und 462.220 im Jagdjahr 2022/23; der Höchstwert lag mit 882.231 im Jagdjahr 2019/20. Für das folgende Jagdjahr 2025/26 liegen erste Landeszahlen vor. Das Ministerium für Klimaschutz, Landwirtschaft, ländliche Räume und Umwelt Mecklenburg-Vorpommern meldete am 7. August 2026, dass im Land 153.308 Stück Schalenwild erlegt wurden, 18,71 Prozent mehr als im Vorjahr. Beim Schwarzwild lag die Strecke laut Ministerium um 21.873 Stück oder 36,68 Prozent über dem Jagdjahr 2024/25; beim Rehwild stieg sie um 3,78 Prozent auf 53.949 Stück. Das Ministerium begründet die verstärkte Bejagung mit der Afrikanischen Schweinepest in Polen und in Teilen Deutschlands.
Wildschweine sind nachtaktiv und im Herbst 2026 vor allem in Mais- und Rapsschlägen unterwegs, wo sie im Restlicht kaum zu erkennen sind. Welche Technik dafür infrage kommt, vergleicht das Fachportal in einem Beitrag zur Frage Wärmebildkamera oder Vorsatzgerät für die Nachtjagd.
Wie eine Wärmebildkamera nach dem Zusammenstoß hilft
Nach einem Wildunfall flüchtet ein angefahrenes Tier oft noch Hunderte Meter weit in Deckung. Die Nachsuche mit dem Hund bleibt die Regel, eine Wärmebildkamera ergänzt sie: Ein Reh mit rund 39 Grad Körpertemperatur hebt sich in der Oktobernacht von Boden und Laub ab, die auf unter zehn Grad abkühlen. Der Kontrast ist im Herbst größer als im Sommer, wenn Steine und Asphalt die Tageswärme speichern. Ein liegendes Tier erscheint im Wärmebild als heller Fleck, lange bevor es im Scheinwerferlicht zu sehen wäre; um die Art zu erkennen, braucht es kürzere Distanzen oder eine höhere Auflösung des Sensors. Für Autofahrer ist die Kamera kein Werkzeug; ihre Aufgabe nach dem Unfall ist der Anruf bei Polizei oder Jagdpächter, damit die Nachsuche beginnen kann.
Dieselbe Technik hat im Frühjahr und Frühsommer 2026 bei der Kitzrettung vor der Mahd gearbeitet: Drohnen mit Wärmebildsensor überfliegen die Wiesen im Morgengrauen, bevor der Boden warm wird. Im Herbst wandert das Gerät vom Copter in die Hand.
Wer die Streckenzahlen für das Jagdjahr 2025/26 als Nächstes meldet
„Die Statistik zählt Tiere, nicht Beinahe-Unfälle. Eine Wärmebildkamera verhindert keinen Zusammenstoß, aber sie verkürzt die Zeit, die ein angefahrenes Reh im Gebüsch liegt. Deshalb gehört sie ins Revier, und am Waldrand gehört der Fuß vom Gas“, sagt Alexander Weipprecht, Geschäftsführer der Provimedia GmbH.
Die bundesweite Auswertung für das Jagdjahr 2025/26 wird der DJV voraussichtlich Anfang 2027 mit seinem nächsten Handbuch vorlegen; bis dahin liefern die Länder ihre Streckenmeldungen nach und nach, Mecklenburg-Vorpommern hat den Anfang gemacht. Für die Wochen nach dem 25. Oktober 2026 gilt der Rat der Jagdverbände seit Jahren unverändert: an Waldrändern und Feldübergängen in der Dämmerung langsamer fahren und bei einem Tier am Straßenrand mit weiteren rechnen. Nach einem Zusammenstoß gehört die Suche nach dem Tier nicht in die Hand des Fahrers, sondern in die der Jäger.