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Kurzdistanz-Beamer im Vergleich: Die Stiftung Warentest bewertet 40 Projektoren und nimmt dabei 20 neue Geräte in die Untersuchung auf

Bietigheim-Bissingen, 03.09.2026 (PresseBox) – Die Stiftung Warentest hat Qualitätsurteile zu 40 Projektoren veröffentlicht. Laut der am 28. Mai 2026 aktualisierten Untersuchung, die als Testbericht in der Ausgabe 6/2026 erschien, kamen zuletzt 20 Geräte neu hinzu, darunter sieben Mini-Beamer mit eingebautem Akku. Geprüft wurden Modelle für Normdistanz, Kurzdistanz und Ultrakurzdistanz. Wer in einem kleinen Raum projizieren will, findet eine Einordnung zu Geräten mit kurzer Projektionsdistanz samt Hinweisen zu Aufstellung und Bildgröße.

Wie sich die drei Projektionsarten voneinander unterscheiden

Der nötige Abstand zwischen Gerät und Fläche bestimmt, wo ein Projektor überhaupt stehen kann. Die Stiftung Warentest unterscheidet in ihrer Untersuchung nach Normdistanz, Kurzdistanz und Ultrakurzdistanz. Für die Praxis im Wohnzimmer bedeutet das drei sehr verschiedene Aufstellorte:

  • Normdistanz: Das Gerät steht mehrere Meter entfernt, meist hinter den Sitzplätzen oder an der Decke.
  • Kurzdistanz-Beamer: Ein bis zwei Meter Abstand genügen für ein großes Bild, das Gerät kann auf einem Regal stehen.
  • Ultrakurzdistanz: Wenige Zentimeter vor der Wand entsteht bereits eine Bilddiagonale von deutlich über 100 Zoll.
  • Mobile Mini-Geräte: Sieben der neu geprüften Modelle bringen einen Akku mit und lassen sich im Garten aufstellen.

Warum die Preisspanne im Test so weit auseinandergeht

Die geprüften Geräte kosten laut Stiftung Warentest zwischen rund 69 Euro und 5.450 Euro. Das teuerste noch erhältliche Modell der Untersuchung liegt bei etwa 2.140 Euro. Eine solche Spanne innerhalb einer Produktgruppe ist ungewöhnlich und erklärt sich aus sehr unterschiedlichen Bauformen.

Ein Taschengerät mit Akku und ein fest installierter Ultrakurzdistanz-Projektor lösen dieselbe Aufgabe mit völlig verschiedenem Aufwand. Zwischen beiden liegen Auflösung, Helligkeit, Bauform des Objektivs und die Frage, ob überhaupt ein Lautsprecher eingebaut ist. Kurzdistanz-Beamer sitzen preislich meist in der Mitte dieser Spanne.

Was die Lichtquelle über die Nutzungsdauer aussagt

Die Lichtquelle ist das Bauteil, das über Jahre den Unterschied macht. Lampenmodelle verlieren mit der Betriebszeit an Helligkeit und brauchen irgendwann Ersatz, Laser- und LED-Geräte erreichen ihre volle Leuchtkraft sofort und halten sie über deutlich mehr Betriebsstunden.

Für die Auswahl heißt das, dass Auflösung und Lichtquelle zusammen betrachtet gehören. Eine Übersicht zu 4K-Projektoren für das Heimkino ordnet Auflösung, Lichtleistung und Aufstellvarianten für unterschiedliche Wohnsituationen ein.

Worauf Käufer bei Umgebungslicht achten sollten

Helligkeit bleibt der Punkt, an dem Projektion und Fernsehgerät auseinanderlaufen. Ein Bildschirm leuchtet gegen Tageslicht an, eine Projektionsfläche gibt nur zurück, was das Gerät liefert. Mit der dunkleren Jahreszeit ab September 2026 verschiebt sich dieses Verhältnis zugunsten der Projektion.

„Die Testspanne zeigt, dass Beamer längst keine einheitliche Produktgruppe mehr sind. Wer im hellen Wohnzimmer projizieren will, entscheidet über Leinwand und Verdunkelung mit, nicht nur über das Gerät“, sagt Alexander Weipprecht, Geschäftsführer der Provimedia GmbH.

Neue Geräte zeigt die Branche unmittelbar danach in Berlin. Nach Angaben der Veranstalterin läuft die Internationale Funkausstellung (IFA) vom 4. bis 8. September 2026 auf dem Berliner Messegelände.

Gemeinsam wachsen und musikalische Maßstäbe setzen

Gemeinsam wachsen und musikalische Maßstäbe setzen

Staufen, 01.09.2026 (lifePR) – 100 Jahre BDB sind ein Grund zum Feiern und gleichzeitig ein guter Anlass, musikalisch den nächsten Schritt zu machen. Der Musikbeirat des BDB lädt anlässlich seines Jubiläums deshalb Orchester der Kategorien 3 bis 5 zu einem Wertungsspiel für Konzertmusik ein. Am 5. Dezember 2026 wird das Bürgerhaus Denzlingen zum Treffpunkt für Ensembles, die sich musikalischen Herausforderungen stellen, neue Impulse gewinnen und gemeinsam den nächsten Entwicklungsschritt wagen wollen.

Das Jubiläum „100 Jahre BDB“ gibt nicht nur Anlass zum Rückblick, sondern richtet mit dem Wertungsspiel für Konzertmusik auch den Blick nach vorne. Denn ein Wertungsspiel misst nicht nur Leistung und ist nicht nur eine Bestandsaufnahme; es eröffnet auch neue Perspektiven und stößt die Tür auf für musikalische Weiterentwicklung, weiß Matthias Wolf, Vorsitzender des Musikbeirats. „Obwohl beim Wertungsspiel Punkte und Prädikate vergeben werden, steht doch der pädagogische Gedanke im Vordergrund“, betont Wolf. „Ein Wertungsspiel ist deshalb immer Standortbestimmung und Entwicklungsimpuls zugleich.“ Und so bietet auch das Wertungsspiel am 5. Dezember allen teilnehmenden Orchestern die Chance, sich ein musikalisches Ziel zu setzen und gemeinsam darauf hinzuarbeiten. Die intensive Vorbereitung schärft das gemeinsame Hören, stärkt das Zusammenspiel und lässt musikalische Details bewusster gestalten. Gleichzeitig können die Dirigierenden sowie die Musikerinnen und Musiker den eigenen Entwicklungsstand aus einer neuen Perspektive erleben. Denn die Rückmeldung einer qualifizierten Jury eröffnet neue Perspektiven. „Wir freuen uns, dass wir eine sehr kompetente Jury haben, die den Orchestern Rückmeldung sowie Antworten auf die Fragen gibt: Wo liegen die Stärken des Orchesters? Wo gibt es Potenzial? Und welche nächsten Schritte führen musikalisch weiter?“, sagt Matthias Wolf.

Drei Juroren – geballte musikalische Erfahrung

Für die Qualität und Aussagekraft der Rückmeldungen steht eine hochkarätig besetzte Jury bereit: Ingeborg Stijnen, Marvin Stutz und Michael Euler bringen unterschiedliche Perspektiven und Erfahrungen aus internationaler Dirigierpraxis, Orchesterleitung, Ausbildung und musikalischer Arbeit mit. Die niederländische Dirigentin und Jurorin Ingeborg Stijnen verfügt über internationale Wettbewerbserfahrung und war unter anderem beim World Music Contest in Kerkrade und beim Deutschen Musikfest in Osnabrück als Jurorin tätig.

Marvin Stutz, stellvertretender musikalischer Leiter des Landespolizeiorchesters Baden-Württemberg, verbindet seine Ausbildung in Schulmusik und Blasorchesterdirektion mit umfangreicher Konzert-, Dirigier- und Wettbewerbspraxis im In- und Ausland. Und auch Michael Euler ist seit mehr als 40 Jahren in der Musikszene und insbesondere in der Blasmusik aktiv. Nach seinem Kapellmeisterdiplom 1989 führten ihn seine Stationen unter anderem als Leiter des Kammerorchesters der Bundeswehr, des Gebirgsmusikkorps Garmisch-Partenkirchen, der Big Band der Bundeswehr und der Musikakademie der Bundeswehr. Als gefragter Gastdirigent und Dozent ist er national wie international tätig. Seit 2009 lehrt er Blasorchesterleitung an der Robert-Schumann-Hochschule für Musik. 2022 wurde ihm dort aufgrund seiner Verdienste der Titel eines Honorarprofessors verliehen.

Alle drei Juroren eint jedoch das Ziel, den Orchestern eine fachlich fundierte, differenzierte und konstruktive Rückmeldung zu geben, damit das Wertungsspiel zum Ausgangspunkt für den nächsten musikalischen Entwicklungsschritt werden kann.
Aber ein Orchester spielt ja nicht nur für die Jury – es spielt vor allem für sich selbst. Die gemeinsame Vorbereitung kann neue Motivation schaffen, musikalische Ziele sichtbar machen und den Zusammenhalt stärken.

Freie Programmwahl: Musik, die zum Orchester passt

Dazu passt ins Bild, dass der BDB den teilnehmenden Orchestern bei der Programmgestaltung auf Eigenverantwortung und künstlerische Freiheit setzt. Pflichtstücke gibt es nicht. Die teilnehmenden Orchester sind frei in der Programmauswahl und präsentieren zwei Werke aus den aktuellen Literaturlisten der Bundesvereinigung Deutscher Musikverbände (BDMV). So kann jedes Orchester ein Programm wählen, das zum eigenen musikalischen Profil, zum Leistungsstand und zu den eigenen künstlerischen Zielen passt.

Das eigene Potenzial neu entdecken

Das Wertungsspiel zum 100-jährigen BDB-Jubiläum ist deshalb mehr als ein Termin im Jubiläumskalender. Es ist die herzliche und ausdrückliche Einladung des Musikbeirats an alle Blasorchester, sich gemeinsam einer Herausforderung zu stellen, musikalische Ziele zu definieren und vielleicht auch Grenzen neu auszuloten.

Matthias Wolf ist sich sicher: „Wer sich auf den Weg macht, kann nur gewinnen – an Erfahrung, musikalischer Sicherheit, Motivation und neuen Impulsen für die gemeinsame Orchesterarbeit“.

Info: Wertungsspiel für Konzertmusik

Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, das eigene Orchester zu motivieren, ein Programm auszuwählen und den nächsten Entwicklungsschritt zu wagen. Meldet Euch an und sichert Euch einen Platz auf der Bühne im Bürgerhaus Denzlingen beim Wertungsspiel für Konzertmusik zum 100-jährigen BDB-Jubiläum!

Das Wertungsspiel findet am 5. Dezember 2026 im Bürgerhaus Denzlingen in den Kategorien 3 bis 5 statt.

Vorzubereiten sind zwei Werke aus den aktuellen BDMV-Literaturlisten.
Informationen zu den BDMV-Literaturlisten sind online abrufbar unter www.bdmv.de/… .
Die Wertungsspielordnung ist zu finden unter www.bdb-online.de/….

Für Rückfragen steht Bundesmusikdirektor Matthias Wolf unter matthias.wolf@bdb-online.de zur Verfügung.
Anmeldeschluss ist der 30. September 2026.

Powerpack mit klappbarem Eurostecker von Hama

Monheim, 01.09.2026 (PresseBox) – Hama erweitert zur kommenden IFA sein Sortiment an Powerpacks um zwei neue Modelle mit integriertem TFT-Display und einem integrierten 230V-klappbaren Eurostecker. Die mobile Energielösung richtet sich an Pendler, Reisende, Business-Anwender und alle, die ihre Smartphones, Tablets oder Notebooks zuverlässig unterwegs laden möchten – entweder als 230-V-Ladegerät oder als Powerpack. Der Fokus liegt auf maximaler Transparenz beim Laden: Das integrierte Display liefert alle wichtigen Informationen in Echtzeit.

Schnell laden, clever informiert
Mit den neuen Powerpacks reagiert Hama auf den steigenden Bedarf nach leistungsstarken und gleichzeitig intelligenten Ladegeräten für den mobilen Alltag. Gerade unterwegs oder auf Reisen ist es praktisch, den Power Pack unterwegs an jeder Steckdose mit dem klappbaren Eurostecker aufladen zu können und außerdem den Ladezustand, die aktuelle Ausgangsleistung oder den Zustand des Akkus im Blick zu behalten.

Erhältlich sind die zwei tragbaren Energiespeicher in zwei Wattstärken – 30 und 65 Watt. Zu den zentralen Merkmalen des Hama Powerpacks zählen etwa das um 180 Grad drehbare, integrierte TFT-Display mit anpassbaren Anzeigemodi Eurostecker, der das Aufladen an nahezu jeder Steckdose besonders unterwegs oder auf Reisen erleichtert.. Nutzer können sich unter anderem die Batterietemperatur oder die aktuell abgegebene Ladeleistung in Watt an den jeweiligen Anschlüssen sowie die verbleibende Kapazität des Powerpacks anzeigen lassen. Ein weiterer Pluspunkt ist der integrierte Battery-Health-Modus. Dieser zeigt die Anzahl der bisherigen Ladezyklen an und gibt so einen schnellen Überblick über den Zustand des Akkus. Das fest integrierte Ladekabel sorgt dafür, dass immer das passende Kabel dabei ist und kann gleichzeitig als praktische Trageschlaufe genutzt werden. Für zusätzlichen Komfort verfügen beide Powerpacks über einen klappbaren EU-Netzstecker. Dadurch lässt sich der Akku direkt an der Steckdose aufladen – ganz ohne separates Netzteil. Dank Schnellladefunktion sind die Powerpacks schnell wieder einsatzbereit. Je nach Modell stehen unterschiedliche Ladeleistungen zur Verfügung. Beide Modelle glänzen mit 10.000 mAh und bieten einen USB-C-Ausgang. Das Basismodell liefert bis zu 30 Watt, die leistungsstärkere Version liefert über USB-C bis zu 65 Watt beziehungsweise 45 Watt und eignet sich damit auch zum schnellen Laden vieler Notebooks. Beide USB-A-Ports unterstützen ebenfalls bis zu 18 Watt. Der Nutzen liegt dabei klar auf der Hand: Die Hama Powerpacks kombinieren hohe Ladeleistung, intelligente Statusanzeigen und praktische Alltagstauglichkeit in einem kompakten Gerät. Nutzer behalten jederzeit den Überblick über Energieverbrauch und Akkuzustand und profitieren von einer flexiblen Stromversorgung – egal ob im Büro, auf Geschäftsreise, im Urlaub oder unterwegs in Deutschland.

Art.-Nr. 201786 Power Pack „Fold“10.000 mAh 30W, UPE1: 54,99 EUR
Art.-Nr. 201787 Power Pack „Fold“ 10.000 mAh 65W, UPE1: 69,99 EUR
1 Unverbindliche Preisempfehlung des Herstellers

Auf einen Blick
Artikelnummer: 201786 und 201787
Name: Power Pack „Fold“ 30W und Power Pack „Fold“ 65W
Preis:  54,99 Euro und 69,99 Euro
wichtigste Eigenschaften: 
Integriertes, drehbares TFT-Display, Hohe Schnellladeleistung bis 65 Watt über USB-C, Klappbarer EU-Netzstecker und fest integriertes Kabel

Lithium-Ionen-Akkus mit Ladebox von Hama

Monheim, 01.09.2026 (PresseBox) – Hama erweitert sein Sortiment um Lithium-Ionen-Akkus im AA- und AAA-Format. Die Lösung richtet sich an Familien und Vielnutzer, die auf Einwegbatterien verzichten möchten. Wiederaufladbare Li-Ion-Akkus sparen langfristig Kosten und reduzieren Abfall.
Die mitgelieferte Ladebox ermöglicht das gleichzeitige Laden von bis zu acht Akkus, wobei jeder Ladeschacht individuell gesteuert wird. Defekte oder nicht wiederaufladbare Batterien werden automatisch erkannt und ausgeschlossen.

Nachhaltig laden, langfristig sparen

Mit den neuen Lithium-Ionen-Akkus greift Hama ein Thema auf, das die Energie-Story des Unternehmens prägt: Energie soll nicht nur verfügbar sein, sondern auch möglichst komfortabel genutzt werden können. Wiederaufladbare Akkus mit zentraler Lade- und Aufbewahrungslösung helfen dabei, Energie effizient bereitzustellen und jederzeit einsatzbereit zu halten.

Gerade in Haushalten mit vielen batteriebetriebenen Geräten wie Spielzeug, Fernbedienungen oder Smart-Home-Komponenten lohnt sich der Umstieg auf Lithium-Ionen-Akkus. Sie überzeugen mit hoher Energiedichte, zuverlässiger Leistung und kommen ohne Memory-Effekt aus. Das mitgelieferte Gehäuse lässt sich per Magnet verschließen und dient gleichzeitig als praktische Transport- und Aufbewahrungsbox. Nach dem Anschluss über USB-C startet der Ladevorgang automatisch, während LED-Anzeigen jederzeit über den aktuellen Ladestatus informieren. Für zusätzliche Sicherheit sorgen eine Temperaturabschaltung und ein Verpolungsschutz. Je nach Bestückung sind die Akkus in rund zwei bis zweieinhalb Stunden wieder einsatzbereit. Damit bieten die Hama Lithium-Ionen-Akkus mit Ladebox eine langlebige und nachhaltige Alternative zu herkömmlichen Einwegbatterien.

Art.-Nr. 223559 Lithium-Ionen-Akkus AAA mit Ladebox, UPE1: 39,99 EUR
Art.-Nr. 223560 Lithium-Ionen-Akkus AA mit Ladebox, UPE1: 39,99 EUR
1 Unverbindliche Preisempfehlung des Herstellers

Auf einen Blick
Artikelnummer: 223559 und 223560
Name: Lithium-Ionen-Akkus mit Ladebox
Preis: 39,99 EUR
wichtigste Eigenschaften: 
USB-C-Kupplung/Buchse; Temperaturschutz/Kurzschlusschutz/Verpolungsschutz; Batterietyp: AAA Micro und AA Mignon

50 Jahre Leben für die Kirchenmusik in Nürnberg

50 Jahre Leben für die Kirchenmusik in Nürnberg

Nürnberg, 01.09.2026 (lifePR) – Am Anfang stand eine Personalentscheidung. Im Jahr 1972 wurde im Erzbistum Bamberg die Stelle eines Regionalkantors für das Dekanat Nürnberg und das Umland geschaffen. Der Auftrag lautete, die katholische Kirchenmusik in Nürnberg und Umgebung auf ein besseres Niveau zu heben, sowohl im Hinblick auf die Ausbildung der nebenamtlichen Organistinnen und Organisten als auch in der Qualität der musikalischen Gestaltung von besonderen Gottesdiensten und Konzerten. Und der Mann, dem man die Bewältigung dieser Mammutaufgabe zutraute, war Rolf Gröschel.

Gröschel brachte alle notwendigen Voraussetzungen für dieses Amt mit: Er war in Nürnberg geboren und aufgewachsen, er war von Kindheit an mit Kirchenmusik vertraut, er hatte am Nürnberger Meistersinger-Konservatorium studiert und konnte bereits einen großen Erfahrungsschatz als Organist und Chorleiter vorweisen, und nicht zuletzt war er dank seiner alteingesessenen Familie gesellschaftlich bestens vernetzt. Und er stürzte sich mit schier unerschöpflichem Idealismus und Arbeitseifer in die Aufgabe.

Was er als Orgellehrer und Diözesanmusiker leistete, verdient eine eigene Würdigung. Hier geht es um die Entwicklung der Nürnberger Kirchenmusiktage, die er ins Leben gerufen hat. Der Beginn war 1976 erst nur ein Wochenende, doch bald weitete sich das Angebot auf eine und dann zwei Wochen aus. Ebenso wuchsen die Bandbreite und die Qualität der eingeladenen Ensembles und Interpreten, die den Vergleich mit den Programmen der evangelisch geleiteten ION (Internationale Orgelwoche Nürnberg) nicht zu scheuen brauchten. Zur festen Größe bis heute wurde der von Gröschel gegründete Palestrina Chor Nürnberg, den er 1977 mit jungen Sängerinnen und Sängern aus seinem Familien-, Freundes- und Studentenkreis aufbaute und zu einem qualitativ hochwertigen Ensemble formte.

Neben der Pflege der klassischen katholischen Kirchenmusik von der Renaissance bis zur Wiener Klassik und der Romantik lag Rolf Gröschel immer auch die zeitgenössische Kirchenmusik am Herzen. Im Rahmen der Kirchenmusiktage fand z. B. die Nürnberger Erstaufführung des “Requiems” von Kszysztof Penderecki statt, und Nürnberger Komponisten wie Waldram Hollfelder und Kerstin Thieme vertrauten Gröschel und seinem Palestrina Chor etliche Uraufführungen an.

Die 50. Nürnberger Kirchenmusiktage beginnen mit einem Konzert, das – passend zu dem besonderen Anlass – vom Werk und von den Interpreten her ein echter Hochkaräter ist: Eine der besten Chorformationen Deutschlands, das Ensemble cantissimo unter der Leitung seines Gründers Markus Utz bringt eines der großen Meisterwerke der geistlichen Musik des 17. Jahrhunderts zur Aufführung, nämlich die Marienvesper von Claudio Monteverdi (Sonntag, 27. September, Frauenkirche).

Weitere hochrangige Gastchöre sind Seicento vocale unter der Leitung von Jan Croonenboeck (Samstag, 3. Oktober, Pfarrkirche St. Georg), Vocanta Erlangen unter der Leitung von Judith Adamczewski (Sonntag, 4. Oktober, Pfarrkirche Allerheiligen) und das Oberton-Ensemble WIR4 (Freitag, 9. Oktober, Pfarrkirche St. Elisabeth). Der Neuzugang in der Orgellandschaft Nürnbergs, die Weimbs-Orgel von 2025 in der Pfarrkirche Allerheiligen, ist in zwei Konzerten zu hören, mit dem Domorganisten von Hamburg St. Marien, Christian Weiherer (Donnerstag, 1. Oktober), und dem jetzigen Regionalkantor von Nürnberg, Frank Dillmann (Dienstag, 6. Oktober). Ein geistliches Konzert der besonderen Art kann man mit dem Pianisten Paul Sturm erleben, der in einem Gesprächskonzert geistliche Klaviermusik vorstellen wird (Donnerstag, 8. Oktober, Pfarrsaal St. Georg).

Den Abschluss bildet traditionsgemäß der Palestrina Chor Nürnberg unter der Leitung von Rolf Gröschel mit einem großen Chor- und Orgelkonzert. Auf dem Programm stehen Werke von Alexander Gretchaninow, Joseph Renner jun. und Gioachino Rossini.

Die 50. Kirchenmusiktage der Katholischen Stadtkirche Nürnberg sind mehr als eine Konzertreihe mit geistlicher Musik – sie sind klingende Nürnberger Kirchenmusiktradition und -pflege, geprägt durch den unermüdlichen Einsatz eines Mannes, dem die katholische Kirchenmusik in Nürnberg sehr viel zu verdanken hat: Rolf Gröschel.

Nähere Informationen zum Programm der 50. Kirchenmusiktage unter www.kirchenmusik-nuernberg.de