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Datensicherung im Haushalt: 39 Prozent legen häufig eine Kopie an, 10 Prozent nie – bei 376 Gigabyte Verkehr je Anschluss und Monat

Bietigheim-Bissingen, 21.09.2026 (PresseBox) – Private Haushalte in Deutschland bewegen so viel Datenverkehr wie nie, und die Datensicherung hält damit nicht Schritt. Der Digitalverband Bitkom hat am 11. Juni 2026 in Berlin eine Befragung dazu veröffentlicht. Laut dieser Erhebung legen 39 Prozent der Internetnutzenden häufig eine Sicherungskopie ihrer Daten an, 10 Prozent tun das nie. Wer diese Aufgabe an einen Netzwerkspeicher in der eigenen Wohnung übergeben möchte, findet dafür eine Anleitung zur direkten Verbindung von Speicher und Rechner.

Drei Werte trennen die regelmäßige Datensicherung von der gelegentlichen

Die Erhebung des Digitalverbands unterscheidet vier Häufigkeiten. Laut der am 11. Juni 2026 veröffentlichten Befragung sichern 39 Prozent der Internetnutzenden ihre Daten häufig, 26 Prozent gelegentlich und 20 Prozent selten. 10 Prozent legen nie eine Sicherungskopie an. Befragt wurden 1.005 Personen ab 16 Jahren in Deutschland, darunter 942 Internetnutzende, in den Kalenderwochen 15 bis 19 des Jahres 2026.

Andere Gewohnheiten im Umgang mit den eigenen Geräten fallen ähnlich aus. Nach Angaben des Digitalverbands installieren 43 Prozent angebotene Aktualisierungen häufig unmittelbar, 9 Prozent nie sofort. 34 Prozent sehen nie nach, welche Zugriffsrechte Anwendungen und Dienste auf ihre Daten haben.

Wie viel Datenverkehr durch einen durchschnittlichen Breitbandanschluss läuft

Das Festnetz trug 2025 den größten Teil der übertragenen Menge. Die Bundesnetzagentur hat ihren Jahresbericht Telekommunikation für 2025 am 5. Juni 2026 vorgelegt und darin folgende Größenordnungen ausgewiesen:

  • 175 Milliarden Gigabyte Datenvolumen wurden 2025 insgesamt in den deutschen Festnetzen übertragen.
  • Je Breitbandanschluss und Monat waren das im Jahresdurchschnitt 2025 rund 376 Gigabyte.
  • Im Mobilfunk kamen 10,9 Milliarden Gigabyte zusammen, umgerechnet 8,4 Gigabyte je aktivem Mobilfunkprofil und Monat.
  • Zum Jahresende 2025 waren 6,4 Millionen Glasfaseranschlüsse aktiv, ein Jahr zuvor 5,3 Millionen.
  • Anschlüsse mit mindestens 1.000 Megabit je Sekunde stiegen von 2,5 auf 3,0 Millionen.
  • Die Telekommunikationsunternehmen investierten 2025 rund 15,3 Milliarden Euro in Sachanlagen.

Eine Sicherungskopie muss diese Menge nicht abbilden. Sie muss aber die Dateien enthalten, die sich nicht neu beschaffen lassen, und genau diese wachsen mit der Kameraauflösung und der Zahl der Geräte im Haushalt schneller als der Anschluss.

Der Anschluss wird schneller, die Verkabelung in der Wohnung bleibt gleich

Die Verschiebung zu höheren Bandbreiten lässt sich in den Anschlusszahlen ablesen. Nach Angaben der Bundesnetzagentur ging die Zahl der Anschlüsse unter 100 Megabit je Sekunde von 17,1 auf 15,2 Millionen zurück, während die schnelleren von 21,5 auf 23,6 Millionen zulegten. Der Glasfaseranteil an allen aktiven Breitbandanschlüssen stieg binnen eines Jahres von 13,7 auf 16,5 Prozent.

Ein schneller Anschluss verkürzt die Sicherung allerdings nur, wenn Speicher und Verkabelung mithalten. Bei einem Netzwerkspeicher entscheidet zusätzlich das Dateisystem darüber, ob ein beschädigter Block auffällt, bevor die Kopie ihn übernimmt. Eine Gegenüberstellung zweier Dateisysteme für Netzwerkspeicher zeigt, worin sich die beiden verbreiteten Varianten unterscheiden.

Was Haushalte bis zur nächsten Erhebung einrichten können

Der Abstand zwischen erzeugter und gesicherter Datenmenge lässt sich mit wenigen Festlegungen verkleinern. Eine automatisch laufende Kopie im Heimnetz, eine zweite Kopie außerhalb der Wohnung und ein fester Termin für den Rückspielversuch decken die drei Fälle ab, an denen eine Sicherung im Alltag scheitert: vergessen, verloren, unbrauchbar.

„Zehn Prozent ohne jede Kopie sind kein Wissensproblem, sondern ein Routineproblem. Eine Sicherung, die jemand von Hand starten muss, findet im Alltag nicht statt“, sagt Alexander Weipprecht, Geschäftsführer der Provimedia GmbH.

Die nächsten Vergleichswerte kommen aus denselben beiden Häusern. Die Bundesnetzagentur legt ihren Jahresbericht Telekommunikation üblicherweise im Frühsommer vor, der Digitalverband wiederholt seine Befragung zum Umgang mit digitalen Daten jährlich. Bis dahin ist im September 2026 ein einzelner Rückspielversuch aussagekräftiger als jede weitere Statistik.

Reparierbarkeitsklasse kommt auf das Trocknerlabel: Ab dem 1. Januar 2027 steht sie in der Europäischen Union neben der Energieeffizienz

Bietigheim-Bissingen, 21.09.2026 (PresseBox) – Das Energielabel für Haushaltswäschetrockner bekommt eine zweite Bewertungsskala. Die Europäische Kommission hat die Kennzeichnungsverordnung mit Wirkung vom 24. November 2025 geändert, sodass ab dem 1. Januar 2027 neben der Energieeffizienzklasse auch eine Reparierbarkeitsklasse von A bis E auf dem Etikett steht. Lieferanten dürfen schon vorher freiwillig nach dem neuen Muster kennzeichnen. Für die tägliche Textilpflege verschiebt das die Auswahl stärker als jede Wattangabe – wer die Geräte für den letzten Arbeitsgang abwägt, findet eine Gegenüberstellung von Bügeleisen und Dampfglättern.

Was das Etikett für Wäschetrockner ab Januar 2027 zusätzlich ausweist

Die neue Skala fasst vier Merkmale eines Geräts zu einem Indexwert zusammen. Die Klassengrenzen stehen in Anhang II Nummer 4, die Berechnung in Anhang IV Abschnitt 5 der Verordnung (EU) 2023/2534 in der seit dem 24. November 2025 geltenden Fassung. Die Reparierbarkeitsklasse reicht dort von A für einen Indexwert über 9,00 bis E für einen Wert unter 3,00. Gebildet wird der Index über acht vorrangige Teile: Wasserpumpe, Trommellager, Trommelriemen, Tür, Motor, Hauptleiterplatte, Lüfter und Motorkondensator. Beide Verordnungen gelten nur für reine Wäschetrockner; Waschtrockner und Wäscheschleudern nimmt Artikel 1 Absatz 2 ausdrücklich aus.

Bewertet wird vor allem, wie tief ein Gerät für eine Reparatur zerlegt werden muss. In die Rechnung gehen die Zahl der Zerlegungsschritte, die Art der Befestigungselemente, die benötigten Werkzeuge und der Zugang zu Reparaturinformationen ein. Als Referenz setzt die Verordnung für den Motor 49,4 Zerlegungsschritte an, für die Tür dagegen nur drei.

Nach Artikel 3 Absatz 1 Buchstabe c der Verordnung muss jeder Lieferant ab dem 1. Januar 2027 ein Etikett nach dem neuen Muster mitliefern und das Produktdatenblatt in die europäische Produktdatenbank eingeben. Artikel 3 Absatz 1a erlaubt Lieferanten, ihre Pflichten schon vom 24. November 2025 an nach dem neuen Muster zu erfüllen. Händler müssen nach Artikel 4 Buchstabe a das Label zeigen, das ihnen der Lieferant mitgeliefert hat; Geräte mit dem bisherigen Etikett dürfen deshalb weiter so angeboten werden.

Wofür private Haushalte den Strom beim Waschen und Trocknen einsetzen

Der Anteil der Textilpflege am Haushaltsstrom lässt sich seit Mai 2026 wieder beziffern. Laut der Stromverbrauchsanalyse des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft entfallen im durchschnittlichen deutschen Haushalt 306 Kilowattstunden im Jahr auf Waschen und Trocknen, das sind 12,6 Prozent des gesamten Haushaltsstroms. Im Jahr 2020 waren es 13,1 Prozent. Befragt wurden 7.503 Haushalte zwischen Mitte September und Anfang Dezember 2025.

Die Wohnform verschiebt den Wert erheblich. Im Einfamilienhaus entfallen nach derselben Analyse 388 Kilowattstunden auf Waschen und Trocknen, im Mehrfamilienhaus 240 Kilowattstunden. Der gesamte Jahresstromverbrauch eines Haushalts liegt 2025 bei 2.434 Kilowattstunden, nach 2.660 Kilowattstunden im Jahr 2020. Zum Vergleich nennt dieselbe Erhebung für Informations- und Kommunikationstechnik 712 Kilowattstunden und für Beleuchtung 298 Kilowattstunden.

Trocknen und Bügeln sind die Arbeitsschritte, die sich am ehesten verschieben oder ganz vermeiden lassen. Die Bereitschaft dazu ist ungleich verteilt: Von den Haushalten ohne dynamischen Stromtarif würden 64,0 Prozent die Waschmaschine in günstige Zeiten verlagern, aber nur 38,4 Prozent den Wäschetrockner. Wer die Wäsche aufhängt und danach nur noch glättet, verlagert Energie in ein deutlich kleineres Gerät – wie weit dieser Weg ohne Netzstrom trägt, zeigt eine Erklärung zum Bügeln ohne Netzstrom.

„Eine Reparierbarkeitsklasse auf dem Etikett verschiebt die Kaufentscheidung von der Stromrechnung auf die Nutzungsdauer. Das ist die wirksamere Stellschraube, denn ein Gerät, das nach sieben Jahren ausfällt, holt seine Effizienzklasse nicht mehr ein“, sagt Alexander Weipprecht, Geschäftsführer der Provimedia GmbH.

Welche Anforderungen unabhängig vom Etikett gelten

Sechs Anforderungen des Ökodesignrechts binden die Hersteller ohne Rücksicht auf die Kennzeichnung. Sie stehen in Anhang II der Verordnung (EU) 2023/2533 in der seit dem 24. November 2025 geltenden Fassung:

  • Der Energieeffizienzindex (EEI) eines Haushaltswäschetrockners darf den Wert 85 nicht überschreiten.
  • Kondensationstrockner müssen eine Kondensationseffizienz von mindestens 80 Prozent erreichen.
  • Im Aus-Zustand und im Bereitschaftszustand sind je 0,50 Watt zulässig, im Aus-Zustand ab dem 9. Mai 2027 nur noch 0,3 Watt. Zeigt das Gerät im Bereitschaftszustand Informationen an, sind 1,00 Watt zulässig, bei aktiver Netzwerkverbindung 2,00 Watt.
  • Spätestens 15 Minuten nach dem Programmende oder der letzten Interaktion muss das Gerät automatisch in den Aus- oder Bereitschaftszustand umschalten, sofern keine andere Betriebsart läuft.
  • Mindestens 20 Ersatzteile müssen fachlich kompetenten Reparateuren zur Verfügung stehen, fünf weitere auch Endnutzerinnen und Endnutzern.
  • Ersatzteile müssen bis mindestens zehn Jahre nach dem Inverkehrbringen des letzten Exemplars eines Modells lieferbar sein, die Lieferzeit beträgt höchstens 15 Arbeitstage.

Die Grenzwerte für Energieeffizienzindex und Kondensationseffizienz gelten nach Artikel 1 Absatz 3 nicht für Geräte mit einer Nennkapazität von höchstens 3 Kilogramm im eco-Programm.

Ökodesignrecht und Kennzeichnung greifen ineinander. Ein Hersteller, der Trommelriemen und Wasserpumpe ohne Werkzeug oder mit einfachem Werkzeug austauschbar macht, verbessert damit seinen Indexwert. Der bloße Verzicht auf herstellereigenes Werkzeug reicht dafür nicht – er ist ohnehin Pflicht.

Wie oft und wie heiß in Europa tatsächlich gewaschen wird

Das Waschverhalten bewegt sich deutlich langsamer als die Technik. Nach Angaben von A.I.S.E., dem europäischen Verband der Wasch-, Pflege- und Reinigungsmittelindustrie, lag die durchschnittliche Waschtemperatur in Europa bei 43,3 Grad und damit über den 42,6 Grad zehn Jahre zuvor. 60 Prozent aller Waschgänge laufen bei 40 Grad oder darunter, 32 Prozent bei 30 Grad oder darunter.

Die Zahl der Waschgänge blieb dabei nahezu unverändert. Laut derselben Erhebung sind es 6,3 Waschgänge je Haushalt in zwei Wochen, nach 6,1 im Jahr 2014. 82 Prozent der Befragten geben an, die Maschine meist voll zu beladen. Erhoben wurde im Februar 2024 in 23 Ländern bei rund 4.600 Teilnehmenden.

Woran sich die Wirkung der neuen Kennzeichnung ablesen lässt

Der vorhandene Gerätebestand entscheidet darüber, wie schnell eine Etikettenänderung im Alltag ankommt. Laut der Einkommens- und Verbrauchsstichprobe des Statistischen Bundesamts für 2023 besaßen 47,3 Prozent der Haushalte einen Wäschetrockner, 2018 waren es 42,3 Prozent und 1998 erst 29,4 Prozent. Der Bestand liegt bei 19,6 Millionen Trocknern einschließlich der Kombigeräte, die von der neuen Klasse nicht erfasst werden; Waschmaschinen kommen auf 41,2 Millionen Geräte.

Drei Termine geben den weiteren Takt vor. Ab dem 1. Januar 2027 trägt jedes neu gelieferte Gerät die zusätzliche Klasse. Ab dem 9. Mai 2027 gilt der niedrigere Grenzwert für den Aus-Zustand. Nach Artikel 7 legt die Kommission die Ergebnisse ihrer Überprüfung spätestens am 1. Januar 2030 dem Ökodesign-Forum vor, ausdrücklich mit der Frage, ob die Wärmepumpe in die Liste der vorrangigen Teile aufgenommen wird.

Für einen Kauf im Herbst 2026 folgt daraus ein einfacher Prüfschritt. Wer heute ein Gerät auswählt, findet die neue Klasse auf dem Etikett noch nicht zwingend vor. Der Vergleich läuft dann über die Ersatzteilliste und die Richtbeträge für die Preise vor Steuern, die Hersteller, Importeure oder Bevollmächtigte ohnehin frei zugänglich veröffentlichen müssen.

Die vorstehenden Angaben geben eine allgemeine Information nach dem am 8. September 2026 abgerufenen Verordnungswortlaut und sind keine Rechtsberatung. Ob und wie die Vorgaben ein einzelnes Gerät betreffen, klärt im Einzelfall eine rechtliche Beratung.

Die Rheinischen Sängerknaben begeistern Berlin

Die Rheinischen Sängerknaben begeistern Berlin

Berlin, 20.09.2026 (lifePR) – Am vergangenen Wochenende waren die Rheinischen Sängerknaben bei einem Gastspiel in der deutschen Hauptstadt zu erleben. Anlass war eine Einladung des Freizeitforums Marzahn, im dortigen Arndt-Bause-Saal eine große Unterhaltungsshow zu gestalten.

Unter dem Motto „Und die Sonne wird wieder scheinen“ präsentierten die jungen Sänger aus dem Rheinland ein abwechslungsreiches Programm aus Gesang, Tanz und Unterhaltung. Auch der Namensgeber des Saales, der erfolgreiche Komponist Arndt Bause, fand im Programm besondere Berücksichtigung. Gemeinsam mit dem Publikum sangen die Rheinischen Sängerknaben unter anderem bekannte Lieder des Komponisten, der bereits zu DDR-Zeiten zu den erfolgreichen Vertretern der Unterhaltungsmusik gehörte und zahlreiche Titel mit Bezug zu Berlin komponierte. 

Unterstützt wurden die Sängerknaben von mehreren prominenten musikalischen Gästen. Mit dabei waren der Berliner Kammersänger Heiko Reissig, die Opernsopranistin Nicole Rhoslynn sowie der junge Sänger Phil Schaller aus Hessen, der durch seine Teilnahme an „The Voice Kids“ einem größeren Publikum in Deutschland und Europa bekannt wurde.

Die Rheinischen Sängerknaben überzeugten mit einer Mischung aus Gesang, Choreografien und viel Spielfreude. Immer wieder gelang es den jungen Sängern, das Publikum einzubeziehen und für gute Stimmung im Saal zu sorgen.

Auch die musikalischen Gäste setzten eigene Akzente. Heiko Reissig präsentierte Werke aus Oper und Operette, während Nicole Rhoslynn mit Arien von Puccini zu hören war. Phil Schaller brachte neben eigenen Songs auch Udo Jürgens’ Klassiker „Ich war noch niemals in New York“ auf die Bühne – gemeinsam mit den Rheinischen Sängerknaben wurde daraus einer der besonderen Momente der Show.

Einen wirkungsvollen Rahmen bildete das Lied „Und die Sonne wird wieder scheinen“, das Ralf Siegel für Karel Gott komponierte. Mit diesem Titel eröffneten und beendeten die Rheinischen Sängerknaben die Veranstaltung. Zugleich gab das Lied der gesamten Show ihr Motto.

Die musikalische Leitung und die Moderation lagen in den Händen von Toralf Hildebrandt, der das Programm nicht nur führte, sondern sich auch selbst am Piano präsentierte und mit romantischen Melodien eine ruhigere Seite des Nachmittags zeigte.

Nach dem Auftritt gab es bereits einen Ausblick auf das kommende Jahr: Das Freizeitforum Marzahn hat die Rheinischen Sängerknaben erneut nach Berlin eingeladen. Dann soll eine neue Show unter dem Titel „Keules Atze wohnt am Alex“ auf die Bühne kommen.

Damit dürfte das Berliner Gastspiel für die Rheinischen Sängerknaben nicht das letzte gewesen sein.

Musikschullehrkräfte: Bis 2035 gehen rund 14.700 in den Ruhestand, dem stehen nur etwa 4.000 ausgebildete Fachkräfte gegenüber

Bietigheim-Bissingen, 20.09.2026 (PresseBox) – Dem öffentlichen Musikschulwesen in Deutschland fehlt der Nachwuchs an Lehrkräften. Nach Angaben des Deutschen Musikrats gehen bis zum Jahr 2035 rund 14.700 Musikschulkräfte in den Ruhestand, während der Ausbildung nur etwa 4.000 Absolventinnen und Absolventen der Instrumental-, Vokal- und Elementaren Musikpädagogik gegenüberstehen. Vorgestellt wurde die Untersuchung MiKADO-Musik am 25. November 2025 in Berlin. Für Eltern und Lernende entscheidet sich daran, ob ein Unterrichtsplatz überhaupt zustande kommt. Was im Unterricht früh vermittelt wird, zeigt eine Darstellung dazu, worauf eine gesunde Körperhaltung beim Spielen ankommt.

Getragen wurde das Vorhaben von der Rektorenkonferenz der deutschen Musikhochschulen, der Arbeitsgemeinschaft der Leitenden pädagogischer Studiengänge und dem Verband deutscher Musikschulen (VdM). Ausführlich publiziert ist die Erhebung seit dem 9. März 2026 in der Fachzeitschrift üben und musizieren.research.

Warum der Nachwuchs an Musikschullehrkräften rechnerisch nicht ausreicht

Die Studie stützt sich auf eine Befragung von 1.062 Personen aus Schule und Hochschule. Vier Befunde tragen die Hochrechnung:

  • rund 14.700 Musikschulkräfte erreichen bis 2035 das Ruhestandsalter
  • rund 4.000 Absolventinnen und Absolventen stehen dem in den einschlägigen Studiengängen gegenüber
  • etwa drei Viertel der frei werdenden Stellen wären damit nicht qualifiziert zu besetzen
  • mindestens 500.000 Schülerinnen und Schüler verlören rechnerisch ihren Unterrichtsplatz

Als Ursachen nennt die Untersuchung die Vergütung, anspruchsvolle Arbeitszeiten und ein Berufsbild, dessen öffentliche Wahrnehmung hinter der künstlerischen Laufbahn zurückbleibt. Frühe Unterrichtserfahrung, etwa die Leitung eines Ensembles, wirkte dagegen positiv auf die Studienwahl.

Wie groß das öffentliche Musikschulwesen in Deutschland ist

Nach Angaben des Verbands deutscher Musikschulen umfasst der öffentliche Bereich rund 930 Musikschulen. Dazu zählte der Verband zum Zeitpunkt der Veröffentlichung rund 21.000 Unterrichtsstätten, an denen über 1,5 Millionen Kinder, Jugendliche und Erwachsene von rund 37.000 Fachlehrkräften unterrichtet werden.

„Ein Instrument lernt man nicht aus dem Regal, sondern von einem Menschen, der zuhört und korrigiert. Wenn diese Menschen fehlen, nützt die beste Ausstattung im Übungszimmer wenig“, sagt Alexander Weipprecht, Geschäftsführer der Provimedia GmbH.

Was ein knapperes Angebot für Lernende praktisch bedeutet

Ein fehlender Unterrichtsplatz verschiebt das Lernen in die Eigenregie. Wer wartet, greift häufiger zu Lehrmaterial, Aufnahmen und Notensammlungen, ohne die Rückmeldung einer Lehrkraft zu haben. Dieser Weg trägt für Grundlagen und stößt bei Technik und Haltung schnell an Grenzen.

Notenmaterial ist dabei der erste Engpass. Welche Quellen sich eignen, ordnet eine Übersicht dazu, wo sich Noten für die Gitarre digital finden lassen.

Welche Schritte die beteiligten Verbände jetzt fordern

Die drei Trägerorganisationen haben ihre Forderungen gemeinsam formuliert. Genannt werden Praktikums- und Mentoringprogramme, mehr praxisorientierte Studienplätze, eine Erweiterung des Instrumentenkanons und Lohnzuschüsse in strukturschwachen Regionen.

Zur Umsetzung schlagen sie eine Bund-Länder-Arbeitsgruppe vor, an der die Kultusministerkonferenz, der Verband kommunaler Arbeitgeber, die kommunalen Spitzenverbände sowie Musikschul- und Hochschulseite beteiligt sein sollen. Ob daraus ein Gremium wird, ist im September 2026 offen.

Für das laufende Schuljahr ändert das zunächst wenig. Wer im Herbst 2026 einen Platz sucht, wird ihn eher über Wartelisten und private Lehrkräfte finden als über eine kurzfristige Ausweitung des kommunalen Angebots.

Freiluftprojektion folgt der Reisesaison: 56 Millionen Campingübernachtungen und 20 Millionen Nächte auf Stellplätzen im Jahr 2025

Bietigheim-Bissingen, 19.09.2026 (PresseBox) – Die Saison im Freien hat in Deutschland zwei neue Höchststände hinterlassen. Nach Angaben des Caravaning Industrie Verbandes (CIVD), der seine Zahlen am 28. August 2026 vorgelegt hat, wurden 2025 rund 56 Millionen Gästeübernachtungen auf deutschen Campingplätzen gezählt. Hinzu kamen etwa 20 Millionen Übernachtungen auf Stellplätzen außerhalb von Campingplätzen. Wo abends kein Fernseher steht, übernimmt die Freiluftprojektion; wie das im Kleinen funktioniert, zeigt eine Anleitung, um eine Filmnacht im Garten vorzubereiten.

Die Erhebung stammt vom Deutschen Wirtschaftswissenschaftlichen Institut für Fremdenverkehr, auf das sich der Verband beruft. Laut derselben Untersuchung liegen die Stellplatzübernachtungen um rund 48 Prozent höher als im Jahr 2016, die Campingübernachtungen stiegen 2025 um 13 Prozent. Beide Werte markieren nach Darstellung des Verbandes neue Höchststände.

Was die Reisesaison 2026 an Fahrzeugen auf die Straße bringt

Der Fahrzeugbestand bildet die Grundmenge für Projektion ohne festen Raum. In Deutschland sind laut CIVD weit über 1,8 Millionen Freizeitfahrzeuge zugelassen. Von Januar bis Juli 2026 kamen 63.329 Neuzulassungen hinzu, ein Minus von 3 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Auf Reisemobile entfielen davon 50.118 Fahrzeuge, auf Caravans 13.211.

Europaweit fiel der Rückgang noch geringer aus. Nach Angaben des Verbandes wurden im bisherigen Jahresverlauf mehr als 149.000 Freizeitfahrzeuge neu zugelassen, 0,1 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Der wirtschaftliche Effekt des Caravaning-Tourismus lag 2025 bei fast 23 Milliarden Euro, nach rund 21 Milliarden Euro im Jahr davor.

Wie viele Menschen im Sommer 2026 unter freiem Himmel ins Kino gingen

Die Zahlen der Open-Air-Kinos weisen in dieselbe Richtung. Der Bundesverband der Open Air Kinos hat für den bundesweiten Aktionstag am 12. August 2026 eine Bilanz vorgelegt. Fünf Angaben daraus umreißen die Saison:

  • Rund 40.000 Besucher kamen am Aktionstag in 67 Open-Air-Kinos zusammen; angestrebt waren 30.000.
  • Die durchschnittliche Auslastung lag bundesweit bei 75 Prozent.
  • Etwa zwei Drittel der teilnehmenden Spielstätten waren ausverkauft.
  • In der Saison 2025 wurden in Deutschland rund 1,7 Millionen Open-Air-Kinotickets verkauft.
  • Auf die Mitgliedskinos des Verbandes entfielen davon 630.000 Tickets und damit rund 38 Prozent.

Wo der Akku über die Länge eines Abends entscheidet

Ein tragbarer Projektor lebt von seiner Energiereserve, und dieselbe Reserve begrenzt die Mitnahme im Flugzeug. Das Luftfahrt-Bundesamt nennt für Lithium-Ionen-Batterien in Geräten eine Nennenergie von 100 Wattstunden als Regelgrenze. Zwischen 100 und 160 Wattstunden ist die Mitnahme nur mit Genehmigung des Betreibers möglich, also des Luftfahrtunternehmens. In diesem Fall sind höchstens zwei Ersatzbatterien je Person zulässig, und lose Ersatzakkus samt Powerbanks gehören ohnehin nicht ins aufgegebene Gepäck. Wie sich Streamingdienste auf einem solchen Gerät einbinden lassen, beschreibt eine Darstellung zum Streaming unter freiem Himmel.

Am Stellplatz stellt sich dieselbe Frage anders. Ein akkubetriebenes Gerät belastet die Bordbatterie eines Reisemobils weniger als ein netzbetriebener Fernseher und lädt sich zwischen zwei Reisetagen wieder auf. Für die Freiluftprojektion zählt deshalb die Laufzeit je Ladung stärker als die maximale Helligkeit.

Welche Flächen im Freien überhaupt taugen

Die Projektionsfläche entscheidet über das Ergebnis oft mehr als die Lichtleistung. Hauswände, Spanntücher und mobile Leinwände unterscheiden sich im Reflexionsgrad und in der Faltenbildung. Hinzu kommt die Umgebungshelligkeit: Vor der Dämmerung bleibt jedes Bild blass, weshalb Open-Air-Kinos ihre Vorstellungen an den Sonnenuntergang koppeln und die Spielzeiten im Verlauf des Sommers vorziehen.

Was nach dem Ende der Saison bleibt

Die Saison im Freien endet in Deutschland im September. Die Open-Air-Kinos schließen ihre Kassen, die Stellplätze leeren sich, und die Geräte wandern in den Schrank oder in den Wintercamping-Betrieb.

„Ein tragbarer Projektor ist kein verkleinerter Heimkinobeamer, sondern ein Gerät für Situationen ohne feste Wand und ohne Steckdose. Wer ihn allein nach der Lumenzahl aussucht, kauft am Einsatz vorbei“, sagt Alexander Weipprecht, Geschäftsführer der Provimedia GmbH.

Für die Saison 2027 stellt sich damit weniger die Frage nach der Auflösung als die nach der Betriebsdauer. Solange Stellplätze und Freiluftkinos zulegen, wächst der Bedarf an Bildern, die ohne Installation auskommen.