von Pressebox | Sep. 15, 2026 | Consumer-Electronics
Bietigheim-Bissingen, 15.09.2026 (PresseBox) – Seit dem 1. September 2026 müssen die Kassen neue Richtlinien zur Hilfsmittelempfehlung durch Pflegefachpersonen anwenden. Beschlossen hat sie am 6. Juli 2026 der GKV-Spitzenverband, der nach § 53 SGB XI (Elftes Buch Sozialgesetzbuch) die Aufgaben des Spitzenverbandes Bund der Pflegekassen wahrnimmt — ihm weist § 17a Absatz 1 SGB XI die Richtlinienkompetenz zu. In Anhang III der Richtlinien steht die Produktuntergruppe 50.45.03, Einlegerahmen zur Pflegeerleichterung. Warum ein solcher Rahmen in der Versorgung zu Hause überhaupt eine Rolle spielt, beschreibt eine Darstellung zum Einsatz motorisch verstellbarer Rahmen in der häuslichen Pflege.
Wer eine Empfehlung abgeben kann und was sie auslöst
Adressat der Regelung sind Pflegefachpersonen, nicht Pflegebedürftige und nicht Angehörige. § 40 Absatz 6 Satz 1 SGB XI zählt die Anlässe abschließend auf. Empfehlen können Pflegefachpersonen nur bei vier Leistungen:
- Pflegesachleistung nach § 36 SGB XI
- Beratungseinsätze nach § 37 Absatz 3 SGB XI
- häusliche Krankenpflege nach § 37 SGB V (Fünftes Buch Sozialgesetzbuch)
- außerklinische Intensivpflege nach § 37c SGB V
Die Vermutungswirkung tritt zudem nur ein, wenn die empfehlende Person einen der genannten Abschlüsse nach dem Pflegeberufegesetz hat und nicht für einen Hilfsmittelleistungserbringer tätig ist. Liegt eine solche Empfehlung bei der Antragstellung vor, werden Notwendigkeit und Erforderlichkeit der Versorgung unter den in den Richtlinien festgelegten Voraussetzungen vermutet.
Liegt eine Empfehlung vor, entfallen zwei Verordnungen. Nach § 40 Absatz 6 Satz 4 SGB XI bedarf es weder einer vertragsärztlichen Verordnung nach § 33 Absatz 5a SGB V noch einer Verordnung einer Pflegefachperson nach § 15a Absatz 1 Nummer 2 SGB V. Zeitlich ist die Empfehlung eng begrenzt: Sie darf bei der Antragstellung nicht älter als zwei Wochen sein. Über den Antrag entscheidet die Kasse zügig, spätestens binnen drei Wochen nach Antragseingang. Kann sie die Frist nicht einhalten, muss sie das rechtzeitig schriftlich unter Angabe der Gründe mitteilen; bleibt diese Mitteilung aus, gilt die Leistung nach Fristablauf als genehmigt.
Die Richtlinien selbst nennen den Grund für die Konstruktion: Pflegefachpersonen kennen die häusliche Pflegesituation aus eigener Anschauung, weshalb Versorgungen ohne Umweg über eine zusätzliche Begutachtung zustande kommen sollen.
An welchen Stellen die Vermutungswirkung endet
Die Vermutung reicht weniger weit, als der Begriff nahelegt. Nach Angaben des GKV-Spitzenverbands ersetzt sie die Prüfung der Wirtschaftlichkeit der Versorgung durch die Kranken- oder Pflegekasse nicht. Sie greift außerdem nur für die Produktarten, die in Anhang III des Regelwerks einzeln aufgeführt sind. Die dort ebenfalls abgedruckten Produktuntergruppen dienen nur der Übersicht; eine Empfehlung kann nicht auf sie gestützt werden.
Weitere Grenzen zieht das Regelwerk selbst:
- Stellt die Kasse eine offensichtliche Unrichtigkeit der Empfehlung fest, tritt die Vermutungswirkung nicht ein.
- Die Regelung gilt nach der Gesetzessystematik allein für die häusliche Pflege, nicht für stationäre Leistungen.
- Die weiteren Leistungsvoraussetzungen prüft die Kasse unverändert.
- Zuschüsse für wohnumfeldverbessernde Maßnahmen sind ein anderes Instrument: § 40 Absatz 4 SGB XI begrenzt sie auf 4 180 Euro je Maßnahme und je Pflegebedürftigem; leben mehrere Anspruchsberechtigte zusammen, gilt ein höherer Gesamtbetrag je Maßnahme.
Was einen Pflege-Einlegerahmen von einem Komfortmodell unterscheidet
Der Unterschied liegt nicht im Motor, sondern in der Listung. Laut dem Hilfsmittelverzeichnis des GKV-Spitzenverbands tragen die Rahmen technische Merkmale, die im Möbelhandel keine Rolle spielen. Die Produktart 50.45.03.5 beschreibt etwa einen motorisch verstellbaren Einlegerahmen mit einer Liegeflächenlänge über 1,80 Meter und einer sicheren Arbeitslast bis 250 Kilogramm. Eine Parallelposition trägt der Anhang unter 19.40.03 für behindertengerechte Ausführungen.
Ein Rahmen aus dem Möbelhandel erfüllt diese Merkmale in der Regel nicht. Damit entfällt jedenfalls die Vermutungswirkung; ob im Einzelfall trotzdem ein Leistungsanspruch besteht, richtet sich nach § 33 SGB V und § 40 SGB XI und entscheidet die Kasse. Für die Versorgung zu Hause bleibt er trotzdem relevant, weil viele Haushalte zunächst nach Komfort und Haltung auswählen – etwa danach, was ein verstellbares Kopfteil im Alltag bewirkt.
Wie groß die Gruppe ist, die das betrifft
Die Zahl der Betroffenen ist erheblich. Nach den Angaben des Bundesministeriums für Gesundheit mit Stand Juli 2026 bezogen im Jahr 2025 insgesamt 6.426.558 Menschen Leistungen der sozialen Pflegeversicherung und der privaten Pflege-Pflichtversicherung. Davon entfielen 5.515.422 auf die ambulante und 770.794 auf die stationäre Versorgung.
Das Verhältnis von ambulant zu stationär versorgten Leistungsbeziehenden gibt das Ministerium für 2025 mit 86 zu 14 an, nach 85 zu 15 im Jahr davor. Die Versorgung verschiebt sich also weiter in die Wohnung, und damit auch die Frage, wie ein Bett dort ausgestattet ist.
„Der eigentliche Fortschritt liegt nicht in der Technik, sondern im Weg dorthin. Wenn die Fachkraft am Bett den Bedarf feststellen kann, verkürzt das eine Kette, die bisher regelmäßig an einem Termin scheiterte“, sagt Alexander Weipprecht, Geschäftsführer der Provimedia GmbH.
Worauf Haushalte vor dem Antrag noch achten
Für die kommenden Monate lohnt der Blick in das Verzeichnis selbst: Der GKV-Spitzenverband schreibt die Produktgruppen des Hilfsmittelverzeichnisses laufend fort und macht jede Fortschreibung mit Datum bekannt. Haushalte, die eine Versorgung planen, prüfen deshalb vor dem Antrag, ob das gewünschte Modell in der aktuellen Fassung des Anhangs steht.
Die vorstehenden Ausführungen geben eine allgemeine Einordnung nach dem am 7. September 2026 abgerufenen Wortlaut und sind keine Rechtsberatung. Ob und wie die genannten Regelungen im Einzelfall greifen, klärt eine rechtliche Beratung.
von Pressebox | Sep. 15, 2026 | Consumer-Electronics
Bietigheim-Bissingen, 15.09.2026 (PresseBox) – Der deutsche Fahrradmarkt wächst im ersten Halbjahr 2026 wieder. Nach Angaben des Zweirad-Industrie-Verbands vom 7. September 2026 stieg die Produktion von Fahrrädern gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 6 Prozent, der Absatz um annähernd 10 Prozent. Bei Pedelecs, also Rädern mit Tretunterstützung, legte die Produktion um mehr als 4 Prozent zu und der Verkauf um rund 2 Prozent. Mit jedem zusätzlichen Rad wächst der Einsatzbereich für Action-Cams an Lenker und Helm – wie eine automatische Motivverfolgung dabei arbeitet, beschreibt die Darstellung dazu, wie eine Kamera dem Motiv selbsttätig folgt.
Was der Zweirad-Industrie-Verband für das erste Halbjahr 2026 meldet
Die Halbjahresbilanz des Verbands beschreibt eine Branche, die nach drei schwierigen Jahren wieder Boden gewinnt. Die Lagerbestände aus der Zeit nach dem Nachfrageschub sind nach Angaben des Verbands weitgehend abgebaut, der Handel bestellt allerdings weiter vorsichtig.
- Fahrradproduktion: ein Plus von 6 Prozent gegenüber dem ersten Halbjahr 2025
- Fahrradabsatz: ein Plus von annähernd 10 Prozent
- Pedelec-Produktion: ein Plus von mehr als 4 Prozent
- Pedelec-Verkauf: ein Plus von rund 2 Prozent
- Ausfuhr von Rädern und Pedelecs: ein Plus von mehr als 6 Prozent
„Die ersten sechs Monate zeigen: Die Talsohle liegt hinter uns. Die Branche ist stabil und der Markt kommt wieder in Bewegung“, sagt Burkhard Stork, Geschäftsführer des Zweirad-Industrie-Verbands. Wachstum meldet der Verband auch im Ersatzteil- und Zubehörgeschäft: Bei Verschleißteilen verzeichnet die Branche deutliche Zuwächse, die Werkstätten bleiben gut ausgelastet. Gravelbikes, also Räder für befestigte und unbefestigte Wege, gewinnen laut Verband inzwischen auch im mittleren und niedrigen Preissegment an Bedeutung.
Wie viele Menschen in Deutschland mit dem Rad unterwegs sind
Der Absatz beschreibt den Zufluss, nicht die Nutzung. Wie groß das Feld tatsächlich ist, zeigt die Radreiseanalyse des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC), vorgestellt am 4. März 2026 auf Grundlage von 17.300 Befragungen. Laut dieser Auswertung nutzen 39,3 Millionen Menschen in Deutschland das Rad im Urlaub oder in der Freizeit.
Die Auswertung unterscheidet vier Nutzungsformen mit sehr verschiedenen Größenordnungen. Auf Tagesausflüge entfallen 34 Millionen Menschen und 361 Millionen einzelne Ausflüge. Klassische Radreisen mit mehr als drei Übernachtungen unternahmen 3,3 Millionen Menschen, Kurzreisen mit einer oder zwei Übernachtungen 4,2 Millionen. Radfahren im Urlaub ohne geplante Radreise erreichte 12,7 Millionen Menschen und war damit das einzige wachsende Segment.
Nach Angaben des Fahrrad-Clubs nutzt die Hälfte der Radreisenden ein Pedelec, und 29 Prozent der Reisenden kauften vor der Reise neue Ausrüstung. Genau in dieser Position steht die Kamera: nicht als Hauptanschaffung, sondern als Zubehör, das mit dem Rad zusammen ausgesucht wird.
Was Action-Cams am Fahrrad anders leisten müssen als Kameras im Wohnzimmer
Die Anforderungen an eine Kamera am Rad unterscheiden sich in fast jedem Punkt von denen an eine Kamera im Innenraum. Entscheidend sind Halterung, Dichtigkeit gegen Regen und Spritzwasser, Verhalten bei Kälte sowie die Frage, wie ruhig das Bild bei Erschütterungen bleibt. Auflösung steht selten an erster Stelle, weil jedes aktuelle Modell sie ohnehin liefert.
Die Halterung ist der am häufigsten unterschätzte Punkt. Ein Lenker überträgt jede Fahrbahnunebenheit direkt in das Gehäuse, ein Helm dämpft stärker, verändert dafür aber die Blickrichtung mit jeder Kopfbewegung. Eine Klemmung am Vorbau liegt näher an der Rahmenmitte und zeigt weniger Lenkbewegung im Bild als eine Klemmung am Lenkerende.
Bei Nässe entscheidet nicht nur das Gehäuse, sondern auch die Frontlinse. Wassertropfen auf der Linse verwischen das Bild stärker als jede Kompression, und ein hydrophober Belag hält sie kürzer an der Oberfläche. Für Herbstfahrten kommt die Beschlagbildung dazu, wenn eine warme Kamera in kühle Luft gerät.
Warum die Stromversorgung über die Länge einer Aufnahme entscheidet
Der praktische Grenzwert einer Tour ist selten die Speicherkarte, sondern der Akku. Kälte senkt die entnehmbare Kapazität, eine dauerhaft aktive Funkverbindung zum Telefon kostet zusätzlich, und hohe Bildraten heizen den Sensor auf. Wie stark diese drei Faktoren zusammenwirken, beschreibt eine Einschätzung dazu, wie sich die Akkulaufzeit im Dauerbetrieb verlängern lässt.
Wer mehrtägig unterwegs ist, plant mit Wechselakkus statt mit einer einzelnen Zusatzbatterie. Eine Powerbank am Rahmen lädt zwar nach, hält die Kamera dabei aber warm und verlängert die Aufnahme nicht in jedem Fall. Bei den 4,6 Millionen klassischen Radreisen des Jahres 2025 mit durchschnittlich 7,6 Übernachtungen je Person ist der Ladeplan Teil der Reiseplanung.
„Am Rad entscheidet nicht der Datenblattwert, sondern die Halterung und der Akku. Eine Kamera, die nach vierzig Minuten abschaltet, hat die schönste Abfahrt des Tages nicht aufgezeichnet“, sagt Alexander Weipprecht, Geschäftsführer der Provimedia GmbH.
Die Marktzahlen zählen Räder, nicht Kameras
Aus den Zahlen des Zweirad-Industrie-Verbands lässt sich keine Stückzahl für Kameras ableiten. Nach Angaben des Verbands erfasst die Bilanz Produktion, Absatz und Ausfuhr von Rädern und Pedelecs, nicht das Zubehör anderer Branchen. Ein Plus von annähernd 10 Prozent beim Fahrradabsatz beschreibt deshalb ein größeres Umfeld, keine Nachfrage nach Aufnahmetechnik.
Auch die Radreiseanalyse misst Reisen und Ausgaben, nicht Ausrüstungsteile im Einzelnen. Laut der Erhebung umfasst der Wert von 29 Prozent Ausrüstungskäufen Räder, Taschen, Kleidung und Teile gemeinsam. Eine belastbare Zahl allein für Kameras am Lenker liegt aus keiner der beiden Quellen vor.
Welche Saison im September auf welche folgt
Der September ist für Aufnahmetechnik im Freien ein Umschlagpunkt. Die Wassersportsaison endet, die Wintersaison beginnt, und beide Zeiträume stellen verschiedene Anforderungen an Dichtigkeit und Kältefestigkeit. Händler sortieren ihr Sortiment in diesen Wochen um.
Die nächsten belastbaren Werte zum Fahrradmarkt legt der Zweirad-Industrie-Verband üblicherweise im Frühjahr für das abgelaufene Gesamtjahr vor, die Radreiseanalyse erscheint jeweils im März. Erst dann zeigt sich, ob die Erholung des ersten Halbjahres über das Weihnachtsgeschäft hinweg trägt. Für Action-Cams bleibt bis dahin die Regel des Herbstes: Die Halterung entscheidet über das Bild, die Temperatur über die Laufzeit.
von Pressebox | Sep. 14, 2026 | Consumer-Electronics
Bietigheim-Bissingen, 14.09.2026 (PresseBox) – Private Haushalte in Deutschland wendeten im Jahr 2024 durchschnittlich 309 Euro im Monat für Freizeit, Sport und Kultur auf. Das entspricht laut dem Statistischen Bundesamt 9,5 Prozent der gesamten Konsumausgaben von 3.257 Euro. Veröffentlicht wurden die Zahlen am 17. August 2026 auf Grundlage der Laufenden Wirtschaftsrechnungen. Wer davon einen Teil in die Bildwiedergabe steckt, stößt zuerst auf eine Größe, die im Datenblatt selten vorn steht: den Abstand zwischen Gerät und Projektionsfläche.
Wofür private Haushalte ihr Freizeitbudget im Jahr 2024 verwendet haben
Der Posten Freizeit, Sport und Kultur hat gegenüber der Vorerhebung deutlich zugelegt. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes lag er 2022 noch bei 245 Euro im Monat und damit bei 8,6 Prozent der Konsumausgaben. Die Verteilung fällt allerdings je nach Einkommen und Haushaltsgröße sehr verschieden aus.
- Haushalte mit weniger als 1.300 Euro Nettoeinkommen: 76 Euro im Monat, 5,7 Prozent ihrer Ausgaben
- Haushalte ab 5.000 Euro Nettoeinkommen: 545 Euro im Monat, 10,7 Prozent
- Alleinlebende: 170 Euro im Monat, 8,3 Prozent
- Paare ohne Kinder: 394 Euro im Monat, 10,1 Prozent
- Paare mit Kindern: 456 Euro im Monat, 9,8 Prozent
Vor dem Freizeitposten liegen laut der Erhebung nur drei Bereiche: Wohnen und Energie mit 36,3 Prozent, Nahrungsmittel mit 14,0 Prozent und Verkehr mit 13,8 Prozent. Der Spielraum für größere Anschaffungen im Wohnzimmer ist damit vorhanden, aber begrenzt.
Warum bei Ultrakurzdistanz-Beamern der Raum über das Ergebnis entscheidet
Ein Projektor aus der Ultrakurzdistanz steht wenige Zentimeter vor der Wand und wirft von dort ein Bild von zwei bis drei Metern Breite. Genau diese Bauform macht ihn empfindlich: Kleine Änderungen im Abstand verschieben die Bilddiagonale erheblich, und eine Wand, die nicht eben ist, zeichnet sich im Bild ab. Der Aufstellort ist deshalb keine Zugabe, sondern Teil der Kaufentscheidung.
Hinzu kommt das Umgebungslicht. Ein Wohnzimmer mit Fenstern zur Südseite verlangt andere Lichtleistung als ein abgedunkelter Kellerraum, und der Zusammenhang zwischen Lichtstrom und wahrgenommener Helligkeit hängt zusätzlich an der Projektionsfläche. Eine Gegenüberstellung von Helligkeitswerten kurz projizierender Geräte macht sichtbar, wie weit die Angaben auseinanderliegen.
„Ein Projektor wird selten am Gerät falsch ausgewählt, sondern am Raum. Wer den Wandabstand und das Tageslicht vorher misst, spart sich die zweite Anschaffung“, sagt Alexander Weipprecht, Geschäftsführer der Provimedia GmbH.
Was die Projektionsfläche zum fertigen Bild beiträgt
Die Fläche ist das zweite optische Bauteil im Raum. Eine weiß gestrichene Rauhfasertapete streut das Licht in alle Richtungen und verliert dabei Kontrast, sobald Restlicht im Zimmer bleibt. Spezialtücher für kurze Projektionsdistanzen arbeiten dagegen mit einer Struktur, die Licht aus flachem Winkel annimmt und Deckenlicht weitgehend zurückweist.
Der Unterschied zeigt sich vor allem am Tag. Wer ohne Verdunklung projizieren will, gewinnt über die Fläche häufig mehr Bildqualität als über zusätzliche Lichtleistung im Gerät. Ebenheit und Farbneutralität des Untergrunds wirken dabei stärker als jede Nachbearbeitung im Menü.
Wie sich die Bildschirmnutzung in den Haushalten zuletzt verschoben hat
Das große Bild im Wohnzimmer steht längst nicht mehr allein. Laut der Studie Video Trends 2025 der Landesmedienanstalten nutzen 68 Prozent der Menschen ab 14 Jahren regelmäßig einen Connected TV. Gemeint ist damit ein Fernsehgerät mit Internetzugang oder eines, das erst über Streaming-Stick oder Spielkonsole ans Netz kommt. Rund 47,7 Millionen Menschen schauen darüber regelmäßig Sendungen und Videos; veröffentlicht wurde die Untersuchung im Oktober 2025.
Für die Projektion folgt daraus eine praktische Konsequenz. Ein Beamer ersetzt in vielen Haushalten nicht den Fernseher, sondern ergänzt ihn für bestimmte Anlässe: Sport, Filmabende, Spiele. Die Anforderungen an Einschaltzeit, Bedienung und Tonausgabe fallen dann anders aus als bei einem Gerät, das täglich mehrere Stunden läuft.
Worauf es bei der Planung im Herbst 2026 ankommt
Die Reihenfolge bei der Planung ist damit vorgezeichnet. Zuerst steht die Frage nach dem Raum: Wie breit ist die freie Wandfläche, wie tief das Möbelstück davor, wie viel Tageslicht fällt zu den üblichen Nutzungszeiten ein. Erst danach folgen Lichtleistung, Auflösung und Anschlüsse.
Der September 2026 ist für diese Rechnung ein guter Zeitpunkt, weil die dunkle Jahreszeit die Nutzung ohnehin verschiebt. Die nächste amtliche Fortschreibung des Freizeitbudgets steht mit der folgenden Erhebung der Laufenden Wirtschaftsrechnungen an. Bis dahin bleibt der Befund des Statistischen Bundesamtes bestehen: Der Anteil wächst, die Spannweite zwischen den Haushalten aber ebenso.
von Pressebox | Sep. 13, 2026 | Consumer-Electronics
Bietigheim-Bissingen, 13.09.2026 (PresseBox) – Elektrizität ist die häufigste Ursache jener Gebäudebrände, die in Deutschland gutachterlich untersucht werden. Laut der Ursachenstatistik Brandschäden 2025 des Instituts für Schadenverhütung und Schadenforschung der öffentlichen Versicherer (IFS) entfallen 30 Prozent der Fälle auf diese Ursache, ausgewertet über den Erhebungszeitraum 2016 bis 2025. Das Institut führt nach eigenen Angaben rund 2.000 Brandursachenermittlungen pro Jahr durch und stellt die Auswertung seit April 2026 zum Abruf bereit. Für Haushalte beginnt im September 2026 die Jahreszeit, in der zusätzliche Lichtquellen ins Haus kommen – und damit die Frage nach einer sauber gelegten Installation, die eine Schritt-für-Schritt-Anleitung zum Verlegen von Lichtleisten beantwortet.
Woran das Institut die häufigste Brandursache festmacht
Die Verteilung ist über die Jahre annähernd stabil. Nach Angaben des Instituts ergibt sich für den Erhebungszeitraum 2016 bis 2025 folgendes Bild der untersuchten Gebäudebrände:
- Elektrizität: 30 Prozent
- Menschliches Fehlverhalten: 22 Prozent
- Sonstiges und unbekannt: 21 Prozent
- Überhitzung: 9 Prozent
- Brandstiftung: 9 Prozent
- Feuergefährliche Arbeiten: 3 Prozent
- Explosion, Selbstentzündung und offenes Feuer: jeweils 2 Prozent
Das Institut weist ausdrücklich darauf hin, dass die Auswahl der Untersuchungen von den Auftraggebern bestimmt wird. Die Statistik bildet damit nicht das gesamte Schadengeschehen in Deutschland ab, sondern den Ausschnitt, den Versicherer begutachten lassen.
Warum Steckdosenleisten in der Auswertung auffallen
Innerhalb der elektrischen Ursachen nennt das Institut die Geräte, die am häufigsten am Anfang stehen: Kühl- und Gefriergeräte, Wäschetrockner sowie Verlängerungsleitungen und Steckdosenleisten. Die dritte Gruppe ist für nachträglich montierte Beleuchtung die interessante, denn genau dort hängen die Steckernetzteile.
Eine Lichtinstallation im Wohnraum wächst selten geplant. Zu einem ersten Meter unter dem Regal kommt ein zweiter hinter dem Fernseher, dazu ein Verlängerungskabel und eine weitere Mehrfachsteckdose. Jede zusätzliche Steckstelle ist eine Kontaktstelle mehr, an der Übergangswiderstände entstehen können.
Woran sich ein belastbares Netzteil erkennen lässt
Ein Netzteil trägt die gesamte Last einer Lichtstrecke und wird deshalb warm. Entscheidend sind die Leistungsreserve gegenüber der angeschlossenen Länge, eine freie Lage ohne Wärmestau und ein Betrieb, der zur Schutzart des Einbauorts passt. Welche Bauformen sich für Steuerung und Stromversorgung anbieten, ordnet ein Vergleich der Steuergeräte für LED-Streifen ein.
Bei der Produktauswahl lohnt ein Blick auf die Marktaufsicht. Nach Angaben der Europäischen Kommission gingen 2025 insgesamt 4.671 Warnmeldungen im europäischen Schnellwarnsystem für gefährliche Produkte ein, 13 Prozent mehr als im Vorjahr und der höchste Wert seit dem Start des Systems im Jahr 2003. Elektrogeräte und Zubehör waren dabei die dritthäufigste gemeldete Produktgruppe; die Behörden ergriffen 5.794 Folgemaßnahmen.
Was beim Verlegen im Herbst zu bedenken ist
Kürzen, Löten und Kleben entscheiden über die Lebensdauer einer Lichtstrecke. Ein Streifen wird nur an den markierten Trennstellen gekürzt, Verbindungen brauchen sauberen Kontakt statt Klemmdruck auf blankem Kupfer, und Aluminiumprofile führen die Wärme ab, die sonst an der Klebefläche bleibt. Wer eine dauerhaft eingebaute Lichtlösung plant, gibt die Arbeit an eine Elektrofachkraft.
„Die Statistik nennt keine einzelne Produktgruppe als Schuldigen, und das ist die eigentliche Nachricht. Was zählt, ist die Sorgfalt an der Steckstelle, nicht die Herkunft des Streifens“, sagt Alexander Weipprecht, Geschäftsführer der Provimedia GmbH.
Wann die nächsten Zahlen vorliegen
Das Institut aktualisiert seine Ursachenstatistik jährlich und verschiebt den Erhebungszeitraum jeweils um ein Jahr. Die nächste Auswertung wird den Zeitraum 2017 bis 2026 abbilden und zeigen, ob der Anteil der elektrischen Ursachen nach Angaben des Instituts bei 30 Prozent bleibt. Auch das europäische Schnellwarnsystem legt jedes Frühjahr eine Jahresbilanz vor.
Für den Haushalt folgt daraus eine überschaubare Konsequenz: Wer im Herbst 2026 Lichtstreifen ergänzt, prüft zuerst die vorhandene Steckdosenlage und die Belastung der Leiste, bevor er zusätzliche Netzteile anschließt. Diese Prüfung kostet zehn Minuten und ist der Teil der Arbeit, der später niemandem auffällt.
von Pressebox | Sep. 12, 2026 | Consumer-Electronics
Bietigheim-Bissingen, 12.09.2026 (PresseBox) – Ausgediente Kühl- und Klimageräte gehören zu den schwersten Posten im deutschen Elektroschrott. Das Statistische Bundesamt hat die Zahlen für das Jahr 2024 am 24. Februar 2026 veröffentlicht. Nach Angaben der Behörde entfielen 176.700 Tonnen oder 19,2 Prozent der behandelten Altgeräte auf diese Gruppe. Auffällig ist eine gegenläufige Bewegung: Das Recycling legte leicht zu, die Vorbereitung zur Wiederverwendung sank um 6,3 Prozent. Ob ein Gerät überhaupt in diese Statistik gehört, entscheidet sich oft vorher am Symptom – dazu geben Hinweise zur Fehlersuche bei ausbleibender Kälteleistung eine erste Orientierung.
Wie sich die Altgerätemengen 2024 auf die Gerätegruppen verteilen
Die Verteilung nach Gerätearten zeigt, wie schwer Haushaltstechnik wiegt. Laut dem Statistischen Bundesamt wurden 2024 rund 920.000 Tonnen Elektroaltgeräte in Deutschland behandelt.
- Kleingeräte wie Staubsauger oder Toaster: 301.500 Tonnen oder 32,8 Prozent
- Großgeräte wie Waschmaschinen oder Herde: 250.600 Tonnen oder 27,2 Prozent
- Kühl- und Klimageräte: 176.700 Tonnen oder 19,2 Prozent
- recycelt insgesamt: 758.000 Tonnen
- sonstige Verwertung oder Beseitigung: 127.000 Tonnen
Laut derselben Auswertung stieg die Menge des recycelten Materials gegenüber 2023 um 11.100 Tonnen und damit um 1,5 Prozent. Kühlgeräte fallen dabei doppelt ins Gewicht: Sie sind schwer, und sie enthalten Kältemittel und Dämmstoffe, die eine gesonderte Behandlung verlangen.
Warum die Vorbereitung zur Wiederverwendung an Boden verliert
Recycling und Wiederverwendung sind zwei verschiedene Wege, und nur einer davon erhält das Gerät. Nach Angaben des Statistischen Bundesamts wurden 2024 lediglich 17.600 Tonnen Altgeräte zur Wiederverwendung vorbereitet – 6,3 Prozent weniger als im Vorjahr. Zusammen mit dem Recycling ergibt das eine Quote von 84,3 Prozent nach 84,5 Prozent im Jahr 2023.
Die Zahl beschreibt ein Größenverhältnis. Auf jede Tonne, die als Gerät weiterlebt, kommen rund 43 Tonnen, die als Material zerlegt werden. Ein Kühlgerät, das noch kühlt, aber eine defekte Türdichtung oder einen ausgefallenen Thermostat hat, landet damit statistisch weit häufiger im Schredder als in einer zweiten Nutzung.
Für welche Geräte die Ersatzteilvorgaben gelten und für welche nicht
Nach Anhang II Nummer 3 Buchstabe a der Verordnung (EU) 2019/2019 über Ökodesign-Anforderungen an Kühlgeräte müssen Hersteller, Importeure oder Bevollmächtigte der Hersteller bestimmte Ersatzteile über Mindestzeiträume zur Verfügung stellen. Erfasst sind netzbetriebene Geräte mit mehr als 10 und höchstens 1.500 Litern Rauminhalt, deren Hauptfunktion die Kühllagerung von Lebensmitteln ist. Klimageräte, mobile Kühlgeräte und Kühlmöbel mit Direktverkaufsfunktion fallen nicht darunter.
Der Stichtag begrenzt die Reichweite zusätzlich. Die Verordnung gilt ab dem 1. März 2021 und knüpft an das Inverkehrbringen oder die Inbetriebnahme des Geräts an. Für ein Gerät, das vorher auf den Markt kam, begründet sie keine Ersatzteilpflicht. Verpflichtet sind die drei genannten Rollen, nicht der Handel und nicht die Endkunden.
Fachlich kompetenten Reparateuren sind Thermostate, Temperatursensoren, Leiterplatten und Lichtquellen mindestens sieben Jahre nach dem Inverkehrbringen des letzten Exemplars eines Modells zur Verfügung zu stellen. Türgriffe, Türscharniere, Einlegeböden und Einschübe stehen im selben Zeitraum auch Endnutzern offen. Für Türdichtungen verlängert sich der Zeitraum auf mindestens zehn Jahre. Hersteller, Importeure oder Bevollmächtigte müssen außerdem sicherstellen, dass sich diese Teile mit allgemein verfügbaren Werkzeugen und ohne dauerhafte Beschädigungen am Gerät auswechseln lassen.
„Eine Verwertungsquote von 84 Prozent klingt nach einem gelösten Problem, beschreibt aber nur, was mit dem Material geschieht. Interessant wird es an der Stelle davor: ob ein Gerät überhaupt noch eine zweite Nutzung bekommt“, sagt Alexander Weipprecht, Geschäftsführer der Provimedia GmbH.
Was bei der Entscheidung zwischen Reparatur und Neukauf zählt
Ein reparierbares Gerät ist nicht in jedem Haushalt die sparsamere Wahl. Der Stromverbrauch einer Kühl-Gefrierkombination läuft rund um die Uhr und über viele Jahre, weshalb bei sehr alten Geräten der Betrieb den Anschaffungspreis überholen kann. Entscheidend sind das Baujahr, die gemessene Aufnahme und die Frage, welches Bauteil ausgefallen ist – eine Rechnung, die Angaben zum Stromverbrauch zwanzig Jahre alter Kühl-Gefrierkombinationen nachvollziehbar machen.
Für einzelne Defekte fällt die Rechnung anders aus als für einen erschöpften Kältekreislauf. Eine verschlissene Türdichtung erhöht den Verbrauch. Bei Geräten, die ab dem 1. März 2021 in Verkehr kamen, ist dieses Teil nach Bestellungseingang innerhalb von 15 Arbeitstagen zu liefern. Ein defekter Verdichter dagegen bedeutet einen Eingriff in den geschlossenen Kältekreis und damit einen Aufwand, der sich bei einem alten Gerät selten trägt.
Woran sich die nächsten Zahlen ablesen lassen
Das Statistische Bundesamt veröffentlicht die Auswertung zu Elektroaltgeräten jährlich; die Daten für 2025 werden im Frühjahr 2027 erwartet. Zwei Größen sind dann aussagekräftig: ob die zur Wiederverwendung vorbereitete Menge weiter sinkt und ob der Anteil der Kühl- und Klimageräte an der Gesamtmenge über 19 Prozent bleibt. Für den September 2026 folgt daraus für Haushalte ein einfacher Zwischenschritt: vor der Entsorgung prüfen lassen, welches Bauteil ausgefallen ist. Ob dafür eine Ersatzteilpflicht besteht, hängt vom Baujahr des Geräts und vom Bauteil ab – Verdichter stehen auf keiner der beiden Listen.
Die vorstehenden Ausführungen geben eine allgemeine Einordnung nach dem am 7. September 2026 abgerufenen Verordnungswortlaut und sind keine Rechtsberatung. Ob und wie die genannten Regelungen im Einzelfall greifen, klärt eine rechtliche Beratung.