von Pressebox | März 31, 2026 | Consumer-Electronics
München, 31.03.2026 (PresseBox) – Smartphones, Tablets oder Kopfhörer sind ständige Begleiter im Alltag – und damit steigt auch der Bedarf an mobiler Energie. Powerbanks bieten eine flexible Möglichkeit, elektronische Geräte unterwegs aufzuladen. Doch nicht jedes Modell ist gleichermaßen sicher, leistungsfähig oder langlebig. Worauf es beim Kauf ankommt, erklärt TÜV SÜD-Experte Stephan Kammermayer.
Kapazität und Leistung realistisch einschätzen
Ein zentrales Kaufkriterium ist die Kapazität der Powerbank, die in Milliamperestunden (mAh) angegeben wird. Sie bestimmt, wie oft ein Gerät unterwegs aufgeladen werden kann. „Für das gelegentliche Nachladen eines Smartphones reichen häufig 5.000 bis 10.000 mAh aus. Wer mehrere Geräte oder Tablets versorgen möchte, sollte zu leistungsstärkeren Modellen greifen“, erklärt Kammermayer. Dabei ist zu beachten, dass die tatsächlich nutzbare Kapazität aufgrund von Energieverlusten niedriger ausfällt als der Nennwert. Einfluss darauf haben unter anderem der Wirkungsgrad der Elektronik, die Temperatur sowie die Ladeleistung. Neben der Kapazität spielt auch die Ausgangsleistung eine Rolle.
Moderne Smartphones unterstützen Schnellladefunktionen, die jedoch nur genutzt werden können, wenn Powerbank und Endgerät denselben Ladestandard unterstützen. Technologien wie Power Delivery (PD) oder Quick Charge ermöglichen deutlich kürzere Ladezeiten. Für größere Geräte wie Tablets oder Notebooks sind höhere Ausgangsleistungen – etwa 30, 45 oder 65 Watt – sinnvoll.
Anschlüsse und Ladefunktionen
Aktuelle Powerbanks verfügen häufig über mehrere Ausgänge, sodass mehrere Geräte gleichzeitig geladen werden können. USB-A, USB-C oder integrierte Kabel erhöhen die Flexibilität im Alltag. „Je vielseitiger die Anschlüsse, desto besser lässt sich die Powerbank an unterschiedliche Geräte anpassen“, so Kammermayer.
Auch die Ladegeschwindigkeit der Powerbank selbst sollte berücksichtigt werden. Modelle mit USB-C-Schnittstelle unterstützen in der Regel höhere Ladeleistungen und sind dadurch schneller wieder einsatzbereit als Varianten mit älteren Anschlüssen, wie beispielsweise Micro-USB. Powerbanks mit bidirektionalen USB-C-Ports können sowohl angeschlossene Geräte laden als auch selbst aufgeladen werden, was im Alltag sehr praktisch ist. Einige Modelle bieten zusätzlich eine sogenannte „Pass-Through“-Funktion, bei der Powerbank und Endgerät gleichzeitig geladen werden können. Das ist praktisch, sollte aber nur bei hochwertigen Geräten genutzt werden.
Sicherheit und Schutzmechanismen
Da Powerbanks leistungsstarke Lithium-Ionen- oder Lithium-Polymer-Akkus enthalten, spielt die Sicherheit eine entscheidende Rolle. Hochwertige Geräte verfügen über integrierte Schutzmechanismen gegen Überladung, Tiefentladung, Kurzschluss und Überhitzung. „Fehlende oder mangelhafte Schutzschaltungen können im schlimmsten Fall zu Überhitzung oder Brand führen“, warnt der TÜV SÜD-Experte.
Ein stabiles, gut verarbeitetes Gehäuse trägt zusätzlich zur Sicherheit bei, insbesondere bei mobilen Einsätzen. Eine auffällige Erwärmung während des Ladevorgangs kann auf minderwertige Elektronik hinweisen. Auch klare Herstellerangaben zu Kapazität, Leistung und technischen Spezifikationen sind ein Zeichen für Seriosität und Sicherheit. Fehlende oder unklare Angaben sollten skeptisch machen. Verbraucher sollten zudem darauf achten, dass Powerbanks keine sichtbaren Beschädigungen aufweisen und nicht aus zweifelhaften Online-Quellen stammen, da hier ein erhöhtes Risiko für unsichere Produkte besteht.
Für eine sichere Nutzung im Alltag sollten Powerbanks vor extremen Temperaturen und Feuchtigkeit geschützt werden, da Hitze, starke Kälte oder eindringende Flüssigkeit ihre Leistungsfähigkeit und Sicherheit beeinträchtigen können. Während des Ladevorgangs empfiehlt sich eine feste, gut belüftete Oberfläche, um Wärmestau zu vermeiden. Zudem sollten ausschließlich geeignete und unbeschädigte Ladekabel verwendet werden. Mechanisch beschädigte oder aufgeblähte Geräte dürfen nicht weiterverwendet werden.
Qualität, Kennzeichnungen und Prüfzeichen
Hochwertige Powerbanks zeichnen sich durch eine gute Verarbeitung, eine saubere Kennzeichnung von Kapazität und Leistung sowie durch transparente Herstellerangaben aus. Das CE-Kennzeichen ist verpflichtend, während das GS-Zeichen oder das TÜV SÜD-Oktagon darauf hinweisen, dass zusätzliche Sicherheits- und Qualitätsprüfungen erfolgt sind. Besonders bei sehr günstigen oder anonym vertriebenen No-Name-Produkten fehlen solche nachvollziehbaren Angaben oder unabhängige Prüfungen häufig. Verbraucher sollten hier besonders aufmerksam sein.
Transport, Gewicht und Einsatzbereich
Je nach Einsatzzweck unterscheiden sich die Anforderungen an Größe und Gewicht. Kompakte, leichte Powerbanks eignen sich für den Alltag oder kurze Reisen, während größere Modelle mit hoher Kapazität eher für längere Touren oder den gleichzeitigen Betrieb mehrerer Geräte gedacht sind. Für Wanderungen oder Outdoor-Einsätze kann zudem ein spritzwassergeschütztes oder besonders robustes Gehäuse sinnvoll sein.
Für Flugreisen gelten besondere Vorgaben: Powerbanks und andere lose Lithium-Akkus dürfen ausschließlich im Handgepäck transportiert werden, wobei in der Regel Kapazitäten bis 100 Wh zulässig sind. Geräte mit fest eingebautem Akku, etwa Smartphones oder Laptops, sollten ebenfalls vorzugsweise im Handgepäck mitgeführt werden. Werden sie ausnahmsweise im aufgegebenen Gepäck transportiert, müssen sie vollständig ausgeschaltet und vor Beschädigung bzw. aktivem Einschalten geschützt sein. Um sicherzugehen, empfiehlt es sich, die jeweils geltenden Bestimmungen vorab bei der Fluggesellschaft zu prüfen.
Akkupflege und umweltgerechte Entsorgung
Auch die Lebensdauer einer Powerbank hängt vom richtigen Umgang ab. Häufige Tiefentladungen, dauerhafte Vollladung oder extreme Temperaturen können die Leistungsfähigkeit der Akkus beeinträchtigen. Um die Powerbank möglichst lange nutzen zu können, sollte sie kühl und trocken gelagert und nur mit geeigneten Ladegeräten betrieben werden. Ideal ist es, den Ladezustand langfristig zwischen 20 und 80 Prozent zu halten, um die Akkuzellen zu schonen. Am Ende ihrer Lebensdauer dürfen Powerbanks keinesfalls im Hausmüll entsorgt werden. Da sie Lithium-Akkus enthalten, müssen sie über geeignete Sammelstellen oder den Handel fachgerecht zurückgegeben werden.
TÜV SÜD bietet Orientierung beim Kauf
Beim Kauf lohnt sich ein Blick auf anerkannte Prüfzeichen. Das GS-Zeichen für „Geprüfte Sicherheit“ sowie das blaue TÜV SÜD-Oktagon signalisieren, dass das Produkt sicherheitsrelevante Prüfungen durchlaufen hat. „Solche Kennzeichnungen bieten eine wichtige Orientierung, da unter anderem elektrische Sicherheit, Materialqualität und Verarbeitung überprüft werden“, erklärt Stephan Kammermayer. Wer auf geprüfte Sicherheit, passende Leistung und eine saubere Verarbeitung achtet, kann mobile Energie sicher und zuverlässig nutzen.
Weitere Informationen gibt es HIER.
von Pressebox | März 30, 2026 | Consumer-Electronics
Herborn, 30.03.2026 (PresseBox) – Die STREETBOOSTER GmbH, einer der führenden deutschen Anbieter von E-Scootern mit Straßenzulassung, nimmt den PURE McLaren Flex in sein Sortiment auf. Der faltbare E-Scooter des britischen Herstellers Pure Electric vereint kompaktes Design mit voller Straßenzulassung und richtet sich an urbane Pendler, die Mobilität und Stil verbinden möchten.
Motorsport-Ästhetik trifft urbane Alltagstauglichkeit
Der PURE McLaren Flex ist ein faltbarer E-Scooter mit Straßenzulassung, der in der markanten McLaren-Farbe Papaya Orange erhältlich ist. Mit einem Gewicht von nur 16,2 kg, einer Reichweite von bis zu 40 km und einem 960-Watt Spitzenmotor ist der Scooter auf den täglichen Einsatz z.B. in der Stadt ausgelegt. Dank IP65-Zertifizierung ist das Fahrzeug auch bei schlechten Witterungsbedingungen einsatzbereit.
Ein zentrales Merkmal ist die kompakte Faltgröße von 62 × 30 × 57 cm – konzipiert für die unkomplizierte Mitnahme in öffentlichen Verkehrsmitteln, im Auto oder zur platzsparenden Aufbewahrung im Büro. Integrierte Blinker, Bremslicht sowie eine elektronische Wegfahrsperre entsprechen den deutschen Zulassungsanforderungen.
Technische Eckdaten im Überblick:
- Reichweite: bis zu 40 km
- Höchstgeschwindigkeit: 22 km/h
- Motorleistung: 500 W Dauer / 960 W Spitze
- Akku: 36 V / 9,5 Ah (342 Wh), Ladezeit bis 80 % in 2,5 Stunden
- Steigungsfähigkeit: bis zu 19 %
- Schutzklasse: IP65
- Straßenzulassung: ja (Kennzeichenpflicht)
Weitere Informationen: PURE Flex | E-Scooter
von Pressebox | März 30, 2026 | Musik
Dülmen-Hiddingsel, 30.03.2026 (lifePR) – Einen Flügel anspielen oder ein Klavier kaufen: Das ist etwas ganz Besonderes und längst nicht „an jeder Ecke“ möglich. Die edlen Instrumente benötigen nicht nur viel Platz, sondern vor allem den richtigen Raum, der ihrem Klang gerecht wird. Diesen Raum bietet das Haus der Klaviere Gottschling im südlichen Münsterland.
Hier liegen Handwerkskunst, Musikleidenschaft und kulturelles Engagement im Einklang. Seit mehr als 35 Jahren gibt die Familie Gottschling und ihr Expertenteam dem Piano eine Bühne – in all seinen Formen und Facetten.
Neben der Möglichkeit, ein Klavier zu kaufen bietet das Haus der Klaviere in Dülmen umfassenden Service – von der ersten Beratung bis zur richtigen Stimmung. Und das sind bei weitem noch nicht alle Saiten, die der traditionsreiche Meisterbetriebs zwischen Münster und dem Ruhrgebiet aufziehen kann.
Vielsaitig: Eine der größten Flügelauswahlen Deutschlands
Das Haus der Klaviere in Dülmen-Hiddingsel bietet eine einzigartige Klangatmosphäre und trifft auch über die Akustik hinaus den Ton. Dank großzügiger Räumlichkeiten mit hochwertiger Ausstattung und viel Tageslicht finden auch anspruchsvollste Pianisten hier die richtige Stimmung – und natürlich den passenden Flügel.
Von Bösendorfer über Steinway & Sons bis Schimmel, Yamaha und Petrof hält das Haus der Klaviere regelmäßig rund 50 Flügel und bis zu 80 Klaviere zum Anspielen bereit. Ob Kauf, Mietkauf oder Finanzierung: Das Gottschling Piano-Portfolio umfasst ebenso generalüberholte Meisterstücke wie neue Klaviere und Flügel in unterschiedlichen Qualitätsstufen.
Klangkompetenz, Servicespektrum und Beratungstiefe
Was alle Klaviere bei Gottschling gemeinsam haben: Es handelt sich ausnahmslos um professionelle Instrumente, die die Freude an Tasten und Saiten niemals schmälern, sondern nachhaltig steigern. Das Team rund um Klavierbaumeister Gernot Gottschling setzt alles daran, diese Freude durch Handwerk, Beratung und Service in Dülmen und Münster erlebbar zu machen.
Das Haus der Klaviere war nie nur ein Geschäft: Seit Gründung durch Gernot Gottschling im Jahr 1991 ist es Adresse für Klavierbau aus Leidenschaft, Treffpunkt für Musikliebhaber und kulturell fördernde Kraft. Über Verkauf, Vermietung, Reparatur und Restaurierung hinaus ist das Haus der Klaviere Ausbildungsbetrieb, Konzertveranstalter, Produktionsstudio und Lehrstätte.
Leidenschaft und Engagement – auf Anschlag
Das Haus der Klaviere hat ein Herz – und das schlägt im Takt der Musik. Vom kleinsten Detail bis zum großen Ganzen wird Gottschling Kunden schnell deutlich, dass sie hier in Dülmen sowie im Musikhaus Münster an der richtigen Adresse sind. Ganz gleich, ob Kauf eines Klaviers, Restaurierung eines Flügels, Klavierunterricht oder Studioaufnahme: Die Überzeugung und das Herzblut des gesamten Teams ist auf ganzer Linie spürbar.
Und auch wer nicht selbst die Saiten zum Schwingen bringt, kann im Haus der Klaviere die Faszination live erleben: In regelmäßigen Konzerten und Veranstaltungen.
Welche Details den Flügelsaal von Gottschling außerdem so besonders machen?
Finden Sie es heraus unter gottschling-klaviere.de/ueber-uns/ oder direkt persönlich vor Ort: am Graskamp 17 in 48249 Dülmen-Hiddingsel.
von Pressebox | März 30, 2026 | Consumer-Electronics
Gauting, 30.03.2026 (PresseBox) –
Integration statt Zubehör
Mit WallBase stellt smart things eine Weltneuheit vor: Erstmals wird induktives Qi-Charging direkt in bestehende Elektroinstallationen integriert. Im Fokus steht dabei nicht nur das kabellose Laden selbst, sondern vor allem die nahtlose Einbindung in gängige Schalterprogramme. WallBase wird damit nicht als separates Gerät wahrgenommen, sondern als natürlicher Bestandteil der Wand – vergleichbar mit Lichtschaltern oder Steckdosen.
Das Smartphone wird einfach an die Wand geführt, magnetisch ausgerichtet und automatisch geladen. Ein integrierter Magnetic Charger sorgt für die präzise Positionierung und einen sofortigen Ladebeginn. Kabel und externe Netzteile werden überflüssig – die Ladefunktion ist dauerhaft im Raum verankert.
Kompatibel mit etablierten Schalterstandards
Ein zentrales Merkmal von WallBase ist die konsequente Ausrichtung auf bestehende Installationssysteme. Mit WallBase WB55 steht ein 55-mm-Unterputzmodul zur Verfügung, das mit einer Vielzahl marktüblicher Schalterprogramme kompatibel ist – darunter Lösungen von Gira, Jung, Berker, Merten und weiteren Herstellern.
Diese Kompatibilität ermöglicht eine einfache Integration in bestehende Gebäude ebenso wie in Neubauten. Architekten, Planer und Elektriker können WallBase ohne Systembrüche in vorhandene Designs und Installationskonzepte einbinden. Die Ladefunktion wird damit Teil einer durchgängigen, einheitlichen Gestaltung der Elektroinstallation.
Flexibilität durch Stand-alone-Lösung
Ergänzend zur Unterputzvariante bietet smart things mit WallBase WB80 eine eigenständige Stand-alone-Lösung an. Diese Variante wurde speziell für Einsatzorte entwickelt, an denen keine bestehende Schalterinfrastruktur vorhanden ist oder maximale Flexibilität gefragt ist.
WallBase WB80 lässt sich direkt an der Wand installieren und ist sofort einsatzbereit. Damit eignet sich das System besonders für öffentliche und halböffentliche Bereiche wie Hotels, Büros, Besprechungsräume oder Wartezonen, in denen Ladepunkte schnell und unkompliziert geschaffen werden sollen.
Laden wird Teil des Alltags
Parallel zur technologischen Entwicklung verändert sich auch das Ladeverhalten der Nutzer. Smartphones werden zunehmend in kurzen Intervallen geladen – genau dort, wo sie genutzt werden. WallBase unterstützt dieses Verhalten, indem Ladepunkte dauerhaft und flächendeckend verfügbar gemacht werden.
Die Integration in die Wand macht den Ladevorgang intuitiv und selbstverständlich. Das Smartphone wird magnetisch fixiert und unmittelbar geladen – ohne zusätzliche Handgriffe. So entsteht ein neues Verständnis von Energie im Raum: jederzeit verfügbar, unsichtbar integriert und einfach zugänglich.
Design und Funktion im Einklang
WallBase verbindet technische Innovation mit architektonischer Klarheit. Das reduzierte Design fügt sich harmonisch in unterschiedliche Raumkonzepte ein und orientiert sich an bestehenden Schalterprogrammen. Verfügbar sind Ausführungen in Black Grey (RAL 7021, matt) sowie Traffic White (RAL 9016), die eine dezente Integration ermöglichen.
Ein neuer Baustein moderner Gebäude
WallBase ist zum Patent angemeldet und verfolgt das Ziel, kabelloses Laden als festen Bestandteil der Gebäudeinfrastruktur zu etablieren. Durch die konsequente Integration in bestehende Systeme sowie die Ergänzung durch flexible Stand-alone-Lösungen entsteht ein ganzheitlicher Ansatz für das Laden von Smartphones.
Mit WallBase wird die Wand zur Energiequelle – standardisiert, zugänglich und zukunftssicher. Smart things setzt damit einen neuen Maßstab für die Verbindung von Technologie, Installation und Architektur.
Mehr Informationen unter: www.smart-things.com
von Pressebox | März 26, 2026 | Musik
Staufen, 26.03.2026 (lifePR) – Der Bund Deutscher Blasmusikverbände (BDB) begeht im Jahr 2026 sein 100-jähriges Bestehen. Neue wissenschaftliche Erkenntnisse belegen, dass die Wurzeln des Verbandes bis in das Jahr 1926 zurückreichen. Damit blickt der BDB auf ein ganzes Jahrhundert organisierter Blasmusikkultur, musikalischer Bildungsarbeit und ehrenamtlichen Engagements zurück.
Lange galt die Nachkriegszeit als Ausgangspunkt der Verbandsgeschichte. Doch ein Archivfund im Jahr 2024 führte zu einer Neubewertung: Im BDB-Archiv wurde eine Dokumentation des Chronisten Dr. Walter Fauler entdeckt, die zahlreiche Originalquellen zur Frühgeschichte der Blasmusikverbände im Südwesten enthält. Daraus geht hervor, dass sich bereits am 19. September 1926 in Freiburg im Breisgau mehrere regionale Musikverbände zur „Arbeitsgemeinschaft badischer und württembergischer Musikverbände“ zusammenschlossen – der Keimzelle des heutigen Bundes Deutscher Blasmusikverbände. Eine wissenschaftliche Prüfung durch das Zentrum für Populäre Kultur und Musik der Universität Freiburg bestätigte dieses Datum als tatsächlichen Ursprung des Verbandes. „Dank dieses außergewöhnlichen Archivfundes wissen wir heute: Unsere Geschichte beginnt deutlich früher als bisher angenommen“, erklärt BDB-Präsident Dr. Patrick Rapp MdL. „Statt einer reinen Nachkriegsgründung blicken wir auf eine kontinuierliche Entwicklung seit 1926 zurück. Deshalb dürfen wir 2026 mit Stolz auf 100 Jahre Bund Deutscher Blasmusikverbände zurückschauen.“
Musikvereine als kulturelle und gesellschaftliche Zentren
Für den BDB steht das Jubiläum nicht nur für ein historisches Datum, sondern für ein Jahrhundert gelebter Musik- und Vereinskultur. „Dieses Jubiläum ist weit mehr als eine Zahl“, betont Dr. Rapp. „Es steht für ein Jahrhundert organisierte Blasmusikkultur, für Zusammenhalt über Generationen hinweg und für die starke Verwurzelung unserer Verbände in der regionalen Kulturgeschichte.“
Seit seiner Gründung verfolgt der Verband das Ziel, Musikvereine zu unterstützen, musikalische Qualität zu fördern und die Blasmusik fest in der Gesellschaft zu verankern. Trotz politischer, gesellschaftlicher und technischer Veränderungen blieb dieser Auftrag über Jahrzehnte hinweg bestehen.
„Musikvereine haben sich von lokalen, oft dörflichen Kapellen zu offenen, generationenübergreifenden Zentren kulturellen Lebens entwickelt“, so Rapp. „Sie vermitteln nicht nur musikalische Bildung, sondern übernehmen auch gesellschaftliche Verantwortung.“ Heute leisten die Vereine einen wichtigen Beitrag für Gemeinschaft, kulturelle Bildung und ehrenamtliches Engagement. Blasmusik fördert Teamgeist, Kreativität und soziale Kompetenzen – Fähigkeiten, die weit über das Musizieren hinausreichen.
Tradition bewahren – Zukunft gestalten
Die Verbindung von Tradition und Innovation ist ein zentrales Anliegen des Verbandes. Neben historisch gewachsenen Strukturen setzt der BDB gezielt auf neue Impulse, etwa durch moderne Fortbildungsangebote, innovative Foren wie den jährlichen Zukunftsdialog, digitale Lernplattformen oder begeisternde Festivals.
„Das gelingt uns durch eine bewusste Balance zwischen Bewahrung und Innovation“, erklärt Dr. Rapp. „Besonders wichtig ist dabei das Ehrenamt – es ist das Fundament, auf dem unsere gesamte Verbandsarbeit steht.“
Ein Jubiläumsjahr für Musikerinnen, Musiker und Publikum
Das 100-jährige Bestehen wird nicht mit einem einzelnen Festakt begangen, sondern als vielfältiges Jubiläumsjahr gestaltet. Unter dem Motto „Feiert mit!“ lädt der Bund Deutscher Blasmusikverbände Musikerinnen und Musiker sowie Musikbegeisterte ein, das Jubiläum bei zahlreichen Veranstaltungen mitzuerleben.
Geplant sind unter anderem zahlreiche Festivalkonzerte mit Jubiläumsfaktor, internationale Projekte, Flash-Mobs und die Uraufführungen von Auftragskompositionen namhafter Komponisten. „Wir wollten kein punktuelles Jubiläum, sondern ein ganzes Jubiläumsjahr gestalten – vielfältig, offen und erlebbar“, sagt Rapp. „Wir feiern nicht rückwärtsgewandt, sondern mitten im Leben – in verschiedenen Formaten und mit allen Generationen.“
Höhepunkt am historischen Gründungstag
Der zentrale Höhepunkt des Jubiläumsjahres findet genau 100 Jahre nach der Gründung statt: am 19. September 2026. An diesem Tag lädt der BDB zu einem großen „Gründungstag“ ein, der Geschichte, Gegenwart und Zukunft der Blasmusik miteinander verbindet. Geplant sind ein festlicher Empfang mit Gästen aus Politik, Kultur und Verbandswesen sowie ein Abendprogramm mit musikalischen Showacts. Eine multimediale Ausstellung („Historic Room“) wird die Entwicklung des Verbandes von 1926 bis heute erlebbar machen.
Blick in die Zukunft
Mit dem Jubiläum verbindet der Verband auch einen klaren Blick in die Zukunft. „Meine Vision ist ein starker, vernetzter Verband, der praktische Unterstützung, Inspiration und nachhaltige Perspektiven für seine Vereine bietet“, sagt Dr. Patrick Rapp. „Ich wünsche mir, dass unsere Vereine auch in 50 Jahren Orte der Begegnung, der Kreativität und der Freude an Musik sind – und dass der BDB sie auf diesem Weg aktiv unterstützt.“ Mit seinem 100-jährigen Jubiläum unterstreicht der Bund Deutscher Blasmusikverbände seine Rolle als bedeutende Plattform für musikalische Bildung, kulturelles Engagement und lebendige Vereinskultur in Deutschland.