von Pressebox | Nov. 2, 2026 | Consumer-Electronics
Bietigheim-Bissingen, 02.11.2026 (PresseBox) – Für Spülmittel, die in Geschirrspülern verwendet werden, gelten in der Europäischen Union künftig neue Regeln. Die Verordnung (EU) 2026/405 über Detergenzien und Tenside vom 11. Februar 2026 ist am 2. März 2026 im Amtsblatt erschienen und am 22. März 2026 in Kraft getreten. Sie löst die Verordnung (EG) Nr. 648/2004 ab, die bis zum 22. September 2029 weiter gilt; die neue Verordnung gilt nach Artikel 37 im Wesentlichen ab dem 23. September 2029. Wie stark die richtige Dosierung von der Wasserhärte abhängt, erklärt der Beitrag zur Funktion des Wasserenthärters im Geschirrspüler des Fachportals der Provimedia GmbH aus Bietigheim-Bissingen.
Wie groß der Markt für Spülmittel insgesamt ist, zeigen die Zahlen der Branche. Laut den Marktzahlen des Industrieverbands Körperpflege- und Waschmittel (IKW) vom 3. Dezember 2025 setzten Geschirrspülmittel in Deutschland im Jahr 2025 rund 1.012 Millionen Euro zu Endverbraucherpreisen um, nach 975 Millionen Euro im Vorjahr. Das entspricht nach der Hochrechnung des Verbands einem Plus von 3,8 Prozent.
Worin sich die neue Detergenzienverordnung von den Regeln aus dem Jahr 2004 unterscheidet
Die alte Verordnung (EG) Nr. 648/2004 wird nach Artikel 35 der neuen Verordnung mit Wirkung vom 23. September 2029 aufgehoben. Nach Erwägungsgrund 3 der neuen Verordnung werden Marktentwicklungen wie Detergenzien mit zugesetzten Mikroorganismen und der Verkauf über Nachfüllstationen von der Verordnung (EG) Nr. 648/2004 nicht oder nur teilweise erfasst. Die neue Verordnung nimmt beides auf und ergänzt digitale Etiketten sowie einen digitalen Produktpass.
Für Nutzer von Geschirrspülern ist eine Neuerung besonders greifbar. Nach Artikel 4 Absatz 3 der Verordnung (EU) 2026/405 müssen Folien oder Polymere in Folien spätestens am 23. März 2032 die Anforderungen an die biologische Abbaubarkeit aus Anhang I Teil B erfüllen. Gemeint sind nach Artikel 2 Nummer 14 wasserlösliche Polymerfolien, die als Detergenzien-Kapseln verwendet werden, etwa die sich im Spülgang auflösenden Hüllen von Spülkapseln. Welche Kriterien die Folien erfüllen müssen, steht noch nicht fest: Anhang I Teil B ist bislang leer, die Kommission muss sie nach Artikel 30 Absatz 4 bis zum 23. März 2029 festlegen.
Phosphorgrenze bleibt, Dosierangabe auf der Packung bleibt Pflicht
Phosphor trägt in Gewässern zur Überdüngung bei, deshalb übernimmt die Verordnung die bisherigen Grenzwerte. Laut Erwägungsgrund 12 der Verordnung (EU) 2026/405 sollen die harmonisierten Grenzwerte für Waschmittel und Maschinengeschirrspülmittel für Verbraucher beibehalten werden. Die Vorgaben stehen in Artikel 6 mit Anhang III und in Artikel 17 Absatz 4 mit Anhang V Teil B. Sie gelten ab dem 23. September 2029 für Maschinengeschirrspülmittel für Verbraucher und entsprechen den bis dahin geltenden Regeln der Verordnung (EG) Nr. 648/2004. Im Einzelnen sind das:
- weniger als 0,3 Gramm Gesamtphosphor in der Standarddosierung (Anhang III der Verordnung (EU) 2026/405, bisher Anhang VIa der Verordnung (EG) Nr. 648/2004)
- die Standarddosierung in Millilitern, Gramm oder Anzahl der Einheiten für den Hauptspülgang
- als Bezugsgröße eine voll beladene Maschine für zwölf Gedecke mit normal verschmutztem Geschirr
- erforderlichenfalls die Dosierung für weiches, mittleres und hartes Wasser
Neu ist die Wahl zwischen den Etikettenformen. Nach Artikel 18 der Verordnung (EU) 2026/405 werden die Pflichtangaben entweder auf einem physischen Etikett oder auf einem digitalen Etikett mit einem physischen Duplikat bereitgestellt. Angaben zum Inhalt wie Tenside, Phosphate und Phosphonate dürfen nach Anhang V Teil C künftig allein auf dem digitalen Etikett stehen.
Nachfüllstationen und digitale Etiketten sollen Verpackung sparen
Wer Spülmittel künftig an einer Nachfüllstation abgibt, trägt nach Artikel 12 der Verordnung (EU) 2026/405 eigene Pflichten. Der Wirtschaftsakteur, der das Produkt für Endnutzer bereitstellt, muss Risikominderungsmaßnahmen treffen, etwa Kinder daran hindern, die Station unbeaufsichtigt zu benutzen, und sein Personal angemessen schulen. Außerdem muss er sicherstellen, dass die an der Station angebotenen Detergenzien nicht in einer Weise miteinander reagieren, die die menschliche Gesundheit gefährden könnte.
Für Haushalte, die schon heute Verpackung und Chemie sparen wollen, gibt es Alternativen zu vorportionierten Tabs. Welche das sind und wo ihre Grenzen liegen, beschreibt der Beitrag zum Spülen ohne Tabs im Geschirrspüler auf demselben Portal.
Wirtschaftlich bleiben die Spülmittel ein kleiner, aber stabiler Teil des Haushaltsmarkts. Laut den IKW-Zahlen vom Dezember 2025 wuchs der gesamte Markt für Haushaltspflegemittel 2025 um 3,2 Prozent auf 5.862 Millionen Euro. Geschirrspülmittel stellen damit gut ein Sechstel dieses Marktes.
Hersteller haben im Wesentlichen bis September 2029 Zeit für die Umstellung
Im Handel ändert sich im Winter 2026 noch nichts. Nach Artikel 36 Absatz 1 der Verordnung (EU) 2026/405 dürfen Detergenzien, die vor dem 23. September 2029 nach den bisherigen Regeln in Verkehr gebracht werden, unbefristet weiter verkauft werden. Produkte, die zwischen dem 23. September 2029 und dem 22. September 2030 noch nach altem Recht in Verkehr gebracht werden, dürfen nach Absatz 2 bis zum 23. September 2030 angeboten werden. Die nächsten Marktzahlen des IKW erscheinen voraussichtlich wieder Anfang Dezember 2026.
„Für den Alltag am Geschirrspüler ist die wichtigste Angabe die Dosierung für die eigene Wasserhärte, soweit sie auf der Packung steht. Wer sie kennt, spart Pulver oder Tabs, Geld und Abwasserbelastung, lange bevor die neuen Etiketten kommen“, sagt Alexander Weipprecht, Geschäftsführer der Provimedia GmbH.
Die vorstehenden Angaben zu Maschinengeschirrspülmitteln geben eine allgemeine Information nach dem am 23. September 2026 abgerufenen Wortlaut der Verordnungen (EU) 2026/405 und (EG) Nr. 648/2004 wieder und sind keine Rechtsberatung. Welche Pflichten ein Hersteller oder Händler im Einzelfall trifft, klärt sich in einer rechtlichen Beratung.
von Pressebox | Nov. 2, 2026 | Musik
Irsee, 02.11.2026 (lifePR) – Am Vorabend des 9. November, des Gedenktags an die Reichspogromnacht, wird der Festsaal von Kloster Irsee zum Ort einer besonderen musikalischen Begegnung. Am Sonntag, 8. November 2026, um 20 Uhr gastieren Markus Stockhausen, Dinesh Mishra & Friends mit dem Konzert „Ein Konzert für Frieden“. Sieben Musikerinnen und Musiker aus unterschiedlichen musikalischen Traditionen treffen an diesem Abend aufeinander. Freie Improvisation, klassische indische Musik, europäischer Jazz und weitere Einflüsse verbinden sich zu einer vielschichtigen musikalischen Sprache. Im Mittelpunkt steht dabei weniger ein festgelegtes musikalisches Programm als die Begegnung und das gemeinsame Erleben von Klang.
Der Veranstaltungsort verleiht dem Konzert eine besondere Bedeutung. In Irsee wurden während der Zeit des Nationalsozialismus Menschen im Rahmen der nationalsozialistischen „Euthanasie“-Verbrechen ermordet. Heute ist Kloster Irsee ein Ort der Erinnerung, Bildung und Auseinandersetzung mit der Geschichte. Das Konzert nimmt diesen historischen Kontext auf und setzt Musik als Zeichen für Frieden, Verständigung und gemeinsames Erinnern dagegen.
Markus Stockhausen, einer der profiliertesten Improvisationsmusiker Deutschlands, und der indische Musiker Dinesh Mishra bringen dabei unterschiedliche musikalische Welten zusammen. Gemeinsam mit ihren musikalischen Gästen entsteht ein Abend zwischen Jazz, indischer Musik, Improvisation und meditativen Klangwelten – eine Reise, die zum Zuhören und Innehalten einlädt. Freuen Sie sich auf eine Begegnung mit der verbindenden Kraft von Musik.
Veranstaltungsort: Festsaal Kloster Irsee
Termin: Sonntag, 8. November 2026
Beginn: 20 Uhr
Tickets im Vorverkauf gibt es im Stadtmuseum, bei allen Reservix-Vorverkaufsstellen, online unter www.kaufbeuren.reservix.de, telefonisch unter 08341 / 966 83 966 (Mo-Do 09:00 – 12:00 Uhr) oder jederzeit per WhatsApp unter 015202434081.
von Pressebox | Nov. 1, 2026 | Consumer-Electronics
Bietigheim-Bissingen, 01.11.2026 (PresseBox) – Das Energielabel für Fernseher nennt bei HDR-fähigen Geräten zwei Verbrauchswerte, einen für normale und einen für kontrastreiche Bildinhalte. Gemeint sind Inhalte mit Standard-Dynamikumfang (SDR) und mit hohem Dynamikumfang, englisch High Dynamic Range (HDR). So schreibt es Anhang III der Delegierten Verordnung (EU) 2019/2013 seit dem 1. März 2021 vor. Parallel begrenzt die Ökodesign-Verordnung (EU) 2019/2021 den Energieeffizienzindex (EEI) eines neu in Verkehr gebrachten Geräts. Seit dem 1. März 2023 gilt der Höchstwert von 0,90 auch für Displays mit mehr als Ultra-High-Definition-Auflösung (UHD), also für 8K-Fernseher, und für MicroLED-Bildschirme.
In die Berechnung des Index geht die Bildschirmfläche in Quadratdezimetern ein. Wie viel Leistung ein Gerät dieser Größe im Betrieb aufnimmt, erläutert die Zusammenstellung zu Messwerten zur Leistungsaufnahme von 75-Zoll-Fernsehern auf dem Fachportal der Provimedia GmbH aus Bietigheim-Bissingen.
Fünf Ökodesign-Vorgaben für neu in Verkehr gebrachte Fernseher – der EEI-Grenzwert hängt von der Auflösung ab
Seit März 2021 gelten die Mindestanforderungen der Verordnung (EU) 2019/2021 in der konsolidierten Fassung vom 1. Mai 2021. Laut ihrem Anhang II müssen Hersteller und Importeure für elektronische Displays diese Werte einhalten:
- EEI höchstens 0,90 im Ein-Zustand für Geräte oberhalb der High-Definition-Auflösung (HD) bis UHD seit dem 1. März 2023, zuvor 1,10
- EEI höchstens 0,90 für Geräte mit mehr als UHD-Auflösung und für MicroLED-Displays seit dem 1. März 2023, zuvor ohne Grenzwert
- höchstens 0,50 Watt im Bereitschaftszustand und 2,00 Watt im vernetzten Bereitschaftsbetrieb seit dem 1. März 2021, zuzüglich Toleranzen für Zusatzfunktionen wie Statusanzeige oder Anwesenheitssensor bis insgesamt 2,20 beziehungsweise 7,70 Watt
- Ersatzteile wie internes Netzteil und Kondensatoren mit mehr als 400 Mikrofarad für fachlich kompetente Reparateure, mindestens sieben Jahre nach dem Inverkehrbringen des letzten Exemplars eines Modells
- die letzte Firmware-Version mindestens acht Jahre ab demselben Zeitpunkt, die letzte Sicherheitsaktualisierung dabei kostenlos
Für Geräte mit bis zu HD-Auflösung liegt der Höchstwert seit dem 1. März 2023 bei 0,75. Fernbedienung und externes Netzteil müssen laut Anhang II auch Endnutzern ebenso lange als Ersatzteil zur Verfügung stehen.
Getrennte Klassen für SDR und HDR stehen auf dem Etikett HDR-fähiger Geräte
Das Energielabel nennt nach Anhang III der Verordnung (EU) 2019/2013 die Effizienzklasse von A bis G für SDR-Inhalte und den Verbrauch im Ein-Zustand in Kilowattstunden je 1.000 Stunden. Bei HDR-fähigen Geräten stehen Klasse und Verbrauch zusätzlich für HDR-Inhalte auf dem Etikett. Ohne HDR-Unterstützung entfallen seit Mai 2021 laut Delegierter Verordnung (EU) 2021/340 HDR-Piktogramm und HDR-Klasse. Dazu kommen Bildschirmdiagonale in Zentimetern und Zoll sowie ein QR-Code zur EU-Produktdatenbank. Die Klasse A erreicht ein Gerät laut Anhang II der Verordnung 2019/2013 mit einem EEI für das Label unter 0,30, die Klasse G beginnt bei 0,90.
„Bei großen Bildschirmen entscheidet die zweite Zeile auf dem Etikett. Wer viel Streaming in HDR schaut, sollte den HDR-Verbrauch vergleichen und nicht nur die Klasse für SDR. Ein Gerät mit guter SDR-Klasse kann bei HDR-Inhalten deutlich mehr Strom brauchen“, sagt Alexander Weipprecht, Geschäftsführer der Provimedia GmbH.
Wie sich die Klasse A bei sehr großen Diagonalen einordnet, zeigt die Seite zur Effizienzklasse A bei 85-Zoll-Fernsehern im Vergleich auf dem Fachportal.
Haushalte besitzen im Schnitt mehr als ein Fernsehgerät
Laut der Einkommens- und Verbrauchsstichprobe 2023 des Statistischen Bundesamtes, Tabellenstand 9. Dezember 2025, hatten 98,9 Prozent der Haushalte in Deutschland mindestens einen Fernseher. Auf 100 Haushalte kamen nach Angaben des Amtes 162,5 Geräte, hochgerechnet 66,4 Millionen Fernseher. Fünf Jahre zuvor lagen die Werte bei 94,3 Prozent und 156,1 Geräten je 100 Haushalte.
Die Erhebung erfasst den Ausstattungsbestand zum 1. Januar, nicht die Bildschirmgröße, und weist große Diagonalen deshalb nicht gesondert aus.
Automatische Helligkeitsregelung senkt den gemessenen Wert
Laut Anhang II der Ökodesign-Verordnung erhalten Geräte mit automatischer Helligkeitsregelung einen Abzug von 10 Prozent auf die gemessene Leistungsaufnahme. Voraussetzung ist unter anderem, dass die Regelung ab Werk aktiviert ist und die Aufnahme bei schwachem Umgebungslicht um mindestens 20 Prozent sinkt. Wählt ein Nutzer eine Einstellung mit höherem Verbrauch als die Normalkonfiguration, muss das Gerät einen Warnhinweis zeigen und eine ausdrückliche Bestätigung verlangen.
Ein Software-Update darf laut Artikel 6 der Verordnung Energieverbrauch und andere angegebene Parameter nur mit vorheriger ausdrücklicher Zustimmung des Endnutzers verschlechtern. Nach Absatz 3 darf ein Update nie dazu führen, dass die Ökodesign-Anforderungen nicht mehr eingehalten werden.
Beim Kauf im November 2026 hilft der QR-Code auf dem Etikett
Über den QR-Code auf dem Label gelangen Käufer zu den Angaben des Modells in der Produktdatenbank, einschließlich der zugesagten Zeiträume für Ersatzteile und Updates. Die Überprüfung beider Verordnungen auf EU-Ebene läuft; neue Anforderungen waren bis zum 22. September 2026 nicht beschlossen. Die nächste Einkommens- und Verbrauchsstichprobe ist nach dem bisherigen Fünf-Jahres-Rhythmus für 2028 zu erwarten und wird zeigen, ob der Bestand an Fernsehern weiter wächst.
Die vorstehenden Angaben zu Energielabel und Ökodesign-Anforderungen für Fernseher geben eine allgemeine Information nach den am 23. September 2026 abgerufenen Normtexten wieder und sind keine Rechtsberatung. Grundlage sind die Delegierte Verordnung (EU) 2019/2013 und die Verordnung (EU) 2019/2021, jeweils konsolidiert zum 1. Mai 2021. Sie enthalten die Änderungen durch die Delegierte Verordnung (EU) 2021/340 beziehungsweise die Verordnung (EU) 2021/341.
von Pressebox | Okt. 31, 2026 | Consumer-Electronics
Bietigheim-Bissingen, 31.10.2026 (PresseBox) – Wer im Herbst 2026 einen defekten Wäschetrockner reparieren lässt, findet einen staatlichen Zuschuss nur in einzelnen Ländern wie Sachsen. Sachsen erstattet nach seiner seit Februar 2026 geltenden Förderrichtlinie die Hälfte der Rechnung, höchstens 200 Euro je Reparatur. Thüringen hat seinen Zuschuss zum Jahresende 2025 auslaufen lassen, in Berlin sind die Mittel aufgebraucht. Ob sich ein Defekt überhaupt beheben lässt, grenzt der Leitfaden zur Fehlersuche am Wäschetrockner des Fachportals der Provimedia GmbH aus Bietigheim-Bissingen ein.
Einen bundesweiten Zuschuss für Reparaturen gibt es bisher nicht. Der Bundesrat hat im Mai 2026 gebeten, im weiteren Gesetzgebungsverfahren finanzielle Anreize für Verbraucherinnen und Verbraucher zu prüfen, etwa einen nationalen Reparaturbonus und steuerliche Vergünstigungen für Reparaturdienstleistungen. Der Bundestag hat am 25. Juni 2026 einen ähnlichen Prüfauftrag beschlossen.
Womit Sachsen die Reparatur eines Wäschetrockners bezuschusst
Der Wäschetrockner steht auf der Liste der förderfähigen Geräte, die die Sächsische Aufbaubank (SAB) als Bewilligungsstelle veröffentlicht, getrennt vom kombinierten Waschtrockner. Antragsberechtigt sind Erwachsene mit Hauptwohnsitz in Sachsen.
Die Förderrichtlinie des sächsischen Wirtschaftsministeriums gilt seit dem 13. Februar 2026. Gefördert werden nach Richtlinie und Aufbaubank nur erfolgreiche Reparaturen mit nachgewiesener Bezahlung; andere Fördermittel für dieselbe Maßnahme schließt die Richtlinie aus. Unter anderem regelt sie folgende Punkte:
- die Hälfte der Reparaturrechnung, höchstens 200 Euro je Reparatur
- ein Rechnungsbetrag von mindestens 115 Euro einschließlich Umsatzsteuer
- bis zu zwei geförderte Reparaturen je Person und Jahr
- eine Reparatur durch einen gelisteten Betrieb, durchgeführt seit dem 2. Oktober 2025
- ein Antrag nach Abschluss der Reparatur, eingereicht bis zum 1. Dezember des jeweiligen Jahres
Den Mindestbetrag hat das Ministerium beim Neustart im November 2025 von 75 auf 115 Euro angehoben. Als Budget nannte das Ministerium rund vier Millionen Euro aus dem Klimafonds Sachsen. Ob eine Trocknerreparatur oberhalb dieser Schwelle wirtschaftlich ist, ordnet die Abwägung von Reparaturkosten und Nutzwert beim Trockner ein.
Einen Rechtsanspruch auf den Zuschuss gibt es in Sachsen nicht. Liegen mehr Anträge vor, als bewilligt werden können, entscheidet laut Richtlinie die Reihenfolge, in der die vollständigen Anträge mit Unterlagen eingehen.
Wie viel eine geförderte Reparatur in Thüringen im Durchschnitt kostete
Wie stark ein solcher Zuschuss nachgefragt wird, zeigt der Sachbericht der Verbraucherzentrale Thüringen zum letzten Programmjahr. Laut dem im Februar 2026 vorgelegten Bericht gingen zwischen dem 16. Juni und dem 31. Dezember 2025 insgesamt 11.570 Anträge ein. Bewilligt wurden 10.383 Anträge mit zusammen fast 784.000 Euro.
Eine Reparatur kostete in Thüringen im Durchschnitt 183 Euro, gezählt wurden dabei nur Rechnungen ab 50 Euro. Ausgezahlt wurden im Mittel 76 Euro je bewilligtem Antrag, die Obergrenze lag bei 100 Euro je Person und Jahr.
Im Sachbericht für das Programmjahr 2024 hat die Verbraucherzentrale Wäschetrockner als eigene Gerätegruppe ausgewiesen. Damals wurden 173 von 190 Anträgen für Trocknerreparaturen bewilligt, eine solche Reparatur kostete im Durchschnitt 205 Euro und damit mehr als der Durchschnitt aller Geräte von 182 Euro. Nach Angaben der Verbraucherzentrale wurden in fünf Programmjahren rund 50.000 Anträge bewilligt.
Warum ein bundesweiter Reparaturbonus vorerst ein Prüfauftrag bleibt
Der Bundesrat hat sich in seiner 1065. Sitzung mit dem Gesetzentwurf der Bundesregierung zur Reparatur von Waren befasst. In seiner Stellungnahme bittet er, finanzielle Anreize für Verbraucherinnen und Verbraucher zu prüfen, etwa Zuschüsse in Form eines nationalen Reparaturbonus. Begründet wird das damit, dass die hohen Kosten einer Reparatur im Vergleich zur Neuanschaffung überwiegen.
Der Bundestag hat den Gesetzentwurf zur Förderung der Reparatur von Waren am 25. Juni 2026 angenommen und zugleich eine Entschließung verabschiedet. Gemäß dieser Entschließung soll die Bundesregierung nationale Fördermaßnahmen prüfen, ausdrücklich auch eine Senkung der Mehrwertsteuer auf Reparaturdienstleistungen und einen unternehmensfinanzierten Reparaturbonus nach dem Vorbild Frankreichs. Am Ergebnis der Prüfung soll sie den Bundestag teilhaben lassen.
Welche Stellen bis zum Jahresende 2026 über den Zuschuss entscheiden
In Berlin sind die Mittel des im September 2024 gestarteten Programms nach Angaben der Senatsverwaltung aufgebraucht; gefördert wurden dort über 14.000 Reparaturen. Die Investitionsbank Berlin will auf ihrer Programmseite informieren, wenn das Programm 2026 fortgesetzt werden soll; am 15. Oktober 2026 stand dort keine solche Ankündigung. In Sachsen gilt die Förderrichtlinie bis zum 30. September 2030, bewilligt wird jeweils im Rahmen der verfügbaren Haushaltsmittel.
„Bei einem defekten Wäschetrockner entscheidet selten der Schaden über das Ende des Geräts, sondern der Kostenvoranschlag. Ein Zuschuss, der an der Landesgrenze endet, macht diese Rechnung zu einer Frage des Wohnorts“, sagt Alexander Weipprecht, Geschäftsführer der Provimedia GmbH.
In Sachsen endet die Frist für Anträge des laufenden Jahres nach der Richtlinie am 1. Dezember 2026. Wer einen Trockner reparieren lassen will, prüft vor dem Auftrag, ob der Betrieb auf der Liste der teilnehmenden Reparaturunternehmen der Aufbaubank steht. Auf Bundesebene hängt der nächste Schritt davon ab, welches Prüfergebnis die Bundesregierung dem Bundestag vorlegt.
Die Angaben geben den am 15. Oktober 2026 abgerufenen Stand der Förderrichtlinie Reparaturbonus/2025, der SAB-Programmseite und Geräteliste, der Drucksachen Bundesrat 182/26 (B) und Bundestag 21/6693 samt Plenarbeschluss wieder und sind keine Rechtsberatung. Ob eine einzelne Trocknerreparatur förderfähig ist, entscheidet im Einzelfall die Bewilligungsstelle.
von Pressebox | Okt. 30, 2026 | Musik
Essen, 30.10.2026 (lifePR) – Musikalisch sind sie Frankreichs bekanntestes Geschwisterpaar: Am Sonntag, 08. November 2026, um 17:00 Uhr sind Renaud und Gautier Capuçon mit dem Orchestre Philharmonique de Radio France unter der Leitung ihres Chefdirigenten Jaap van Zweden in der Philharmonie Essen zu Gast. Die Capuçon-Brüder sind ein bisschen wie Popstars der Klassik. Und auch künstlerisch passt zwischen Renaud, den Geiger, und Gautier, den Cellisten, kein Blatt. Das führt zu außergewöhnlichen Konzerterlebnissen. Beide betrachten die Romantik als ihre musikalische Heimat. Und so wird es ein Glücksfall, wenn die zwei Brüder in Essen das Doppelkonzert von Johannes Brahms aufführen. Französisch auch das Orchester: Das Orchestre Philharmonique de Radio France ist die Nummer eins unter den Rundfunkorchestern im Nachbarland. Um den Frankreich-Schwerpunkt zu komplettieren, erklingt im zweiten Teil des Konzerts die „Symphonie fantastique“ von Hector Berlioz.
Johannes Brahms’ Doppelkonzert diente unter anderem der künstlerischen Versöhnung zwischen Brahms und dem Geiger Joseph Joachim, mit dem er jahrelang zerstritten war. Clara Schumann nannte es deshalb ein „Versöhnungswerk“. Das Werk besticht durch klassische Klarheit, lyrische Melodien und feine Dialoge zwischen Violine und Violoncello. Die „Symphonie fantastique“ gilt als ein Meisterwerk der Romantik. Der knapp 27-jährige Komponist begründete damit eine neue Art von Programmmusik. Das weltbekannte Stück schildert in fünf Sätzen die Liebe und den Liebeskummer eines jungen Künstlers, die ihn bis in düstere Visionen führen.
Karten (€ 25,00-85,00 Euro) sind erhältlich im TicketCenter der TUP, II. Hagen 2 (Mo 10:00-16:00 Uhr; Di-Fr 10:00-17:00 Uhr; Sa 10:00-14:00 Uhr), an der Kasse des Aalto-Theaters, Opernplatz 10 (Di-Sa 13:00-18:00 Uhr), telefonisch unter 0201 81 22-200 sowie online unter www.theater-essen.de.