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Bisphenol A in Babyflaschen, Milchpulverdosen und Zubehör: Seit dem 21. Juli 2026 keine neue BPA-Ware mehr, Mehrweg-Restbestände bleiben bis Juli 2027

Bietigheim-Bissingen, 27.10.2026 (PresseBox) – Seit dem 21. Juli 2026 dürfen mit Bisphenol A (BPA) hergestellte Lebensmittelkontaktgegenstände in der EU nicht mehr erstmals in Verkehr gebracht werden. Das trifft Hersteller wie Importeure; für einzelne Konserven und gewerbliche Ausrüstung gilt Januar 2028. Am 20. Juli 2026 endete die allgemeine Übergangsfrist, die die Verordnung (EU) 2024/3190 der Europäischen Kommission in Artikel 11 Absatz 1 und Artikel 12 Absatz 1 für fertige Einweg- und Mehrwegartikel setzt. Die Verordnung ist am 20. Januar 2025 in Kraft getreten; die Verordnung (EU) 2026/250 vom 2. Februar 2026 hat sie in Teilen neu gefasst. Wer beim Zubehör auf Glas setzt, findet beim Fachportal der Provimedia GmbH Auswahlkriterien für Flaschenwärmer, die Glasflaschen aufnehmen.

Bisphenol A ist die Ausgangssubstanz für Polycarbonat, einen harten, transparenten Kunststoff, und für Epoxidharze, die Getränke- und Konservendosen innen beschichten. Nach den am 7. September 2026 aktualisierten Fragen und Antworten des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) sind beide Materialien chemisch stabil; der Stoff kann aber in geringen Mengen als Rückstand enthalten sein und daraus freigesetzt werden.

Sieben Fristen und Werte, die den Übergang bis Januar 2029 bestimmen

Sieben Zahlen ordnen den Stand im Oktober 2026 ein. Erstens gilt die Verordnung seit dem 20. Januar 2025, dem zwanzigsten Tag nach ihrer Veröffentlichung im Amtsblatt. Zweitens endete am 20. Juli 2026 nach Artikel 11 Absatz 1 und Artikel 12 Absatz 1 die allgemeine Übergangsfrist von 18 Monaten für das erstmalige Inverkehrbringen von Einweg- und Mehrwegartikeln, die den alten Regeln entsprachen. Drittens dürfen Mehrwegartikel, die bis zu diesem Datum erstmals in Verkehr gebracht wurden, nach Artikel 12 Absatz 3 bis zum 20. Juli 2027 im Handel bleiben. Viertens gilt nach Artikel 11 Absatz 2 eine Frist bis zum 20. Januar 2028 für Einwegverpackungen zur Haltbarmachung von Obst und Gemüse (ohne Fruchtsäfte und ähnliche Erzeugnisse) sowie von Fischereierzeugnissen. Sie gilt auch für Einwegartikel mit BPA-Lack nur außen am Metall. Fünftens dürfen Mehrwegteile aus der gewerblichen Lebensmittelherstellung nach Artikel 12 Absatz 3 bis zum 20. Januar 2029 im Umlauf bleiben. Sechstens liegt die tolerierbare tägliche Aufnahmemenge, die die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit im April 2023 festgelegt hat, laut BfR bei 0,2 Nanogramm je Kilogramm Körpergewicht und Tag, 20.000-fach unter dem vorläufigen Wert von 2015. Siebtens legt Artikel 9 Absatz 2 für die Prüfmethoden eine Nachweisgrenze von 1 Mikrogramm je Kilogramm fest, sofern Anhang II oder die vom EU-Referenzlabor empfohlene Methode keine andere vorsieht.

Warum das Verbot für Babyflaschen nur der letzte Schritt einer längeren Reihe ist

Laut BfR gilt seit dem Jahr 2011 ein Verwendungsverbot für BPA bei der Herstellung von Säuglingsflaschen aus diesem Kunststoff. Im Jahr 2018 wurde es auf Trinkgefäße und Flaschen aus Polycarbonat ausgeweitet, die wegen ihrer auslaufsicheren Ausführung für Säuglinge und Kleinkinder bestimmt sind. Die Verordnung (EU) 2024/3190 erfasst nach Artikel 1 Absatz 2 nun sieben Materialgruppen: Klebstoffe, Gummi, Ionenaustauscherharze, Kunststoffe, Druckfarben, Silikone sowie Lacke und Beschichtungen. Das BfR ordnet ein, dass das Verwendungsverbot damit neben Kunststoff auch Materialien erfasst, in deren Herstellung BPA bisher eine Rolle spielte. Für Papier und Pappe gilt es nicht; dort wird BPA laut BfR aber auch nicht absichtlich eingesetzt.

„Für Eltern zählt weniger der Grenzwert als das Datum: Was seit Sommer 2026 neu in den Handel kommt, darf nicht mehr mit BPA hergestellt sein, Mehrweg-Restposten können bis Sommer 2027 anders sein. Wer das nicht nachvollziehen will, greift zu Glas oder fragt beim Hersteller nach der Konformitätserklärung. Der Flaschenwärmer selbst berührt in der Regel nur die Flasche, nicht die Milch, und steht damit außerhalb dieser Frage“, sagt Alexander Weipprecht, Geschäftsführer der Provimedia GmbH.

Welche Teile rund um die Säuglingsnahrung unter die Regel fallen

Ob ein Gegenstand betroffen ist, hängt davon ab, ob er mit dem Lebensmittel in Berührung kommt und aus einer der genannten Materialgruppen besteht. Vier Gruppen aus dem Alltag mit Säuglingsnahrung lassen sich nach dem Wortlaut der Verordnung und den BfR-Hinweisen unterscheiden.

  • Flaschen und Aufbewahrungsboxen aus Kunststoff sind Lebensmittelkontaktgegenstände, Milchpumpenteile, soweit sie die Milch berühren, ebenso. Für neue Ware gilt seit dem 21. Juli 2026 das Verbot; Mehrwegartikel, die bis dahin zulässig in Verkehr kamen, dürfen bis zum 20. Juli 2027 verkauft werden.
  • Sauger aus Latex oder Silikon brauchen laut BfR bei der Herstellung kein BPA. Der Stoff kann im Kunststoffschild eines Schnullers stecken, ein Übergang in den Sauger ist nach bisherigem Kenntnisstand unter üblichen Bedingungen nicht zu erwarten.
  • Dosen für Säuglingsmilchpulver mit Innenlack zählen zu den Einwegartikeln; aus ihrem Lack durfte schon seit 2018 kein BPA übergehen. Leere Dosen, die bis zum 20. Juli 2026 in Verkehr kamen, dürfen nach Artikel 11 Absatz 3 bis zum 20. Juli 2027 befüllt werden; die verpackten Lebensmittel bleiben im Handel, bis die Bestände aufgebraucht sind.
  • Einsätze und Körbe von Flaschenwärmern berühren üblicherweise die Flasche, nicht die Nahrung. Nach der Definition, auf die die Verordnung verweist, zählt nur, was dazu bestimmt ist oder vorhersehbar mit dem Lebensmittel in Berührung kommt: Ein Behälter, in den Brei direkt gefüllt wird, fällt darunter, ein Flaschenkorb nicht.

Für das Erwärmen selbst ändert sich durch die Verordnung nichts. Welche Temperatur Milch und Brei im Wasserbad, im Gerät oder in der Mikrowelle erreichen sollten, erklärt das Fachportal der Provimedia GmbH in seinen Hinweisen zur richtigen Erwärmtemperatur von Babynahrung.

Wie das Bundesinstitut für Risikobewertung den Grenzwert der EU-Behörde einordnet

Das BfR hat nach eigenen Angaben in einer Stellungnahme aus dem Jahr 2023 mehr als 600 Studien ausgewertet. Daraus leitet es einen eigenen Richtwert von 200 Nanogramm je Kilogramm Körpergewicht und Tag ab, 20-mal niedriger als der vorläufige Wert der EU-Behörde von 2015, aber 1.000-mal höher als deren Wert von 2023. Den niedrigeren Wert der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit unterstützt das BfR wegen wissenschaftlicher und methodischer Divergenzen nicht; die Gesamtaufnahme in der Bevölkerung sei seit Jahren rückläufig, liege aber in allen Altersgruppen über dem EU-Wert. Als Möglichkeiten, die Aufnahme zu verringern, nennt das BfR frisch zubereitete Lebensmittel, den Hinweis „BPA-frei“ beim Kauf von Kunststoffdosen, Trinkflaschen und Geschirr sowie Glasflaschen, bei denen allerdings die Bruch- und Verletzungsgefahr zu berücksichtigen ist.

Woran sich Handel und Eltern bis zum 20. Juli 2027 orientieren können

Mit dem 20. Juli 2027 endet nach Artikel 12 Absatz 3 die Abverkaufsfrist für Mehrwegartikel aus Beständen. Nach Artikel 6 Absatz 4 veröffentlicht die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit vor dem 20. Januar 2027 wissenschaftliche Unterlagen für die Bewertung anderer gefährlicher Bisphenole als BPA, deren Verwendung zugelassen werden soll. Eltern, die im Herbst 2026 Erstausstattung kaufen, können beim Händler nach dem Herstellungsdatum fragen. Die Konformitätserklärung nach Artikel 8 der Verordnung muss seit dem 20. Januar 2025 auf allen Vermarktungsstufen außer dem Einzelhandel beigefügt sein; Sie liegt beim Hersteller oder Importeur.

Die vorstehenden Angaben geben eine allgemeine Information nach dem am 21. September 2026 abgerufenen Wortlaut der Verordnung (EU) 2024/3190 in der konsolidierten Fassung vom 23. Februar 2026 wieder und sind keine Rechtsberatung. Ob und wie die genannten Fristen für ein bestimmtes Produkt gelten, klärt im Einzelfall der Hersteller, die zuständige Überwachungsbehörde oder eine rechtliche Beratung.

Neue smarte Outdoor-Lichterkette mit Matter

Monheim, 27.10.2026 (PresseBox) – Hama erweitert sein Smart-Home-Sortiment um eine LED-Lichterkette für draußen und die hat’s in sich. Gedacht ist sie für alle, die Garten, Terrasse oder Balkon schnell und ohne Aufwand in Szene setzen wollen. 16 Millionen Farbtöne gibt’s obendrauf, gesteuert wird bequem per App oder Sprache. Das Beste: Dank Matter ist es völlig egal, ob im Haushalt Apple Home, Alexa, Google Home oder Home Assistant läuft. Die Lichterkette kommt mit allen klar.

Hama setzt damit auf Freiheit statt Systemzwang: Außenbeleuchtung, die zu jedem Smart Home passt. Ein Gewinn für Einsteiger und Technikfans, die Pergola, Geländer oder Weihnachtsbaum vom Sommerabend bis zur Adventszeit in Szene setzen wollen.

Matter: einmal scannen, läuft. 
Einfach den QR-Code scannen und schon ist die Lichterkette dank Matter im Smart Home eingebunden. Einen Hub braucht es dafür nicht: Die Kette verbindet sich direkt per WLAN mit dem Router. Den Strom bezieht sie bequem über USB, gesteuert wird sie über die Hama Home App.

Und dann wird’s richtig bunt: Auf zehn Metern Länge lässt sich die Kette in der Hama Home-App in beliebige Segmente aufteilen, die dank RGBIC-Chip jeweils in einer eigenen Farbe leuchten, wahlweise mit Farbverlauf, Blinkeffekt oder Lauflicht. Wer schnell starten will, greift auf 44 fertige Szenen zurück, und wer lieber selbst kreativ wird, gestaltet ganz nach dem DIY-Prinzip.

Auch das Wetter spielt dabei keine Rolle: Nach IP65 ist die Kette geschützt und darf bei Regen, Schnee oder Sommergewitter einfach draußen hängen bleiben. Das flexible Lichtband lässt sich locker um Säulen, Bäume oder Dekofiguren wickeln und macht drinnen genauso eine gute Figur. Gesteuert wird nach Lust und Laune: per App, Sprachbefehl (Alexa, Google Assistant, Apple Siri), Zeitschaltuhr oder Geofencing. Wer noch mehr rausholen will, kombiniert die Kette mit anderen Hama Smart-Home-Produkten. Geht zum Beispiel abends im Wohnzimmer die WLAN-Lampe an, startet auf der Terrasse gleich das Farbenspiel.

Der Nutzen liegt auf der Hand: Die Lichterkette macht den Einstieg ins Smart Home denkbar einfach und sorgt zu jeder Jahreszeit für Stimmung, ganz ohne Hub, Zusatzkosten oder Kabelsalat.

Art.-Nr. 176689 Hama Smarte LED-Lichterkette mit Matter, UPE1: 24,99 EUR
1 Unverbindliche Preisempfehlung des Herstellers

Auf einen Blick
Artikelnummer: 176689
Name: Hama Smarte LED-Lichterkette mit Matter
Preis: 24,99 Euro
wichtigste Eigenschaften: Matter-Standard, RGBIC mit 16 Millionen Farben, Wetterfest nach IP65
Link zum Produkt: https://www.hama.com/de/de/smarte-led-lichterkette-matter-farbwechsel-dimmbar-aussen-ip65-10m-bunt-00176689

Stars von morgen am Pult: UdK Berlin und Brandenburger Symphoniker präsentieren die International Conducting Academy Berlin

Stars von morgen am Pult: UdK Berlin und Brandenburger Symphoniker präsentieren die International Conducting Academy Berlin

Brandenburg an der Havel, 27.10.2026 (lifePR) – Wenn sich vielversprechende Dirigiertalente und ein professionelles Orchester begegnen, entsteht ein Konzertabend, der gleichermaßen musikalische Exzellenz und künstlerische Entwicklung erlebbar macht. Im Rahmen der International Conducting Academy Berlin stellen sich am Freitag, 6. November 2026, um 19:30 Uhr im Konzertsaal der Universität der Künste Berlin die „Stars von morgen“ dem Publikum vor. Die Brandenburger Symphoniker begleiten dabei Dirigierstudierende der UdK Berlin bei einem Konzert, das einen zentralen Bestandteil ihrer professionellen Ausbildung bildet.

Die Konzertreihe hat sich in den vergangenen Jahren zu einer festen Tradition entwickelt. Die Brandenburger Symphoniker stellen sich den Studierenden als professioneller Klangkörper zur Verfügung und ermöglichen ihnen damit wertvolle Praxiserfahrungen unter realen Konzertbedingungen. So wird die Zusammenarbeit zwischen Hochschule und Orchester zu einer wichtigen Brücke zwischen Ausbildung und künstlerischer Berufspraxis.

Auf dem Programm stehen Ludwig van Beethovens „Coriolan“-Ouvertüre op. 62, Dmitri Schostakowitschs Cellokonzert Nr. 1 Es-Dur op. 107 sowie Antonín Dvořáks Sinfonie Nr. 9 e-Moll op. 95 „Aus der Neuen Welt“. Den Solopart im Cellokonzert übernimmt die Cellistin Irena Josifoska. Die musikalische Leitung liegt bei den Dirigierstudierenden Antonia Kleineidam, Andi Li und Minseok Moon.

Das Konzert findet im Konzertsaal der UdK Berlin in der Hardenbergstraße/Fasanenstraße statt. Der Eintritt ist frei.

Termin: Freitag, 6. November 2026, 19:30 Uhr
Ort: Konzertsaal der Universität der Künste Berlin, Hardenbergstraße/Fasanenstraße, 10623 Berlin
Mitwirkende: Brandenburger Symphoniker, Irena Josifoska (Violoncello), Antonia Kleineidam, Andi Li, Minseok Moon (Dirigat)

Weinlese 2026 so früh wie nie: Destatis erwartet 8,0 Millionen Hektoliter Weinmost, fünf Prozent mehr als 2025 – der Absatz fiel um sieben Prozent

Bietigheim-Bissingen, 26.10.2026 (PresseBox) – Die Hauptweinlese 2026 hat in Deutschland früher begonnen als je zuvor. Laut dem Deutschen Weininstitut (DWI) vom 28. August 2026 startete sie für die allermeisten Betriebe so früh wie noch nie, weil der heiße Sommer die Trauben von Sachsen bis zum Bodensee schnell reifen ließ. Das Statistische Bundesamt erwartet nach seiner August-Schätzung, Stand 8. September 2026, eine Weinmosternte von 8,0 Millionen Hektolitern, 400.000 Hektoliter oder fünf Prozent mehr als im Vorjahr. Im Oktober 2026 liegt der Jahrgang damit in den Kellern; wo er zu Hause gelagert wird, entscheidet über seine Haltbarkeit, wie das Fachportal der Provimedia GmbH in seinem Beitrag zur Luftfeuchtigkeit bei der Weinlagerung beschreibt.

Die Menge bleibt trotz des Zuwachses unter dem Durchschnitt. Gegenüber dem Sechsjahresmittel der Jahre 2020 bis 2025 von 8,4 Millionen Hektolitern fällt die Ernte laut Statistischem Bundesamt voraussichtlich um 400.000 Hektoliter oder vier Prozent geringer aus. Das DWI begründet die eher unterdurchschnittlichen Erträge damit, dass die Trauben wegen der Trockenheit kleiner geblieben sind als üblich; mit Gesundheitszustand und Qualität zeigen sich die Winzerinnen und Winzer nach Verbandsangaben sehr zufrieden.

Wie sich die Ernteschätzung auf Rebsorten und Anbaugebiete verteilt

Fünf Rebsorten tragen laut der August-Schätzung des Statistischen Bundesamts den größten Teil der erwarteten Menge:

  • Weißer Riesling mit 1,8 Millionen Hektolitern
  • Müller-Thurgau mit 900.000 Hektolitern
  • Blauer Spätburgunder mit 800.000 Hektolitern
  • Grauer Burgunder mit 600.000 Hektolitern
  • Dornfelder mit 600.000 Hektolitern

Von der gesamten Menge entfallen nach der Schätzung 5,5 Millionen Hektoliter oder 69 Prozent auf Weißmost und 2,5 Millionen Hektoliter oder 31 Prozent auf Rotmost. In über der Hälfte der Anbaugebiete steigen die Erntemengen gegenüber 2025, besonders in der Pfalz mit plus 204.000 Hektolitern oder elf Prozent und in Baden mit plus 171.000 Hektolitern oder 17 Prozent. Die deutlichsten Rückgänge erwartet das Statistische Bundesamt an der Mosel mit minus 79.000 Hektolitern oder elf Prozent und in Rheinhessen mit minus 34.000 Hektolitern oder einem Prozent. Grundlage sind die Meldungen von rund 400 freiwilligen Ernteberichterstattern; die Abweichung der August-Schätzung vom endgültigen Ergebnis lag nach Angaben des Amts in der Vergangenheit des Öfteren über fünf Prozent, in Einzelfällen über zehn Prozent.

Warum der Weinmarkt 2025 geschrumpft ist und wer Anteile hielt

Der Absatz ging im Jahr vor der Lese zurück. Laut dem DWI vom 27. Februar 2026, gestützt auf die Marktanalyse von NielsenIQ, sanken die in Deutschland eingekauften Weinmengen und die Umsätze 2025 jeweils um rund sieben Prozent. Deutsche und internationale Weine waren gleichermaßen betroffen. Die Zahl der Wein kaufenden Haushalte blieb nach Verbandsangaben relativ stabil; die Haushalte kauften seltener und weniger. Deutsche Erzeuger bauten ihren Marktanteil im eigenen Land um 0,2 Prozentpunkte auf rund 42,6 Prozent aus, italienische Weine kamen auf 17 Prozent, spanische auf 13 Prozent und französische auf neun Prozent.

Wer seltener kauft, hält kleinere Vorräte, und die stehen in vielen Haushalten nicht im Keller, sondern in der Küche. Welche Bauform für zwölf bis dreißig Flaschen unter der Arbeitsplatte Platz findet und worauf es bei der Belüftung ankommt, ordnet der Beitrag zu Weinkühlschränken unter der Arbeitsplatte des Fachportals ein.

Was die Weinbestände zum Stichtag 31. Juli über den Markt verraten

Der Vorrat in den Kellern schrumpft langsam. Am 31. Juli 2025 lagerten laut Statistischem Bundesamt 12,1 Millionen Hektoliter Wein bei Erzeugerbetrieben und Handel, 331.000 Hektoliter oder 2,7 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Gegenüber dem Mittel der Jahre 2015 bis 2024 war das ein Prozent mehr. 61 Prozent der Bestände waren Weißweine, 39 Prozent Rotweine; Schaumwein machte mit 2,2 Millionen Hektolitern 18 Prozent aus. 97 Prozent des Vorrats stammten aus Mitgliedstaaten der Europäischen Union, 64 Prozent trugen eine geschützte Ursprungsbezeichnung, was den Qualitäts- und Prädikatsweinen in Deutschland entspricht. Die Bestandszahl zum 31. Juli 2026 hatte das Statistische Bundesamt bis Mitte September 2026 noch nicht veröffentlicht.

Wo die Winzer im Oktober 2026 stehen und was der Jahrgang verspricht

Die Lese für den Federweißen begann laut DWI vom 18. August 2026 in der Pfalz und in Baden mit außergewöhnlich süßen Trauben. Weil fast alle Sorten gleichzeitig reif wurden, dürfte die Hauptlese nach Einschätzung des Verbands zügig und relativ schnell beendet worden sein; neben den Zuckergehalten bestimmten die Fruchtsäuregehalte den Lesetermin, damit die Weißweine ihre Frische behalten. Für den Jahrgang erwarten die Betriebe laut DWI aromatische Weißweine und farbkräftige Rotweine. Am 28. Oktober 2026 blickt das DWI beim Forum Export in Oppenheim auf die Exportmärkte in Skandinavien.

„Ein früher, unterdurchschnittlich großer, aber gesunder Jahrgang ist für Käufer eine gute Nachricht, denn er trifft auf gut gefüllte Keller und einen Markt, der weniger, aber gezielter kauft. Die aromatischen Weißweine des Jahrgangs 2026 werden jung getrunken, und genau dafür braucht es keine Lagertemperatur, sondern eine Trinktemperatur. Wer zu Hause zwischen zehn und zwölf Grad halten kann, hat für diesen Jahrgang genug getan“, sagt Alexander Weipprecht, Geschäftsführer der Provimedia GmbH.

Wann das Statistische Bundesamt die endgültige Erntemenge meldetDie endgültigen Zahlen zur Weinmosternte 2026 und zur Weinerzeugung veröffentlicht das Statistische Bundesamt erfahrungsgemäß im Frühjahr 2027; die Weinbestände zum 31. Juli 2026 folgen voraussichtlich noch im Herbst 2026. Bis dahin kommen die ersten Jungweine des Jahrgangs 2026 in den Handel. Wer sie kauft, lagert Weißweine kühl und dunkel bei möglichst konstanter Temperatur und hebt sich die Frage nach der Reife für die farbkräftigen Rotweine auf, die das DWI für diesen Jahrgang erwartet.

Haushaltshilfen: 4,4 Millionen Haushalte lassen putzen, nur rund 275.000 hatten sie angemeldet – Kosten des Haushaltsschecks und Ermäßigung der Steuer

Bietigheim-Bissingen, 25.10.2026 (PresseBox) – Rund 4,4 Millionen Haushalte in Deutschland nehmen beim Putzen oder Einkaufen bezahlte Hilfe in Anspruch. Nach dem IW-Kurzbericht Nr. 107 des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) vom 30. Dezember 2025 hatten nach der Statistik der Minijob-Zentrale zum Stichtag 30. Juni 2025 jedoch nur rund 275.000 Haushalte eine Hilfe angemeldet. Knapp 92 Prozent der Kräfte arbeiten demnach schwarz; Grundlage der Berechnung sind Daten des Sozio-oekonomischen Panels aus dem Jahr 2023. Im Oktober 2026, wenn Fenster, Rollläden und Terrassen vor dem Winter ein letztes Mal gereinigt werden, fragen sich viele Haushalte, wer diese Arbeit erledigt und zu welchen Bedingungen. Welche Aufgaben ein Gerät statt einer Hilfskraft übernehmen kann, wägt das Fachportal der Provimedia GmbH in einer Abwägung der Vor- und Nachteile von Fensterputzrobotern ab.

Warum Haushalte auf die Anmeldung verzichten, hat das Institut in einer repräsentativen Befragung im Sommer 2025 erhoben. Mehr als ein Drittel der Haushalte mit Hilfe ist überzeugt, keine Schwarzarbeit zu betreiben, weil es sich um Nachbarschaftshilfe handle. Etwa ein Viertel gibt an, die Haushaltshilfe selbst wolle keine Anmeldung, 15 Prozent halten eine legale Beschäftigung für zu teuer, und nur 8 Prozent klagen über Bürokratie. Regelmäßige Hilfe kostet laut IW im Durchschnitt knapp 180 Euro im Monat, gelegentliche 126 Euro, jeweils bei Stundenlöhnen von 15 bis 25 Euro. Bei solchen Zahlungen liegt laut Institut meist eine regelmäßige, bezahlte Tätigkeit vor, keine Nachbarschaftshilfe.

Wer im Haushalt hilft und wer davon angemeldet ist

Fünf Befunde aus dem Kurzbericht des Instituts der deutschen Wirtschaft beschreiben die Lage der Haushaltshilfen in Deutschland.

  • 4,4 Millionen Haushalte nehmen laut IW-Kurzbericht 107 bezahlte Hilfe beim Putzen oder Einkaufen in Anspruch
  • rund 275.000 Haushalte hatten zum Stichtag 30. Juni 2025 eine Hilfe bei der Minijob-Zentrale angemeldet
  • knapp 92 Prozent der Hilfskräfte arbeiten nach der Schätzung des Instituts schwarz
  • rund 8,6 Milliarden Euro Umsatz erwirtschafteten die Haushaltshilfen nach Berechnung des Instituts im Jahr 2023, ganz überwiegend ohne Anmeldung
  • knapp 180 Euro im Monat zahlt ein Haushalt mit regelmäßiger Hilfe laut IW im Durchschnitt, bei gelegentlicher Hilfe 126 Euro, jeweils bei Stundenlöhnen zwischen 15 und 25 Euro

Der Studienautor Dominik Enste warnt in der Pressemitteilung zum Bericht vor einer Abschaffung der Minijobs, die aus der Unions-Bundestagsfraktion gefordert worden war; sie würde nach seiner Einschätzung die Schwarzarbeit massiv ausweiten. Als Ausweg nennt das Institut ein Gutscheinmodell nach schwedischem Vorbild.

Wie die Anmeldung über den Haushaltsscheck funktioniert

Die Anmeldung einer geringfügig beschäftigten Haushaltshilfe läuft über das Haushaltsscheck-Verfahren der Minijob-Zentrale (§ 28a Absatz 7 SGB IV). Nach Angaben der Minijob-Zentrale darf ein Minijobber im Jahr 2026 im Monatsdurchschnitt höchstens 603 Euro verdienen, aufs Jahr gerechnet 7.236 Euro. Private Arbeitgeber müssen für einen Minijob im Haushalt ab dem ersten Beschäftigungsmonat Abgaben von höchstens 14,62 Prozent des Verdienstes zahlen, so der Stand im September 2026. Darin enthalten sind Pauschalbeiträge von je 5 Prozent zur Kranken- und Rentenversicherung, die Umlagen U1 und U2, der Beitrag zur gesetzlichen Unfallversicherung von 1,6 Prozent und die Pauschsteuer von 2 Prozent. Der Minijobber zahlt einen eigenen Rentenbeitrag von 13,6 Prozent, kann sich davon aber befreien lassen.

Ein Rechenbeispiel: Bei einer gesetzlich krankenversicherten Haushaltshilfe für 180 Euro im Monat ergeben sich aus dem Höchstsatz der Minijob-Zentrale von 14,62 Prozent rund 26 Euro monatliche Abgaben, also etwa 316 Euro im Jahr. Die Minijob-Zentrale zieht damit auch den Beitrag zur gesetzlichen Unfallversicherung ein, in der Beschäftigte kraft Gesetzes versichert sind (§ 2 Absatz 1 Nummer 1 SGB VII). Verunglückt eine schwarz beschäftigte Hilfe an Fenster, Leiter oder Treppe, kann der Unfallversicherungsträger seine Kosten vom Haushalt zurückfordern (§ 110 Absatz 1a SGB VII); ohne Anmeldung wird vermutet, dass Beiträge fehlen.

Was § 35a EStG dem Haushalt erspart

Die Abgaben können über die Einkommensteuer weitgehend ausgeglichen werden – sofern der Haushalt genug Einkommensteuer zahlt, um die Ermäßigung zu nutzen, und sie in der Steuererklärung beantragt; das Gesetz knüpft daran weitere Bedingungen. Nach § 35a Absatz 1 EStG ermäßigt sich die tarifliche Einkommensteuer für eine geringfügige Beschäftigung im Haushalt nach § 8a SGB IV auf Antrag um 20 Prozent der Aufwendungen, höchstens um 510 Euro im Jahr. Bei 180 Euro im Monat, also 2.160 Euro Lohn im Jahr, sind das mindestens 432 Euro. Zählt man die 316 Euro Abgaben zu den Aufwendungen hinzu, wie es das Anwendungsschreiben des Bundesfinanzministeriums vom 9. November 2016 vorsieht, sind es rund 495 Euro. So rechnet auch die Minijob-Zentrale in ihrem Beispiel. In beiden Fällen ist das mehr als die gesamten Abgaben des Arbeitgebers, sofern der Haushalt so viel Einkommensteuer schuldet. Für andere haushaltsnahe Beschäftigungsverhältnisse und Dienstleistungen, etwa einen Reinigungsbetrieb, gilt nach § 35a Absatz 2 EStG eine Ermäßigung von 20 Prozent, höchstens 4.000 Euro. Voraussetzung ist nach § 35a Absatz 5 EStG in diesen Fällen, dass der Steuerpflichtige eine Rechnung erhalten hat und unbar auf das Konto des Leistungserbringers gezahlt hat; nur die Arbeitskosten zählen. Für den Minijob nach Absatz 1 gilt diese Nachweisregel nicht, dort genügt die Jahresbescheinigung der Minijob-Zentrale. Die Steuerermäßigung gibt es nach § 35a Absatz 4 EStG nur, wenn die Arbeit in einem Haushalt des Steuerpflichtigen in der EU oder im Europäischen Wirtschaftsraum ausgeübt wird – für Arbeitgeber wie für Auftraggeber eines Betriebs gleichermaßen. Nach Absatz 5 scheidet sie zudem aus, soweit die Aufwendungen Betriebsausgaben oder Werbungskosten sind oder bereits als Sonderausgaben oder außergewöhnliche Belastungen berücksichtigt wurden; Kinderbetreuungskosten (§ 10 EStG) sind ausgenommen.

Das Institut der deutschen Wirtschaft leitet daraus ab, dass sich die Anmeldung dank der Steuerermäßigung lohnen und günstiger sein kann als Schwarzarbeit. Die 15 Prozent, die eine legale Beschäftigung für zu teuer halten, rechnen nach dieser Lesart mit den Abgaben, aber nicht mit der Steuerermäßigung. Wer sich statt einer Hilfskraft für ein Gerät entscheidet, übernimmt Einarbeitung und Wartung selbst. Was beim ersten Lauf eines Roboters an der Scheibe zu beachten ist, beschreibt das Fachportal in einer Anleitung für die ersten Reinigungsläufe eines Fensterputzroboters.

Wofür ein Roboter die Putzhilfe ersetzt und wofür nicht

„Ein Fensterputzroboter ersetzt zwei Stunden auf der Leiter, aber nicht die Hilfe, die auch Bad, Küche und Böden übernimmt. Wer beides kombiniert, kommt mit weniger bezahlten Stunden aus und kann die verbleibenden anmelden – laut IW oft, ohne dass es teurer wird als schwarz, sofern genug Einkommensteuer für die Ermäßigung anfällt. Die Rechnung sollte man einmal mit den eigenen Zahlen nachvollziehen“, sagt Alexander Weipprecht, Geschäftsführer der Provimedia GmbH.

Die nächsten Zahlen zu angemeldeten Haushaltshilfen liefert die Minijob-Zentrale mit ihrem Quartalsbericht zum Stichtag 30. September 2026; die Daten wertet sie nach eigener Angabe erst Mitte des Folgemonats aus. Haushalte, die ihre Hilfe bislang bar und ohne Anmeldung bezahlen, können die Abgaben mit dem Haushaltsscheck-Rechner der Minijob-Zentrale der Steuerermäßigung gegenüberstellen. Die Angaben zu § 35a und § 10 EStG, § 8a SGB IV, § 28a SGB IV, § 2 SGB VII und § 110 SGB VII folgen dem am 21. September 2026 abgerufenen Wortlaut und sind keine Rechtsberatung. Als allgemeine Information ersetzen sie keine Prüfung des Einzelfalls durch das Finanzamt oder eine steuerliche Beratung.